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Landing Page Grundlagen

Landing Pages – Die wichtigste Stelle in deinem Growth Hacking Prozess

Was ist eigentlich eine Landing Page?

Im digitalen Marketing wird eine Landing Page als eine Seite / Unterseite definiert, die nur einen ganz bestimmten Zweck verfolgt.  Sie ist typischerweise genau auf ein Thema, ein Produkt oder Dienstleistung gemünzt. Daher ist eine Landing Page 95% auch ungleich der Startseite einer Homepage. Die Startseite einer Homepage beinhaltet meistens den gesamten Service, der angeboten wird. In einem E-Commerce Shop besteht die Startseite z.B. aus verschiedenen Produktkategorien, wobei eine Landing Page dieses Stores ein bestimmtes Produkt darstellen kann.

Der Begriff „Landing“ kommt daher, dass es die erste Seite oder die erste Berührung ist, wo der Besucher das erste Mal nach dem Klicken einer Anzeige oder Link drauf weitergeleitet wird.

Wichtig: Die Landing Page hat nur ein einziges Ziel. Sie soll dafür sorgen, dass der Besucher eine gewünschte Aktion durchführt. Diese Aktion wird dann als echte Conversion definiert. Was kann so eine Aktion sein? Die typischen Aktionen sind:

  •  „Download eines Info-Produktes“
  •  „Anmeldung zu einem Webinar / Online Seminar“
  • „Ausfüllen eines Kontaktformulars“ oder
  • „eine direkte Gesprächsbuchung“

Diese verschiedenen Typen, spiegeln sich auch in der Klassifizierung der Landing Pages wider. Es gibt z.B. Lead Generation Landing Pages mit dem einzigen Ziel eine Email Adresse einzusammeln. Es gibt „Clickthrough“ Landing Pages die einfach nur weiterleiten auf den Bezahlvorgang und und und….

Was ist das Ziel einer Landing Page?

Das Ziel ist es, die Landing Page so präzise und spezifisch zu machen, dass sich die Chance auf das Zielvorhaben erhöht. Die Landing Page ist nichts anderes als ein klassisches Verkaufsgespräch – nur digital und statisch. Deswegen ist aller Anfang ziemlich schwer. Man weiß nicht genau, wo man anfangen soll. Was schreibe ich in die Überschrift und wie baue ich so eine Landing Page eigentlich auf?

Merke dir eins dazu:

  • Die perfekte Landing Page beantwortet ALLE Fragen eines Interessenten, nimmt ihm alle innerlichen Hürden und sorgt dafür, dass er ohne Zweifel und Risiko den nächsten Schritt gehen kann.
  • Eine Landing Page ist meistens die Verlängerung deiner Anzeige. Schreibe die Inhalte genauso, wie du sie auch in deiner Anzeige dargestellt hast. Nichts ist nerviger, als wenn du durch eine Anzeige auf eine Webseite kommst und du dort nicht das wiederfindest, wofür du eigentlich geklickt hast.
  • Halte deine Landing Page so sauber wie möglich und verhindere zu viel Ablenkung.
  • Nutze für jedes Produkt oder Dienstleistung eine neue Landing Page. Nutze ebenso für jedes Angebot (z.B. 20%, 30% oder Buy 1 get 1 free) eine neue Landing Page.

Bestandteile einer gut konvertierenden Landing Page:

  1. Eröffne die Seite mit der Verlängerung deiner Anzeige
  2. Stelle sicher, dass viele Call-To-Action (CTA) Buttons auf der Landing Page eingebettet sind. Ein CTA Button ist ein Knopf – z.B. „Jetzt kaufen“ – der zur gewünschten Conversion weiterleitet.
  3. Zeige das Produkt oder die Dienstleistung in Aktion. Die Interessenten wollen sehen, wie es funktioniert oder was sie erwarten wird.
  4. Halte deine Landing Page sehr sauber, wie z.B. keine Navigation oder störende Pop-Up Banners.
  5. Baue authentische Testimonials mit ein. Ja, Kunden die über dich oder dein Produkt sprechen.
  6. Schreibe keine ewigen Romane, sondern bleib sehr klar und präzise in der Wortauswahl
  7. Stelle sicher, dass es auch für Desktop als auch für Smartphone optimiert ist.
  8. Nutze ggfs. eine Vorlage, so dass du nicht von null starten musst.
Beispiele:

Hier einmal einige Beispiele von guten Landing Pages, die ich von der Seite UNBOUNCE gefunden extrahiert habe:

Hier ein Praxistipp:

Wenn du nun auch mit der Erstellung deiner Landing Page starten willst, suche über Google einfach in deiner Industrie nach unterschiedlichen Wettbewerbern. Gehe auf ihre Seite und schaue dir pro Untergruppe / Kategorie an wie die Landing Pages dafür aufgebaut sind. Dadurch erhältst du Informationen über die Inhalte und natürlich auch die Angebote, die deine Wettbewerber aktuell am Markt haben.

Für einen brandaktuelle Landing Page Designs, besuche einfach die größten Firmen die dir einfallen. Die haben meistens immer sehr gut durchgetestete Designs. Hier kannst du annehmen, dass das aktuelle Design, das mit der höchsten Conversion Rate ist.

Checkliste vom Podcast Landing Page School aus den US: 

1. Klarheit: Verstehe ich das große Ganze der Seite

2. Relevanz: Kann es mir wirklich bei meinem Problem helfen? 

3. Design: Gefällt mir das Design?

4. Social Proof: Hat das Produkt / Dienstleistung auch anderen Menschen bereits geholfen?

5. Trust: Gibt es Logos, Videos oder ähnliches der Firma, um zu sehen, wer dahinter steckt?

6. Einzigartigkeit: Wie einzigartig ist das Angebot im Gegensatz zum Wettbewerb?

7. Nächster Schritt: Was muss ich tun, wenn ich mich für das Angebot interessiere?

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Dynamische Remarketing Kampagne mit Google Ads

Dynamisches Remarketing mit Google Ads

In diesem Tutorial möchte ich dir zeigen, wie du in wenigen Schritten das dynamische Remarketing für deine Google Ads Anzeigen – speziell das Remarketing über das Google Displaynetzwerk – aufbauen kannst.

Dynamisches Remarketing ist ein starkes Tool um Webseitenbesucher ohne Kaufabschluss wieder zurück auf deinen Shop zu lenken. Bei den meisten Shops ist diese Art von Anzeigen die profitabelste, denn sie spricht Besucher an, die bereits extrem nah an einer Kaufentscheidung sind. Besonders empfehlenswert ist auch die Verwendung der dynamischen Produktanzeigen über Facebook (DPA – Dynamic Product Ads).

dynamische remarketing

Warum ist dynamisches Remarketing so effektiv?

Es ist momentan eine der wenigen Möglichkeiten, um Webseitenbesucher personalisiert wieder anzusprechen. Sprich, wenn Webseitenbesucher auf Eurem Shop waren und sich dort einige Produkte angeschaut haben, könnt ihr diese angeschauten Produkte mittels dynamischem Remarketing an die jeweiligen Nutzer wieder ausspielen. Der Vorteil ist, dass es extrem persönlich ist und du nicht viel mehr kommunizieren musst, da der User eure Marke und eure Produkte kennt und ihm/ihr nur noch wenige Dinge fehlen, um den Kaufvorgang abzuschließen. Was das im speziellen ist, müsst ihr natürlich testen. Warum es zum Kaufabbruch gekommen ist, ist natürlich schwer zu ermitteln: Der Postbote hat geklingelt, das Kind geweint, der Hund musste raus, dein Produkt war in dem Moment zu teuer, man musste aus der Bahn aussteigen…Das muss alles sorgfältig getestet werden. Dafür ist das dynamische Remarketing natürlich wie gemacht!

Wie funktioniert das dynamische Remarketing?

Sobald ein User die Cookies auf deiner Webseite akzeptiert hat, wird in seiner Session sein Webseiten-Verlauf gespeichert. Jede Seite hat bestimmte Daten, die man verwenden kann: So ist z.B. auf einer Produktseite die Produkt ID oder der Preis für die weitere Verarbeitung von sehr großer Relevanz.

Beispiel: Geht nun ein Besucher auf eine Produktseite wird die jeweilige Produkt ID mit seiner Session in Verbindung gebracht. Es kommt also zu einer Art individueller Liste pro Cookie (Nutzer). Diese Liste kann man dem User dann auf unterschiedlichen Seiten durch das dynamische Retargeting wieder ausgeben.

Im Idealfall wird der User durch so eine Art von Anzeige wieder auf euren Shop aufmerksam gemacht und fährt mit seinem Einkauf fort.

Die Grundvoraussetzungen:

Bevor wir uns zu sehr im Detail verlieren, hier einmal die Grundvoraussetzung, die du beherrschen solltest, um dynamisches Remarketing für deinen Shop einzurichten:

Hinweis: Es gibt nicht nur diese eine Möglichkeit! Es ist jedoch für mich persönlich das Einfachste als “Nicht-ITler” gewesen!

1. Google Ads ist eingerichtet (hier)

Wichtig ist, dass du bereits einen Google Ads Account hast, um Werbung zu schalten. Falls du das nicht hast, empfehle ich dir einen Google Ads Account einzurichten. Es gibt unterschiedliche Kampagnenarten, aus denen du auswählen kannst. Eine davon wäre das Displaynetzwerk, um mit dynamischem Retargeting zu starten.

