Welche Marketing Plattform eignet sich am Besten zum Start für deine erste Direct Response Kampagne?

Die Auswahl an Marketing Plattformen wird immer größer! Vor 10 Jahren gab es lediglich Facebook und Google Adwords als dominierende Werbeplattformen; heutzutage haben nicht nur die vorhandenen Plattformen Ihre Anzeigen-Flächen extrem ausgebaut, es sind auch noch Dutzende neue Plattformen dazu gekommen. Bing Ads, Linked-In Ads, Xing Ads, Apple Search Ads, Amazon Ads und Youtube Ads sind nur einige von ihnen… Anzeigen auf Plattformen scheinen ein sehr profitabler Trend geworden zu sein.

Womit fange ich an?

Dennoch bleibt die wichtigste Frage oft unbeantwortet: Mit welcher Plattform fange ICH als kleines Unternehmen / Selbstständiger an, meine Dienstleistung, sowie Produkte zu vermarkten?

Eines habe ich in der ganzen digitalen Welt gelernt: Solange du keine wirklich belastbaren Zahlen und Fakten für dein eigenes Business erzeugt hast, bleibt alles andere eine vage Vermutung! Da kann dir noch jeder Profi empfehlen: „ich würde auf dieser Plattform anfangen, weil das besser für dich ist.“

Ich wage dennoch einen Versuch hier eine Klassifizierung vorzunehmen, da es einige Unterscheide zwischen den Werbeplattformen gibt, die bei der Entscheidungsfindung extrem helfen könnten.

Newsfeed vs. Suchnetzwerk

Facebook, Xing, Linked-In…sind soziale Netzwerke und besitzen einen sogenannten Newsfeed. Dort kommt alles an sozialen Aktivitäten zusammen, was du durch deine Kontakte, Gruppen und Fan Pages förmlich aggregierst. Das entscheidende hierbei ist, dass du beim Betrachten des Newsfeeds Informationen „konsumierst“. Es ist nicht ganz vergleichbar mit TV gucken, denn du hast gewisse Einschränkungen durch deine selbst gewählten „Sender“: Freunde, Fan Pages und Gruppen.

Auf der anderen Seite gibt es jene Plattformen, die eine Suchmaske als Eintrittskarte verwenden. Dazu zählen Google, Youtube und Bing. Dort gibst du dein Problem ein und erhoffst dir, dass der Google Algorithmus so schlau ist, und dir auf die Frage „wie bringe ich meinem Welpen bei stubenrein zu sein“ die perfekte Antwort liefert.

Auf Probleme folgen Lösungen

Und da wären wir eigentlich schon am wichtigsten Punkt in der Gegenüberstellung. Wenn du nun gedanklich selbst durch beide Plattformen gehst, dein eigenes Verhalten beobachtest und darüber reflektierst was ich oben geschrieben habe, wo würdest du am ehesten deine Dienstleistung positionieren?

Richtig! Auf Plattformen, wo eine Suchmaske existiert!

Nun ist es auch kein Wunder, warum Klickpreise bei Google Adwords durch die Decke gehen, oder? Wenn jemand „Schlüsselnotdienst Hamburg“ um 23 Uhr am Sonntag eingibt, dann glaube mir mal, dass dieser Mensch durchaus gewillt ist etwas Geld für das Öffnen der Tür auszugeben. Dass die Klickpreise bei Keywords wie „Schlüsselnotdienst“ um die 30-80€ pro Klick (!) kosten, ist deshalb kein Wunder.

Je höher die Klickpreise, desto höher die Conversion Chancen.

Andererseits geht aus diesem Beispiel hervor, dass die Vermarktungschancen auf Suchnetzwerken wie Google.de abhängig vom Bekanntheitsgrad des Produktes / des Problems sind. Vor 2 Jahren hätte kein Mensch bei Google nach „Fidget Spinner“ gesucht, da das Produkt komplett unbekannt war!

Fidget Spinner

Gleichzeitig haben die Fidget Spinner in den sozialen Netzwerken durch zahlreiche Videos den eigentlichen Markt erschaffen. Mit Aussagen wie „es ist für gestresste Menschen geeignet“ und „idealerweise für unruhige Kinder“ wurde extrem viel Aufmerksamkeit auf das Segment gerichtet und siehe da: Der Markt ist entstanden.

Eine einfache Regel lässt sich hier deshalb ableiten: Nutze für neue Segmente „Newsfeed“-lastige Plattformen und für etablierte Segmente mit Suchvolumen (mind. 1000 Suchanfragen pro Monat) Suchnetzwerke.