2. Google Remarketing ist eingerichtet (hier)

Sobald du deinen Google Ads Account eingerichtet hast, ist es dringend zu empfehlen, das Google Remarketing Tag einzurichten. Damit wird sichergestellt, dass das Tracking überhaupt stattfindet. Denn nur wer getrackt wird, kommt überhaupt für ein Remarketing in Frage. Dazu siehe auch den vierten Punkt “Google Tag Manager ist eingerichtet”.

3. Google Shopping Feed übers Merchant Center ist angelegt (hier)

Zusätzlich solltest du einen Google Shopping Feed angelegt haben. Dieser Datenfeed ist die Grundvoraussetzung für E-Commerce Shopbesitzer, die über Google Ads Werbung schalten. Wie du deinen Datenfeed mittels WordPress/WooCommerce erzeugst, findest du hier.

Der Datenfeed führt übrigens dazu, dass Google die richtigen Produkte im dynamischen Remarketing ausspielen kann. Im Datenfeed ist die Produkt ID enthalten, welche Voraussetzung für das individuelle Ausspielen ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Shopping Feed anzulegen. Ich nutze dafür ein Plugin, es geht aber auch mit einer einfachen Excel Liste und den wichtigsten Attributen.

4. Google Tag Manager ist eingerichtet (hier)

Natürlich sollte mittels Google Tag Manager (GTM) ein prinzipielles AdWords Conversion Tracking eingerichtet sein. Wenn du dies bereits kannst, dann ist die Einrichtung des Tags für das dynamische Remarketing in wenigen Klicks möglich.

Schritt 1: Remarketing Variablen aktivieren

Gehe in deinen WooCommerce Shop und stelle sicher, dass du die Remarketing Variablen auch in den Data Layer angestellt hast. Die Anleitung für das verwendete Plugin findest du im folgenden Artikel.

Nachdem du dieses Häkchen (siehe oben im Bild) angestellt hast, müsstest du folgende Daten in deinem Data Layer sehen:

Die Variable google_tag_params ist das, wonach wir suchen. Denn darüber haben wir die Möglichkeit auf die relevanten Remarketing-Daten (wie z.B. auf die Produkt ID) zuzugreifen.

Schritt 2: Google Tag Manager

Als nächstes ist es wichtig, eine neue Variable im Google Tag Manager aufzubauen. Die neue Variable wird genau die Variable sein, die wir im Schritt 1 durch das Aktivieren der Daten erhalten haben. Um die Variable anzulegen ist folgendes notwendig:

Gehe zu VARIABLEN > Erstelle dort eine neue eigene Datenschichtvariable und trage dort google_tag_params ein. Damit wird festgelegt, dass wir auf allen unter der Variable geparkten Daten arbeiten dürfen.

Nachdem du die Variable angelegt hast, gib der Variable einen leicht zu merkenden Namen (z.B. Remarketing Daten) und lege nun ein neues Remarketing Tag an.

Gehe dazu zu TAGS und auf NEU und erstelle ein GOOGLE REMARKETING TAG.

Trage deine Conversion ID ein (wenn du nicht genau weißt, wie das funktioniert – hier alles zum Einrichten von Conversions via Google Ads) und füge nun bei DATENSCHICHT VERWENDEN die neu erstellte Datenschichtvariable {{Remarketing Daten}} ein.

Tipp: Hier hilft es auch, wenn du einfach nur die geschweiften Klammern eingibst, denn Google wird dir dann die Auswahl an Variablen anzeigen, aus denen du wählen kannst.

So müsste es nun richtig aussehen:

Veröffentliche dann die neu eingestellten Tags & Variablen.

Testen nicht vergessen

Du kannst dies natürlich noch mal im Vorschau Modus testen. Schau dir dann jeweils erst einmal über eine generelle Seite an, was dein Data Layer liefert. Sind dort die google_tag_params überhaupt sichtbar? Falls ja, klicke dann anschließend auf eine Produktseite und schaue dir die Daten ebenfalls wieder an. Dort müsstest du jetzt neben dem Namen auch die produkt ID sehen.

Als nächstes klicke auf das neu angelegte Remarketing Tag und schaue dir dort die Daten des Tags an. Dort müsstest du folgendes finden:

Schritt 3: ecomm_prodid feuert Werte? Alles korrekt?

Wenn du alles richtig eingerichtet haben solltest, sollte dann innerhalb von 24h dies in deinem Google Ads Account unter ZIELGRUPPENVERWALTUNG > ZIELGRUPPENQUELLEN > GOOGLE ADS TAG sichtbar sein:

Achte darauf, dass Werte für folgende Variable gefunden werden: ecomm_prodid. Die Definition dieser Variable sagt:

Mithilfe des Parameters zur Produktnummer wird dem Nutzer in der dynamischen Anzeige genau das Produkt präsentiert, das er auf Ihrer Website angesehen hat.

Perfekt! Nun bist du nur noch wenige Schritte von deinem dynamischen Retargeting entfernt!

Schritt 4: Einstellungen in Google Ads

Lege nun eine Display Kampagne an, um mit dem dynamischen Retargeting zu starten. Wähle hier unbedingt deinen Datenfeed aus, denn nur damit kann überhaupt eine Ausspielung stattfinden.

Hinweis an alle Ungeduldigen: WARTET MINDESTENS 24h AB, BIS GOOGLE DIE DATEN ERFOLGREICH SYNCHRONISIERT HAT!

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Allgemeine Tipps zur erfolgreichen Einstellung deiner ersten dynamischen Remarketing Kampagne:

Hier noch vier kleine Tipps, um einen guten Start mit deinen dynamischen Remarketing Kampagnen hinzubekommen.

1. Zielgruppenverwaltung & Gültigkeitsdauer:

Je nachdem wie viel Traffic am Tag auf deinen Shop geht, ist es ratsam seine Remarketing Zielgruppen danach aufzubauen. Hast du am Tag nur 10 Besucher, wovon 3 Leute auf einer Produktseite landen, wäre es sinnvoll die GÜLTIGKEITSDAUER deiner Zielgruppe vielleicht nicht auf 7 Tage zu stellen, sondern auf 14 Tage.

Definition Gültigkeitsdauer:

Die Gültigkeitsdauer ist der Zeitraum, für den Nutzer in Ihrer Remarketing-Liste bleiben, nachdem sie mit Ihrem Unternehmen interagiert haben

Aber im Zusammenhang hiermit, wäre noch folgendes zu beachten…

2….Der Conversion Zeitraum:

Wie lange dauert es, bis jemand ein Produkt von dir im Shop kauft? Dauert es meistens einen Tag, da du Impulspreise (<20€) im Shop hast? Oder kann es schon mal 1-2 Wochen dauern? Was du nicht willst, ist es deinen Webseitbesuchern auf die Nerven zu gehen und Ihnen über Monate dieselbe Anzeige zu zeigen, oder?

Deshalb ist es ratsam z.B. Zielgruppen mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern aufzubauen und diese dann miteinander zu kombinieren. Mögliche Gültigkeitsdauern könnten: 3 Tage, 7 Tage, 14 Tage, etc. sein.

Nachdem du die jeweiligen Zielgruppen angelegt hast, ist es ratsam für deine Remarketing Kampagne unterschiedliche Anzeigegruppen anzulegen.

Ich teste immer die unterschiedlichen Zeiträume gegeneinander, stelle aber sicher, dass es einzigartige Zielgruppen sind und keine Überlappung stattfindet: Alle, die ganz frisch – innerhalb der letzten drei Tage – auf deiner Seite waren, kommen in die erste Anzeigengruppe. Erstelle dann die zweite Anzeigengruppe mit allen Besuchern, der letzten 7 Tage, aber schließe hier die Zielgruppe der 3 Tage aus.

Vermeide diesen Fehler beim Ausschließen:

Ich habe leider am Anfang auf der Kampagenen-Ebene die unterschiedlichen Zielgruppen ausgeschlossen, was natürlich dazu geführt hat, dass nur eine Zielgruppe funktioniert hat (und zwar die, die keinen Ausschluss hatte). Achte deswegen insbesondere darauf, dass du auf ANZEIGENGRUPPEN-EBENE die unterschiedlichen Zielgruppen ausschließt.

3. Frequency Capping:

Sicherlich kennst du auch diese eine nervtötende Werbung von Wix über YouTube? Diese eine Wix-Werbung, die dich in JEDEM YouTube Video verfolgt und die du nicht ausstellen kannst. Genau diese Werbung verfolgt mich seit ungefähr drei Jahren mit exakt demselben Inhalt. Ich habe mir deswegen vorgenommen, dass ich niemals im Leben eine Wix-Seite erstellen möchte, da mich die Werbung sooo dermaßen genervt hat. Um das zu verhindern, nutze auf jeden Fall das Frequency Capping bei der Erstellung deiner dynamischen Remarketing Kampagnen. So läufst du nicht Gefahr zum nächsten Wix-Spamer zu werden und verschreckst nicht deine Kundschaft.

Wie häufig sollte eine Remarketing Ausspielung sein?

Hier ist meine Empfehlung einfach mal zu testen. Ich würde vorschlagen, dass du am Anfang eher aggressiv auf die ersten 3-5 Tage gehst, und dann langsam weniger Ausspielungen einblendest. Ich bin mit Werten wie 10x pro Anzeigengruppe pro Monat ganz gut gefahren.

4. Kann ich sehen wie häufig ausgespielt wurde?

Klaro! Das ist eine neue Funktion in den Kennzahlen von Google Ads, die ich dir nicht verheimlichen möchte. Die Kennzahl heißt „Durchschn. Impr.-Häufigk. pro Nutzer“ und ist zu finden, wenn du auf dem KAMPAGNENLEVEL deines Displaynetzwerkes die REICHWEITENMESSWERTE einstellst.

Fazit:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dynamische Remarketing Kampagnen besser als statische Anzeigen im E-Commerce Bereich funktionieren. Dennoch sind die Werte nicht mal annähernd so gut, wie bei Dynamischen Produktanzeigen über Facebook/Instagram. Dort erziele ich meistens ROAS Werte zwischen 3x – 10x .

Dennoch sind dyamische Remarketing Kampagnen eine gute Chance um eine persönliche Wiederansprache von vorhandenen Webseitenbesuchern zu gewährleisten.

So, ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel geholfen habe, viel Spaß beim Einrichten vom dynamischen Produktanzeigen über Google Ads!

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Case Study

Nach vier Iterationsstufen zum Traumkunden & die wichtigsten Learnings

Nach vier Iterationsstufen die richtigen Anfragen über Google-Ads bekommen: Wie ich über 2,5 Monate ein Software-Unternehmen durch vier Optimierungsschleifen begleitet habe und sich dann nach der vierten Optimierungsrunde, die richtigen Ergebnisse eingespielt haben.

Branche: Software-Unternehmen
Ziel: Mehr Anfragen über die Webseite zu generieren

Hintergrund:

Ein Kunde im E-Learning-Bereich kam auf mich zu, um eine Software zu vermarkten, die für unterschiedliche Anlässe verwendet werden kann: Als Quiz-Software, als On-Boarding-Software oder auch generell als Wissensvermittlungsplattform.

Die Herausforderung: Die richtige Anwendungsform der Software in die Vermarktung zu nehmen, dabei nicht in einen Massenmarkt zu geraten, die Klickpreise moderat zu halten und gleichzeitig unterhalb von 1000€ Werbebudget zu bleiben. 

Das Ergebnis: 

Nach drei Google-Ads-Vermarktungsversuchen (Search Ads) und einer LinkedIn-Ads-Kampagne (InMail & News Feed Ads) haben wir es geschafft, die richtigen Kunden zu den richtigen Akquise-Kosten (ca. 100€/Lead) zu beschaffen!

Herangehensweise: 

Erste Iterationsstufe “Eng das Wasser testen”: 

  • Auf Basis der strikten Budgetangaben (1000€ Werbebudget) habe ich Google Ads – speziell Search Ads – als ersten Vermarktungskanal empfohlen.
  • Die Software wurde im ersten Schritt als “Quiz App” vermarktet, da nach einer allgemeinen Keyword-Recherche hier das Wettbewerbsumfeld, sowie die Klickpreise noch moderat (unter 3€) gewesen sind. 
  • Der Vermarktungszeitraum wurde auf 1,5 Wochen angesetzt, so dass wir ausreichende Klicks pro Tag einkaufen konnten.
  • Es wurden verschiedene Variationen des Hauptkeywords hinterlegt – hauptsächlich jedoch Phrase & Exact Match Type Keywords.
  • Es gab “broad match modifier” Keywords wie z.B. +Quiz +App +Anbieter oder +Quiz +App Anbieter, um qualifizierte “Long Tail” Anfrage mit abdecken zu können (Suchvolumen jedoch unter 100 im Monat).
  • FAZIT: Im ersten Versuch gab es nicht genügend Impressionen. Das rührte daher, dass zu wenig Suchvolumen auf dem Thema existiert. Da wir jedoch beim Thema “Quiz App” bleiben wollten, galt es einen anderen Kanal zu nutzen, auf dem die Wahrscheinlichkeit höher war, zu einer Conversion zu kommen. Typisch dafür sind Social Media Ads. In unserem Fall haben wir LinkedIn als weiteren Kanal aufgebaut. 

Zweite Iterationsstufe: „Demand Creation via LinkedIn Ads“

  • Zwei Anzeigenformate wurden hier verwendet: InMail Sponsored Ads & News Feed Ads.
  • Die InMails haben primär dazu gedient verschiedene Botschaften auf den unterschiedlichen Zielgruppen zu testen: Marketing, Vertrieb & Personalwesen. Dies ist relativ einfach in der Targetierung bei LinkedIn auszuwählen. Einfach nach Jobbezeichnung filtern und “aktuell/vergangene” Daten mit einbeziehen.
  • Die besten Ergebnisse haben sich beim Marketing eingespielt, wo die Klickraten sowie Öffnungsraten deutlich besser waren (siehe Bild unten).
  • Daraufhin habe ich eine News-Feed-Anzeige erstellt, um zu schauen, was passieren würde, wenn wir in der prominentesten Platzierung erscheinen. Um die Klickkosten so gering wie möglich zu halten, habe ich das Kampagnenziel “Video Views” verwendet. Hier ist der Vorteil, dass wir relativ viele qualifizierten Menschen erreichen können und nur per Video View – anstatt den teuren Klickpreisen von bis zu 10€ – abrechnen. Ein Video View kostet zur Zeit 0,02€ und wird berechnet, sobald jemand mehr als 2 Sekunden (als Vergleich: Dies ist deutlich kürzer als bei Youtube und Facebook bei 8 bzw. 15 Sekunden) vom Video gesehen hat.
  • Kurz zum Aufbau vom Video: Es gab zum Glück bereits ein vorhandenes Video, das ich für die Vermarktung nutzen konnte. Ein paar kleine Anpassungen habe ich noch vorgenommen (Pattern Interrupt > Spannungsbogen am Anfang aufbauen > Nicht zu lang > Die wichtigsten Vorteile für die Zielgruppe kommuniziert).
  • FAZIT: Es gab eine Anfrage über die Ausspielung des Videos bei LinkedIn. Die Anzeige lief für ca. 200€ Werbebudget und ist die erste Conversion im Laufe des Projektes gewesen. Das Ergebnis war bislang jedoch für mich und für den Kunden noch nicht zufriedenstellend, so dass wir weiter optimieren mussten.

LinkedIn InMail Ads zum Identifizieren, welche Zielgruppe besser passt:

Ausbau der Zielgruppe durch weitere Videos im News Feed:

Dritte Iterationsstufe: „Onboarding App & Google Ads“

  • Gleiches Spiel wie mit der Quiz-App nur mit einem Keyword-Segment, wo etwas mehr Volumen vorzufinden ist.
  • Eine separate Landing-Page wurde dafür eingerichtet, Hotjar gestartet und die Kampagne gestartet. Nach wenigen Tagen gab es die ersten Conversions. Weitere Conversions trafen ein, jedoch stellte es sich im Dialog mit den potentziellen Kunden heraus, dass die Anfragen ungleich dem waren, was die Software bietet. Sprich: Wir haben Anfragen, jedoch müsste sich die Software weiterentwickeln um diese abzudecken. 

Hier die Ergebnisse von diesem Test mit dem Ergebnis: 3 Conversions.

Vierte Iterationsstufe: „E-Learning-Anbieter & Google-Ads“

  • Eine bekannte Strategie im Online-Marketing ist es, von einem breiten Themenfeld in ein sehr enges zu wechseln. Denn: Je enger ein Thema betrachtet wird, desto geringer das Suchvolumen und eigentlich desto höher die Conversions. In unserem Fall sind wir jedoch genau den anderen Weg gegangen: Von zu eng/zu spitzer Fokussierung, zu einem breiteren Themenfeld. 
  • Sprich: Wir sind bei der ersten Iteration “Quiz-App” schnell darauf gekommen, dass hier nicht genügend Anfragen gekommen sind. Wir haben deswegen das Thema etwas gelockert und sind in der zweiten Iterationsstufe von “Quiz-App zu On-Boarding-App” (von ca. 300 Suchanfragen auf 1000+ pro Monat) gewechselt. 
  • Da wir für die Suchanfrage „On-Boarding-App“ jedoch nicht das richtige Produktangebot hatten – da die Kundenwünsche zu speziell waren – mussten wir noch eine Stufe höher gehen: E-Learning-Anbieter (3000-5000 Anfragen pro Monat). 
  • Seitdem wir auf den Begriff E-Learning-Anbieter optimiert hatten, kamen die ersten qualifizierten Conversions nach einer Woche rein.

Die Conversions sind teurer geworden, aber dafür hoch qualifiziert:

Detaillierte Erklärung:

Hierzu möchte ich einmal im Detail erwähnen, wie ich Schritt für Schritt die optimale Kampagneneinstellung über Google Ads eingesteuert habe: 

  1. Recherche der richtigen Keywords rund um das Thema „E-Learning-Anbieter / -Agentur”
  2. Aufbau der neuen Kampagnenstruktur mit einem Gebot von 3€ und Kampagnenbudget von 15€ am Tag.
  3. In der ersten Woche gab es bereits einige Conversion-Impulse (Klick auf wichtige Unterseiten), jedoch konnte ich sehen, dass der Anteil an möglichen Impressionen (Kennzahl im Google Ads Dashboard) nicht annähernd bei 100%, sondern bei circa 50% gewesen ist. Hier war auf jeden Fall noch großes Potenzial! Die fehlenden 50% waren natürlich auf die noch sehr “geringen” Gebote zurückzuführen, denn der Qualitätsfaktor war über 6: Es gab eine optimierte Landing Page, optimierte Anzeigen und die Keyword-Auswahl hatte immer was mit dem Hauptkeyword “E-Learning” zu tun. Ebenso war die durchschnittliche Position unserer Anzeigen bei 3,4. Mein Fazit: Die Gebote müssen erhöht werden!
  4. Erhöhung der Gebote von 3€ auf 8€ und gleichzeitige Erhöhung des Tagesbudget von 15 auf 30€. Erklärung: Da wir die Gebote erhöht haben, war es wichtig, im gleichen Zug das Tagesbudget anzupassen. Wir wollten ja auch ausreichende Klicks am Tag generieren und die Anzeigen sollten nicht zum Mittag hin keine Ausspielung mehr haben.
  5. Durch die Erhöhung an Geboten und Tagesbudget haben wir eine durchschnittliche Position von 1,7 gehabt, sprich: Wir waren relevant und auch sichtbarer geworden! 
  6. Dies führte zu einer erhöhten Zunahme an qualifizierten Conversions, sowohl über das Kontaktformular, als auch als direkte Anfrage über Email & Telefon (in Summe sechs!) 

Fazit:

  1. Alles in allem hat sich der gesamte Testzeitraum auf 2,5 Monate hinausgezogen. 
  2. Es gab durchaus Wochen, wo es frustrierend gewesen ist, da alle Annahmen die man getroffen hatte, nicht gekommen sind.
  3. Das Ausweiten auf andere Kanäle hatte erste positive Impulse gezeigt, jedoch blieben die Conversions in Relation zum Werbebudgt aus. LinkedIn ist aktuell beispielsweise nur für höhere Werbebudgets zu empfehlen. 
  4. Alles führt wieder zurück auf Google Ads und dort speziell Search Ads. 
  5. Wichtig war es durchzuhalten und so lange zu optimieren, dass die ersten qualifizierten Anfragen reingekommen sind (das war in der zweiten Iterationsstufe, als wir gemerkt haben, dass die Software nicht das konnte, was erforderlich war).
  6. Es gilt zusätzlich noch die Kennzahlen im Google Ads Dashboard zu verstehen und die notwendigen Parameter zu verändern, um noch bessere Ergebnisse zu sehen (Wie viel Budget am Tag und welcher Klickpreis ist okay). 

Ich hoffe dir hat diese Case Study geholfen und du kannst das Wissen für deine Kampagnen oder Kundenprojekte nutzen.

Lass mich deine Gedanken dazu wissen: Habe ich was übersehen oder hätte ich frühzeitiger auf Signale achten sollen?

 

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Case Study

Wie ein Sportevent in Hamburg durch Google & Facebook Ads einen 16-fachen Return on Ad Spend erzielen konnte

Sportevent

Wie ein Sportevent aus Hamburg durch Google- & Facebook-Ads einen 16-fachen Return on Ad Spend erzielen konnte und ab der ersten Sekunde mit bezahlter Werbung profitabel gewesen ist.

Ein traditionelles Sportevent kam auf mich zu, da der Veranstalter gewechselt hatte und sie Hilfe bei der Vermarktung des Sportevents benötigten. Die Ausgangssituation war für die Verhältnisse eines Performance-Marketing-Freelancers sehr gut:

  • Bis Dato wurde keine bezahlte Werbung schaltet
  • Ticketverkäufe gingen ausschließlich über SEO, lokale Werbung & Word-of-Mouth
  • Es ist ein sehr leidenschaftliches, eingeschworenes Publikum, das bereits über Generation das Event besucht

Das Ziel war es im Zuge von Online-Werbung eine jüngere Zielgruppe anzusprechen und Verkäufe über Online-Kanäle zu forcieren.

Die Herausforderung bestand darin, dass kein Werbe-, Bild- und Videomaterial aus den Vorjahren verwendet werden durfte. Es musste alles absolut neu aufgebaut und zusammengesucht werden. Wir sind bei null gestartet.

Es gab ebenso auch keinen SEO-Traffic, da die Webseite unter einer neuen URL angelegt worden ist. Sie hatte zum Zeitpunkt der Übernahme nicht mehr als 1-2 Impressions am Tag.

Positiv: Die „Offline“-Kontakte existierten, es gab Telefonnummern von unterschiedlichen Partnern, die jedoch erstmal aktiviert werden mussten und im Idealfall auch alle Verlinkungen zu dem damaligen Event auf das neue Event setzen würden.

Die folgende Strategie habe ich für das Event ausgearbeitet & umgesetzt und konnte folgende Ergebnisse liefern:

Zusammenfassung Google Ads Account:

Google Ads

Zusammenfassung Facebook Ads Account:

FB Ads

Zur Online-Marketing-Strategie:

Die Strategie habe ich auf die unterschiedlichen Customer-Journey-Phasen aufgeteilt. Es ist klar, dass am Anfang nur wenige Ticketverkäufe stattfinden und in der Awareness-Phase (Monat 1 – 4) erst einmal die emotionale Verknüpfung wieder hergestellt werden muss. In der Consideration-Phase (Monat 5 & 6) wird dann das Publikum, was nun über Monate mit den unterschiedlichen Anzeigen bespielt worden ist, das erste Mal abgeschöpft. Letztendlich gilt es hier, da es ein lokales Event ist, das größtmögliche Einzugsgebiet für die Anzeigen zu berücksichtigen. Aber kommen wir nun mal zu den Monaten und was dort passiert ist:

  • Monat 1 – “Vorhandene Verbindungen nutzen”:
    • SEO: Backlink-Aufbau, Indexierung über Google-Search-Console sowie UX/UI-Optimierung der Webseite
    • SEA: Audience-Aufbau durch YouTube Pre-Roll & Discovery sowie Search-Ads
    • Social Media: Audience-Aufbau durch diverse Video-View-Kampagnen (Stock-Material & On-Location-Videos) und verlängern von einigen Beiträgen, die auf der Fan-Seite geschrieben wurden (Boost Posts aber via Werbeanzeigenmanager)

Der Ad Spend im Monat 1 lag bei ungefähr 1000€ und ich konnte bereits einige Conversions verzeichnen, da wir ein Early-Bird & Valentinstags-Special beworben haben. Das Ziel mit der ersten Kampagne war es, alle zu aktivieren, die generell die letzten Jahre dabei gewesen waren und geplant hatten, noch mal zu kommen. Die FB-Fan-Page wuchs durch die Kampagne auf 1000 Follower und das Conversion Tracking hat auch über alle Plattformen die richtigen Werte ausgewiesen.

  • Monat 2-4 – “Das, was funktioniert hat, ausbauen!”:
    • Ausbau der oben stehenden Dinge – alles noch OHNE Retargeting – um zu schauen, wie viel % bereits Tickets gekauft haben.
    • Wichtig vorher war auch zu schauen, wann für so ein Event die “Peak Season” / das Suchvolumen am höchsten ist. Spätestens zu dem Zeitpunkt, sollte die organische Auffindbarkeit für die Hauptkeywords am höchsten sein: In diesem Fall war es Juli.

Bei einer Sportveranstaltung kommen diverse Zielgruppen zusammen. Diese gilt es erstmal zu verstehen, um über Social-Media-Ads, die richtigen Botschaften zu erstellen und die Leute richtige abzuholen.

Beispiel: Für ein “Volleyball-Event” gäbe es die folgenden Interessengruppen:

  1. “Volleyball” Lover – Komplett in der Volleyball-Szene verankert. Targeting: Volleyball, Stars/Promis in der Nische, bestimmte Volleyball-Events im Jahr, bestimmte Zeitungen oder auch Marken, die in der Szene bekannt sind
  2. Sports Fan – Einfach nur generell sportbegeisterte. Targeting: Generelles Targeting wie z.B. Volleyball, Fußball, Tennis, Hockey…
  3. The Patriot – Jemand, der sehr interessiert an Spielern oder Vereinen ist, die sein Land repräsentieren. – Targeting: z.B. WM / EM…
  4. Social Fan – Jemand, der die Stimmung des Events, wie z.B. Fußball WM in Deutschland, liebt – Targeting: Name vom Sportevent PLUS viel in Bildern / Videos genau auf den sozialen Aspekt kommunizieren.
  5. Two Week Fan – Jemand, der genau nur zwei Wochen im Jahr voll dabei ist und während der Zeit sehr tief mit im Geschehen verwurzelt ist. – Targeting: Lookalikes & ggfs. ein bis zwei Interessen und dann aber in der Region (80 km Radius)
  6. Passive Fan – Jemand, der nur von seinem Bekanntenkreis zum Event mitgezogen wird, der aber kein so großes Interesse am Event hat. – Targeting: Keins. Das wird über das Umfeld geregelt.

Für die ersten vier Monate zielte die Kommunikation ausschließlich auf die ersten zwei Gruppen ab und der Rest wurde dann innerhalb der letzten 30 Tage angesprochen.

Die organische Sichtbarkeit ist für die ersten vier Monate – durch hauptsächlich Backlink-Aufbau & Low-Budget-Search-Ads – hier zu sehen. Hier ist wichtig: Qualitative Backlinks nutzen und dem ganzen Zeit geben.

Monat 5 & 6 – “Abschöpfen”:

  • Aufgrund des Zielgruppen-Aufbaus, der in den ersten 4 Monaten geschehen ist, konnte ich eine extrem große Audience an qualifizierten Pixel / Cookies erstellen. Jeder der über eine Anzeige oder ein Video auf unsere Homepage gekommen ist, ist ein Teil dieser Audience geworden.
  • Die Kriterien, die ich für die unterschiedlichen “Custom Audiences” genutzt habe, waren:
    • Facebook:
      • Custom Audience für alle Webseitenbesucher
      • Custom Audience für alle Facebook-Fan-Page- & Instagram-Interaktionen
      • Custom Audience für Video-Viewer über 25%, 50%, 75% und 95%
      • Lookalikes 1-5% aus allen, die im Warenkorb gelandet sind, sowie alle erdenklichen Zielgruppen, die über 1000 Pixel gesammelt haben (ist super für einen Splittest).
    • Google:
      • Website-Visits
      • Alle, die auf der Home-Seite waren, aber nicht auf der Warenkorb Seite PLUS nichts gekauft haben
  • Insgesamt bin ich auf circa 100.000 verschiedene Cookies & Pixel Daten gekommen, die ich, sobald ein wichtiges Annoucement zum Event gekommen ist, sofort auf die bereits aufgewärmte Audience geschickt habe.
  • Über Facebook- & IG-Ads wurden alle organischen Beiträge geboostet, die sehr gute Signale (mehr Interaktionen als 95% der anderen Posts) aufgewiesen haben, jedoch ohne wirkliche Conversion-Absicht. Das Ziel war nur das „nurturing“ der bereits aufgewärmten Zielgruppe.
  • Im Google-Ads-Bereich habe ich neben den typischen Suchnetzwerkanzeigen nun eine Dynamic Seach Ads (DSA) aufgebaut. Dieser Typ von Kampagne nutzt jegliche Informationen auf den Unterseiten der Homepage und spielt diese dann dynamisch auf Basis einer „breiten“ Sucheinstellung aus. Ich habe natürlich alle Unterseiten mit „Impressum“, „Datenschutz“, etc. ausgeschlossen, so dass die Hauptseiten durch den zusätzlichen Traffic profitieren konnten. Im Suchnetzwerkbereich wurden neben den „phrase & exact“ Match Types nun „broad“ Keywords mit hinzugenommen, mit dem Ziel noch mal mehr qualifizierten Traffic auf die Seite zu bekommen.
  • Die Strategie stellte sich als extrem lukraktiv heraus und es gab einen super boost an harten Conversions (Ticketverkäufe) in den letzten beiden Monaten (siehe Bild unten).
  • Zu guter letzt wurde dann noch eine Display-Remarketing-Kampagne als Test angestellt. Diese ist aus meiner Sicht die schwierigste im Google-Ads-Bereich, da die CTRs und die Chancen auf harte Conversions sehr gering sind. Viele sagen, dass es fürs Branding gut ist, aber ich hatte bis jetzt nur mäßige Erfolge damit gehabt….bis ich in diesem Projekt, eine andere Art von Zielgruppensegmentierung genutzt habe: Es stellte sich heraus, dass durch die smarte Verwendung der Zielgruppen, hier noch mal extrem viel Potenzial abgeschöpft wurde. Das ist darauf zurückzuführen, dass ich die Aufenthaltsdauer der Cookies in einigen Zielgruppen begrenzt habe. Sprich: Ich habe eine Google-Ads-Zielgruppe aufgebaut für User, die maximal nur 3 Tage in der Gruppe bleiben, dann 5 Tage, dann 14 Tage und diese gegeneinander laufen lassen! Was hier am besten funktioniert hat, kommt in einem separaten Beitrag.
  • Hier aber erstmal der “breakdown” der einzelnen Google-Ads-Kampagnen:

Search Ads Gesamtverlauf:

Dynamic Search Campaign:

Remarketing:

Ein Hinweis: Die Anzahl an Conversions ist extrem hoch, da ich jeden Schritt im Checkout vertaggt habe (Hier findest du mehr dazu) – bitte deswegen nicht wundern!

Social-Media-Ads:

Für die Social-Media-Ads gab es in den letzten 30 Tagen Hardcore-Retargeting auf alle Menschen, die irgendeine Interaktion mit dem Event gehabt haben: Das bedeutet sowohl Video-Views ab 25% oder einmal nur die Webseite besucht. Schau dir diese Traumwerte im Retargeting an:

Traumwerte FB Ads

Wichtige Frage ist natürlich auch, welche Plattform (Facebook vs. Instagram) besser performt hat, hier der Vergleich über die gesamte Laufzeit. Facebook hat hier die Plattformen selbst optimiert:

Welche Platzierung nun am erfolgreichsten gewesen ist, findest du hier:

Die Leute wurden bis circa zur Frequenz 3-5 mit unterschiedlichen Anzeigen / Botschaften bespielt und darüber wurden noch mal ordentlich Conversions erzeugt.

Insgesamt kann ich zur Vermarktung folgendes Fazit ziehen:

  • Search-Ads haben Social-Media-Ads in der direkten harten Conversion und im Return-on-ad-spend klar geschlagen.
  • Der Branding-Effekt durch die Social-Media-Ads ist aber deutlich höher gewesen, als bei den Search-Ads, so dass die direkten Zugriffe auf die Webseite kontinuierlich gestiegen sind.
  • Die Ausgangssituation war für Social-Media-Ads sehr mies, da es kein Material gab. Alles musste neu aufgebaut werden, so dass hier viel Zeit in Anspruch genommen wurde.
  • Der Vorteil an diesem Event war es, dass es eine sehr lange Tradition hat, und nur durch den neuen Namen, die neue URL und die neuen Betreiber, das Re-Branding hauptsächlich forciert werden musste.

Ich hoffe, die Info hat dir geholfen!

Viele Grüße,

Khang

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Case Study

Wie diese Kampfsportschule mit Google & Facebook Ads in zwei Monaten 23,6-fachen Return on Ad Spend erzeugt hat

Wie eine Kampfsportschule aus Hamburg mit Google- & Facebook-Ads zu mehr Probetrainings-Schülern gekommen ist.

Feedback vom Kunden hören >

Ein lokales Unternehmen online zu vermarkten, das ausschließlich auf Laufkundschaft, Weiterempfehlungen und Flyer angewiesen war, ist eine kleine Herausforderung.

Die Schwierigkeit besteht darin, erstmal den Unterschied in der Kundenakquise im On-/Offline-Bereich zu verstehen.

Fakt ist: Wenn ein Unternehmen bereits offline positive Tendenzen aufweist, ist es ein leichtes diese in die Online-Welt zu überführen.

Eine Kampfsportschule hat da gewisse Vorteile: Man kommt tagtäglich mit den Schülern in Berührung, kann sehr schnell qualifizierte Aussagen einsammeln und diese dann für das Online-Marketing zu nutzen. Dazu mehr im Folgenden.

Schritt 1: Mehr über den Gemütszustand der Schüler erfahren

Die folgenden grundlegenden Fragen würde ich jedem empfehlen, um herauszufinden, welche Gedankengänge deine Kunden VOR der Buchung deiner Dienstleistung im Kopf hatten. Was haben sie für innere Dialoge geführt? Wonach haben sie genau gesucht?

Stelle diese drei Fragen:

  • Beschreibe dein Leben vor dem Besuch unserer Schule? Was hattest du für Probleme und tägliche Herausforderungen?
  • Wie ist dein Leben jetzt, nachdem du hier Schüler geworden bist?
  • Was würdest du deinen Freunden, Verwandten erzählen, wenn du diese Kampfsportschule weiterempfehlen würdest?

Die Antworten auf die Fragen reichen völlig aus, um sich ein sehr gutes Bild über die Ausgangssituation eines „Traum-Kunden“ zu verschaffen. Ebenso wird auch deutlich, wie sehr der Unterricht deinen Schüler positiv verändert hat (Transformation). Und letztendlich ist es wichtig zu verstehen, was zufriedene Schüler ihren engsten Freunden oder Verwandten erzählen würden, um die Kampfsportschule „positiv“ zu vermarkten.

2. Die Botschaften in die relevanten Plattformen bringen

Da du nun nach den Umfrageergebnissen ein gutes Verständnis davon hast, was in den Köpfen deiner Traumkunden vor sich geht, gilt es jetzt daraus Werbebotschaften zu erstellen. Ich liste hier mal einige Top-Herausforderungen auf, die wir innerhalb weniger Tage in aggregierter Form erhalten haben:

  • „Ich möchte mehr Selbstbewusstsein haben.“ – „Mein Selbstwertgefühl steigern.“
  • „Work/Life: Ich möchte eine Balance in meinem Leben finden.“
  • „Ich möchte mein Stress-Level reduzieren.“

Nun kennen wir die Motive/Ziele des Traumkunden, aber wissen noch nicht, wie dieser wirklich aussieht. Denn: Die Herausforderungen können vollkommen vom Alter – also der Demografie – losgelöst sein. Im Online-Marketing ist es extrem wichtig in der Sprache der Zielgruppe zu sprechen.

Deswegen müssen wir uns Gedanken über die richtigen Zielgruppen machen. Denn ein Kind mit 4 Jahren wird wohl kaum Stress im Beruf haben, sondern eher langsam mit dem Selbstbewusstseinsaufbau konfrontiert werden.

Es gibt mindestens drei Ansätze, um dies herauszufinden:

  1. Wir fügen bei den oben gestellten Fragen noch Alter und Geschlecht mit hinzu.
  2. Wir geben bei Google in die Suchleiste einfach “Kampfsport” ein und warten auf die Auto-Suggests. ODER
  3. Wir denken – in dem Fall geht es – logisch über die unterschiedlichen Zielgruppen nach.

Wenn wir 3.) nehmen und logisch darüber nachdenken, gibt es eigentlich nur 3 unterschiedliche Zielgruppen, die wir für die ersten Kampagnen nutzen werden:

  • Kinder (männlich & weiblich) – Selbstbewusstsein steigern
  • Frauen – Selbstbewusstsein / Selbstwertgefühl + Stress reduzieren
  • Männer – Work/Life Balance + Stress reduzieren

Wichtig an der Stelle: Man kann hier unendlich tief ins Detail gehen und unendlich viele Unterkategorien ausarbeiten. Für uns war wichtig, dass wir schnell zu einer Annäherung gekommen sind, um direkt zu starten. Denn mit der Zeit und unendlichen Feedbackschleifen vergeht einem die anfängliche Motivation und Lust. Also: Schnell loslegen & Ergebnisse erzielen!

3. Auswahl des richtigen Kanals

Nun gilt es den richtigen Kanal zu nutzen, um die Botschaft an die richtige Zielgruppe zu bringen. Klar ist, dass SEO (Suchmaschinenoptimierung & Youtube) nebenbei im Unternehmen laufen sollten. Falls das nicht der Fall ist, wäre das nach der Erstellung der ersten Werbekampagnen unbedingt das Ziel. Denn: Die Vermarktung auf den unterschiedlichen Plattformen, wie Facebook & Google, wird mit der Zeit nicht günstiger! Deswegen sollte in irgendeiner Form sichergestellt werden, dass kontinuierlich Besucher auf die Webseite kommen. Wir starten hier bereits mit SEO optimierten Blog-Beiträgen, die auch in Youtube-Videos münden und nutzen alle Social-Media-Kanäle (Instagram und Facebook), um dort den Content “anzuteasern”.

Erster Traffic-Kanal: Google Ads / AdWords

Der wichtigste Startpunkt in der Vermarktung eines Unternehmens ist es, mit SEA (Search Engine Advertising – Google Ads) anzufangen.

Warum? Keine Werbeplattform liefert so solide Ergebnisse wie Anzeigen auf Google Ads!

Fragen, die bei Google in die Suchmaske eingegeben werden, sind so extrem qualifiziert und suchen in den meisten Fällen immer nach einer Lösung. Das kann ein Produkt oder eine Dienstleistung sein.

Schritt 1: Search Kampagne mit 3 Anzeigengruppen

Ich starte immer mit einer Suchnetzwerk-Kampagne, da ich sicherstellen möchte, dass wir erstmal für alle qualifizierten Suchbegriffe auftauchen. Eine sehr qualifizierte Suchanfrage ist, wenn sie mehr als 3 Wörter beinhaltet. Ein Beispiel: Selbstverteidigung für Frauen Altona.

Hier wissen wir genau, was die Person möchte!

Als nächstes habe ich basierend auf der Zielgruppe diverse Anzeigengruppen aufgebaut:

  • Für Kinder
  • Für Frauen
  • Kampfsport allgemein

…und dafür dann die Werbetexte geschrieben. Wichtiger Hinweis: Du kannst pro Anzeigegruppe neue Werbetexte schreiben. Die Anzeigegruppen können unterschiedliche Gebote haben, aber sie teilen das Budget von der Kampagne,worunter sie geparkt sind.

Hier ein Auszug aus einer Anzeigengruppe und die dazugehörigen Anzeigen mit der entsprechenden Conversion. Dies wird natürlich mit der Zeit verfeinert.

Ein Wort zu den Ad-Texten

Es empfiehlt sich in die Anzeigen immer die Umfrageergebnisse mit aufzunehmen. Dafür haben wir sie ja eingesammelt. Ebenso ist auch wichtig auf Basis von Suchvolumen zu schauen, was häufig erwähnt wird. Da haben wir oben ja die Übung mit der Zielgruppe gemacht. Ganz häufig wurde in dem Zusammenhang auch “KINDERTRAINING” gesucht, so dass es überall mit auftaucht.

Targeting: Wo & wie ausspielen?

Nachdem ich die Anzeigengruppen mit den jeweiligen Texten und Keywords versehen habe, habe ich eine Liste an Negativen Keywords definiert, die ich auf Basis der Keyword-Recherche erstellt habe. In der Liste sind z.B. Suchbegriffe wie „Bekleidung“, „Definition“ und Stadteile von Hamburg mit enthalten, wo das Unternehmen nicht ansässig ist. Das führt mich auch zu dem Targeting: Wo sollte die Anzeige ausgespielt werden?

Es macht auf jeden Fall keinen Sinn, dass die Anzeige deutschlandweit ausgespielt wird – die Schule sitzt nämlich in Hamburg Altona. Ich habe deswegen den Standort eingegrenzt und habe um den Bezirk Altona einen 8 Kilometer Radius gezogen. Klar ist, dass innerhalb des Standortes Suchanfragen auch für Schulen nachgefragt werden, die außerhalb des Standortes liegen. Ein Beispiel wäre: Kampfsportschule Bergedorf (im Osten von Hamburg). Denn wenn jemand eigentlich aus Bergedorf kommt, aber in Hamburg Altona +8km arbeitet, kann man dies nur auf Basis von negativen Keywords später rausfiltern oder im Vorfeld alle Stadtteile mittels Recherche rausnehmen.

Google Maps als geheimer Marketing Kanal

Nach dem Aufsetzen der Suchnetzwerkanzeige, habe ich zusätzlich noch eine Smarte Kampagne über Google My Business gestartet. Dies garantiert, dass wir auch für relevante Suchbegriffe u.a. bei GOOGLE MAPS erscheinen. Als Vergleich: Die Smarte Kampagne ist im direkten Vergleich zur Suchnetzwerkkampagne nicht gleich stark, hat aber auch zu 50% der Anmeldungen geführt, jedoch bei deutlich weniger Werbebudget! Wir haben also eine geheime Marketingquelle, wo wir Anmeldungen einkaufen, die günstiger sind, als in den Hauptkanälen!

Weitere Kampagnen im Test: Always keep testing!

Was wurde zusätzlich noch aufgebaut;

  • Eine Remarketing-Kampagne über das Displaynetzwerk
  • Diverse Facebook Ads: Sowohl fürs Retargeting als auch für Lookalikes & interessensbezogene (Kampfsport, Sport, Judo, Teakwondo, etc.) Zielgruppen auf eine komplett kalte Zielgruppe
  • Eine YouTube Anzeigensequenz als Test, die sich als Basis an allen Google Cookies bedient (Zielgruppen: War auf der Homepage, aber war nicht auf der Seite /Probetraining, etc.)

Die Ergebnisse dazu werden dann in einem Update dieses Artikels erscheinen.

Der aktuelle Budget-Split:

Da ich mich hauptsächlich auf KMUs spezialisiert habe, mit extrem strengen Budgetrestriktionen, habe ich folgenden Split gewählt:

  • Google Ads: ca. 30€ / Tag, wobei mind. 15€ auf die SEARCH Kampagne fallen
  • Facebook Ads: ab und an 10-15€ am Tag zum Retargeting
Ergebnisse:

Wie oben bereits im Bild gezeigt:

  • Im ersten Monat wurden Probetrainings rein auf Google Ads für ca. 26€ abgeschlossen. Es wurde an der Landing Page Conversion Rate gearbeitet und es wurden Texte geschrieben, sowie an der Strategie gefeilt.
  • Im zweiten Monat wurde das Werbebudget angepasst und skaliert, was sehr gut funktioniert hat.
  • Im ersten Monat gab es durch die reingekommenen Probetrainings 2 Abschlüsse. Im zweiten Monat wurden über 10 Verträge geschlossen.
  • Positives Feedback gab es im Probetraining aufgrund der neu gestalteten Landing Page (wir haben viel mehr Videos eingebettet und uns auf die Unternehmens-DNA fokussiert).
  • UPDATE 04.08.2019: Aus den 39 Probestunden wurden 12 Verträge, was bei einer Laufzeit von mindestens 12 Monaten einen Umsatz von 8640€ eingebracht hat. ROAS: 9,1
  • UPDATE 12.08.2019: Aus den 39 Probestunden wurden 22 Verträge, was bei einer Laufzeit von mindestens 12 Monaten einen Umsatz von 22.360€ eingebracht hat. ROAS: 23,6

Wie es weiter geht, kommt in einem neuen Beitrag.

Ich hoffe, dir hat diese Case Study geholfen und ich freue mich natürlich immer über Feedback!

Viele Grüße aus Hamburg

Khang

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Fortgeschritten

Retargeting / Remarketing mit Google Ads

Deine erste Google Ads Kampagne steht und du hast womöglich 1-2 Optimierungsschleifen durchgeführt, um endlich die ersten Conversions einzufahren: Negative Keywords eingerichtet, einige Anzeigentexte neu geschrieben und vielleicht ein paar Zielgruppen pausiert. Nun bist du bereit die nächste Optimierungsstufe deiner Google Ads Kampagnen anzugehen und dich beschäftigt seit Tagen das RETARGETING mit Google Ads.

Klar, die Vielzahl an Möglichkeiten erschlägt einen mal wieder, so dass du dir wünscht, einmal strukturiert durchgeführt zu werden?

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie ich Retargeting für mich und meine Kunden gestalte und wie du dies in Google Ads einrichtest bzw. einfach übernehmen kannst!

Auch lesenswert: Tutorial – Dynamisches Remarketing mit Google Ads >

Grundlagen: Was bringt RETARGETING eigentlich?

Retargeting oder auch Remarketing (Synonyme! Retargeting ist eher mehr bei Facebook Ads in der Verwendung und Remarketing bei Google Ads) ist die Wiederansprache jeglicher Besucher deiner Webseite durch (zusätzlich) bezahlte (!) Kampagnen.

Retargeting kann auf zwei Arten geschehen:

  1. Du hast vorhandenen organischen Traffic und spricht diesen wieder an.
  2. Du hast Traffic über Google oder Facebook eingekauft und möchtest diesen erneut ansprechen.

Zu 1.): Diese Ausgangslage ist womöglich das Beste, was dir passieren kann! Du hast SEO-optimierte Unterseiten die Traffic auf deine Seite bringen und du bezahlst KEINEN einzigen Pfennig dafür, dass Leute auf deine Seite kommen. Hinweis: Wenn du dir die Klick-Kosten anschaust, wofür du “rankst”, dann kannst du dieses Geld gedanklich für relevantere Kampagnen, wie das Retargeting, sofort reservieren! Alles was du dafür benötigst, findest du im folgenden Beitrag von mir und es fängt mit der Einrichtung von Retargeting-Zielgruppen an.

Zu 2.): Circa 70% meiner Kunden sind in dieser Ausgangssituation unterwegs: Die Kunden haben z.B. eine neue Produktsparte, eine neue Landing Page oder sogar eine komplett neue Homepage, welche natürlich keine organischen Webseitenbesucher mit sich bringt. Hier müssen wir zwangsläufig die ersten Webseitenbesucher durch das Aufsetzen von z.B. Google Ads Kampagnen auf die Seite bekommen, nur dann können wir diese – basierend auf Ihrem Verhalten auf der Webseite – wieder erneut. sowie gezielter mit Werbeanzeigen ansprechen!

Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Retargeting mit Google Ads:

So, du willst sicherlich direkt in die Umsetzung springen, oder? Wie setzen wir jetzt am geschicktesten deine erste Retargeting Kampagne auf und vor allem, was gibt es eigentlich für Möglichkeiten bei Google Ads, um Retargeting Kampagnen aufzusetzen?


1. Get-the-damn-basics-right: Retargeting TAG einrichten!

Ja, richtig! Dafür solltest du – wenn nicht schon erledigt – einen separaten Tag einrichten!

Dies geschieht analog, wie du es für dein Conversion Tracking mittels Google Tag Manager für Adwords eingerichtet haben solltest. Falls du dies noch nicht getan hast, gehe bitte zu diesem Beitrag von mir zurück und schaue dir an, wie du deine Seite vernünftig mit Hilfe des Google Tag Managers einrichtest:

Hinweis: Die prinzipielle Einrichtung des Google Tag Managers findest du hier >

Für alle anderen…

…ich gehe nun davon aus, dass du die Grundlagen des Adwords Conversion Tracking sowie den Google Tag Manager kennst?

Gut!

Dann gehen wir in das Google Adwords Dashboard und wählen dort die Zielgruppenverwaltung aus.

Sobald wir dort angekommen sind, wähle bitte auf der linken Seite ZIELGRUPPENQUELLEN aus und wähle das Google Ads-Tag!

Fahre nun mit der Installation fort, indem du den Code vom Remarketing Tag nutzt und diesen im Google Tag Manager einpflegst.

Wichtig ist, dass dein Remarketing Tag – analog Google Analytics Tag oder Facebook Pixel – standardmäßig auf ALLEN Seiten feuert! Dafür nutzt du den Trigger „Alle Seiten“ oder “All Pages”, welcher standardmäßig als einziger Trigger mit im GTM zur Verfügung gestellt wird.

Danach nicht vergessen auf „VERÖFFENTLICHEN“ zu klicken und VOILA: Dein Remarketing Tag ist bereit zum Einsatz und kann nun fleißig Daten sammeln!

2. Die “Zielgruppenverwaltung” als GRUNDLAGE für den Erfolg von Retargeting Kampagnen

An aller erster Stelle soll erwähnt sein: Retargeting ist nicht so einfach wie bei Facebook oder Instagram Ads, da sich das Retargeting anhand der Kampagnen-Arten (Search / Display / Youtube) stark voneinander unterscheidet.

Wichtig für dich zu verstehen ist, dass du dich basierend auf der Zielgruppengröße erst für manche Kampagnenarten qualifizierst!

Einmal kurz in Zahlen: Retargeting Ads für Search Kampagnen wären z.B. erst ab einer Zielgruppengröße von 1000 Cookies möglich! Dazu später aber mehr (Punkt 3).

Wo legst du nun deine Zielgruppen fest?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Im Google Ads Dashboard
  2. In Google Analytics

Zu 1.): Remarketing Listen in Google Ads einstellen:

Gehe nun im Google Ads Dashboard oben auf TOOLS und klicke auf ZIELGRUPPENVERWALTUNG. Dann müsstest du zu so einer Übersicht gelangen:

Du solltest von Google eigentlich automatisch eingerichtete Zielgruppen haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann erstelle bitte deine erste Zielgruppe. Dies ist wahrscheinlich deine größte Zielgruppe, da wir eine Zielgruppe erstellen, die alle Besucher enthält, die auf irgendeiner deiner Seiten unterwegs waren. Klicke auf das „+“ und erstelle eine Zielgruppe für alle Webseitenbesucher.

Hinweise zur Übersicht: Du siehst da einmal über alle Marketing-Plattformen die Anzahl an Nutzern (Cookies) auf die du wieder zugreifen könntest, wenn du diese Zielgruppen verwenden würdest. In der Regel sind die wenigsten bei GMAIL und die meisten im Display-Bereich unterwegs. Es hängt auch immer davon ab, wo deine Startkampagnen eingesteuert werden. Hast du z.B. ausschließlich Suchnetzwerkkampagnen, dann wirst du dort zumindest an erster oder zweiter Stelle die meisten Nutzer sehen.

Gib dort deine Webseiten-URL ein und stelle das Auswahlkriterium so ein, dass es „ENTHÄLT“ aufweist. So gewährleistest du, dass alle Unterseiten mit berücksichtigt werden.

Hinweis: Du könntest jetzt in den fortgeschrittenen Bereich weiter gehen und dir pro UNTERSEITE oder KATEGORIE eine Zielgruppe erstellen und diese dann später nutzen. Das hat den Vorteil, dass du eine präzisere Zielgruppe nimmst und diese mit präzisieren Ads bespielst, so dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, eine harte Conversion zu erzeugen. Ich möchte dir aber in diesem Beitrag erstmal die größte Remarketing Chance sowie das Prinzip erklären und beschränke mich erstmal auf die Zielgruppe „Alle Webseitenbesucher“.

Dies ist vor allem bei SEARCH Kampagnen relevant, da wie oben beschrieben, erst ab einer Größe von 1000 Cookies überhaupt damit gearbeitet werden kann.

Zu 2.): Remarketing Liste in Google Analytics einstellen:

Ich setze hier voraus, dass du deinen Adwords Account erfolgreich mit Analytics verbunden hast?

Wenn du nicht weißt wie das geht, kannst du dies in Analytics unter VERWATLUNG -> PRODUKTVERNÜPFUNG -> GOOGLE ADS-VERKNÜPFUNG einstellen. Hier ein quick Tipp:

Wichtig ist hier, dass du die Verknüpfung auch im Google Adwords Dashboard bestätigst.

Im gleichen Feld findest du etwas weiter unten auch das, worauf ich hinaus wollte: Die Zielgruppendefinition. Klicke dort drauf und wähle ZIELGRUPPEN. Du gelangst dann zu diesem Bildschirm:

Gehe den geführten Prozess von Google Analytics zur Erstellung der Remarketing Zielgruppe durch und wähle danach dein Adwords-Konto aus.

Dafür wollten wir ja auch letztendlich die Zielgruppen aufbauen.

Wenn du diesen Vorgang abgeschlossen hast, sollte deine Zielgruppe im Adwords Dashboard zu sehen sein. Oftmals kommt es vor, dass die falsche Datenansicht gewählt worden ist, oder dass Google Analytics nicht ordentlich verknüpft wurde. Dies solltest du im Hinterkopf behalten, falls es mal nicht nach Plan gehen sollte.

Zwischenfazit, bevor wir loslegen:

Sehr gut! Du hast verstanden, dass es notwendig ist, für das Retargeting ebenfalls ein Conversion Tag mit einzurichten, und dass der gesamte Erfolg einer Remarketing Kampagne einzig und allein auf der Zielgruppendefinition basiert.

Jetzt können wir starten und deine Zielgruppen für die ersten Remarketing-Kampagnen nutzen!

3. SEARCH oder DISPLAY: Deine erste Remarketing-Kampagne einrichten

Es gibt eigentlich nicht viele Routen, die du fürs Retargeting einschlagen kannst. Um es kurz zu sagen: Entweder du fügst deinen aktiven Kampagnen die neu aufgebaute Retargeting-Zielgruppe hinzu oder du erstellst eine neue Kampagnen. Eine zweite Sache beschränkt zusätzlich deinen Handlungsspielraum: Die Anzahl an Cookies, die in deiner Remarketing Zielgruppe angezeigt wird.

Google beschreibt das so und legt dir eine Mindestanzahl an Besuchern pro Kampagnenart fest:

  • Google Displaynetzwerk: Mindestens 100 aktive Besucher oder Nutzer innerhalb der letzten 30 Tage 
  • Google Suchnetzwerk: Mindestens 1.000 aktive Besucher oder Nutzer innerhalb der letzten 30 Tage
  • YouTube: Mindestens 1.000 aktive Besucher oder Nutzer innerhalb der letzten 30 Tage
  • Gmail: Mindestens 100 aktive Besucher oder Nutzer innerhalb der letzten 30 Tage im Displaynetzwerk

Also… wenn du mehr als 1000 Cookies auf “SEARCH” gesammelt hast, steht dir das gesamte Retargeting Sortiment von Google Ads (Stand: 22.04.2019) zur Verfügung, ansonsten siehst du sofort diesen freundlichen Hinweis von Google sobald du deine Retargeting Audience zu deinen Kampagnen hinzugefügt hast:

Somit hast du folgende Auswahl:

Mehr als 1000 aktive Mitglieder:

  • NEUE Kampagne erstellen
  • ALTE Kampagnen mit den Zielgruppen

Weniger als 1000 aktive Mitglieder:

  • NEUE DISPLAY/GMAIL-Kampagne erstellen
  • ALTE DISPLAY-/GMAIL Kampagne anreichern

Fürs Retargeting eine neue Kampagne aufstellen oder vorhandene Kampagnen anreichern?

Das ist eine wichtige Frage und es hängt von der Kampagnenart (SEARCH vs. DISPLAY) ab. Bei einer SEARCH Kampagne knall ich die gleiche Remarketing Zielgruppe in die gleichen Kampagnen und spiele nur mit der Gebotsanpassung (z.B. +50%), wenn jemand aus der Remarketing Audience nach denselben Begriffen sucht.

Hierbei sollte beachtet werden, dass die Ausrichtung deiner Zielgruppe auf „BEOBACHTUNG“ gestellt wird. Somit wird der Zielgruppe lediglich die Priorität eingeräumt, dass Google sich mit größerem Fokus die Cookies aus der Remarketing-Zielgruppe anschauen soll, aber Google auch alle anderen Suchanfragen mit abdecken kann, die nicht aus der Zielgruppe kommen.

Hinweis: Ich habe die besten Erfolge mit einer Remarketing SEARCH Kampagne (Mit Ausrichtung: „BEOBACHTUNG“) erzielt. Mit Erfolge meine ich harte Conversions. Die anderen Kampagnen nutze ich natürlich auch, aber eher mit dem Hintergrund der „Markenerinnerung“ und erwarte keinen großen Effekt, da die Werbeflächen (Display-Kampagnen spielen auf Blogseiten aus und ähnliches) nicht so sehr attraktiv sind.

Um alle Suchanfragen abzudecken und uns nicht nur auf die Remarketing-Liste zu beschränken, lassen wir hier die Einstellung deiner Suchnetzwerkkampagne auf Beobachtung.

Wie sollten Display-Kampagnen fürs Remarketing genutzt werden?

Ich gehe davon aus, dass du noch keine Display-Kampagne hast, deswegen macht es auch keinen Sinn hier an der Stelle zu empfehlen, dass du dies bei deiner vorhandenen Kampagne mit hinzufügst. Also, erstelle eine Display Kampagne und das WICHTIGSTE, das du hier einstellen musst, ist die AUSRICHTUNG deiner Zielgruppe.

Hinweis an dieser Stelle: Die Einstellung der Ausrichtungsform ist besonders für Anfänger eine SUPER gefährliche Funktion, denn dadurch kann sehr schnell sehr viel Geld verbrannt werden. Genau das ist mir passiert, als ich meine erste Display Kampagne geschaltet habe und innerhalb von einem Tag mehr als 100€ ausgegeben habe (OBWOHL MEIN TAGESLIMIT BEI 50€ LAG!).

Hintergrund: Das Displaynetzwerk, worauf Google bei dieser Werbeart zurückgreift, beinhaltet eine Vielzahl an Seiten wo “Adsense” Werbeflächen eingebettet sind. Die Bemühungen von Google sind, deine Anzeigen genau dort auf den Werbeflächen auszuspielen, in der Hoffnung, dass relevanter Traffic auf deine Webseite kommt und dort konvertiert. Ehrlicherweise habe ich aus persönlicher Erfahrung mit “kalten” Displaykampagnen – also als erste Kampagne in deinem Werbeaccount – absolut keine guten Erfahrungen gemacht. Bei einem Kunden klappte dies auf Anhieb gut, jedoch gibt es meiner Meinung nach andere Wege, um qualitativ hochwertigen Traffic zu bekommen. Die Klickraten sind sehr gering (< 0,5%) und das Budget kann schnell ohne Effekt verpuffen.

Empfehlung: Meine Empfehlung hier ist es, qualitativ hochwertigen Traffic über z.B. Search-Kampagnen als Erstkontakt zu erzeugen und diesen dann mit Display Kampagnen wieder anzusprechen. Es wäre ja zu schade, wenn dir bei Suchnetzwerk-Kampagnen die teuren Klicks (z.B. 5-10€ pro Klick) einfach für immer abhauen und du die nie wieder ein zweites Mal ansprechen kannst. Deswegen solltest du ein großes Bestreben danach haben, exakt nur diese Menschen in der Zielgruppe anzusprechen und kein sinnloses Geld für Klicks auszugeben, die niemals auf deiner Seite waren, oder?

Um das zu realisieren, ist die Wahl der richtigen Ausrichtungsform bei Display-Kampagnen das wichtigste überhaupt!

Es gibt drei Ausrichtungsarten:

  1. Keine automatische Ausrichtung (-> dringende Empfehlung bei Remarketing Kampagnen!)
  2. Konservative Automatisierung und
  3. Aggressive Automatisierung

Die Ausrichtung gibt lediglich an, wie breit die Ausspielung deiner Kampagnen stattfinden sollte. Es ist vergleichsweise wie die Keyword Match Types bei SEARCH!

Je breiter du gehst, desto mehr Verluste, mehr Budget und weniger Conversions. Um möglichst budgetoptimiert zu starten, bitte hier NUR auf AUSRICHTUNG und dann in den Einstellungen der ANZEIGENGRUPPE auf KEINE AUTOMATISCHE AUSRICHTUNG stellen.

Was haben wir jetzt eingestellt?

Wir haben eingestellt, dass Google tatsächlich NUR die Mitglieder in deiner Remarketing Audience ansprechen wird. Hier noch mal an der Stelle als Erinnerung: Die Remarketing Audience beinhaltet alle Menschen, die tatsächlich irgendwann mal auf deiner Webseite waren! Mit der Einstellung wird verhindert, dass andere Interessenten mit deiner Werbung angesprochen werden, die NIEMALS auf deiner Seite waren.

Hinweis: Wenn deine Remarketing Zielgruppe nun aber um die 100 Leute beinhaltet, solltest du dringend überprüfen, wie häufig jemand deine Anzeige zu sehen bekommt. Es kann schnell in Richtung “Stalking” gehen und könnte den gegenteiligen Effekt von Remarketing haben: Rufschädigend!

Hier ein Tipp, wie du dies verhindern kannst:

Das “Frequency Capping” – wie häufig soll ein Nutzer deine Anzeige sehen?

Das “frequency capping” gibt an wie häufig du dem EINEM Nutzer deine Inhalte zeigen möchtest. Du kannst das entweder über Google automatisch regeln lassen (Klare Empfehlung dies NICHT zu tun) oder du bestimmst selbst darüber.

Ich würde hier mit 3x pro Woche pro Anzeigengruppe starten. Es sollte ja als Werbeerinnerung dienen.

Wieso pro Anzeigengruppe? Nun, du könntest ja verschiedene Remarketing Kampagnen mit unterschiedlichen Bildern & Botschaften starten. Das führt auch dazu, dass der Nutzer mehr Abwechslung siehst.

Kann ich es messen, wie häufig einem Nutzer meine Anzeigen angezeigt wurden?

Ja, und zwar erst seit kurzem!!

Diese Kennzahl war schon längst überfällig, aber Google hatte diese Kennzahl erst in diesem Jahr veröffentlich! Facebook hat dies z.B. direkt schon als Standardwert mit im Reporting eingebaut. Dort heißt es “die Frequenz”.

Wie heißt nun die Kennzahl? Es ist die “durchschnittliche Impressions-Häufigkeit pro Nutzer!”

Definition: Die Durchschn. Impr.-Häufigk. pro Nutzer gibt an, wie oft Ihre Anzeige in einem bestimmten Zeitraum im Durchschnitt für einen einzelnen Nutzer ausgeliefert wird.

Perfekt, oder?

Hier findest du Einstellung:

Dies zeigt dem einen oder anderen auch, dass es EXTREM viele Einstellungsmöglichkeiten pro Kampagnen-Level, -Art und -Tiefe gibt. Diese Kennzahl ist auf dem DISPLAYKAMPAGNEN-LEVEL und dann auf dem allgemein Reiter “Kampagnen” im hellgrauen Bereich zugänglich. Nur dort findest du die Kennzahl zur Auswahl unter der Kategorie “Reichweitenmesswerte” angezeigt.

Nutze diesen Wert, um regelmäßig zu überprüfen wie häufig ein Nutzer deine Remarketing-Anzeigen tatsächlich gesehen hat. Du solltest hier nicht über einen Wert von 7-10 kommen. Ggf. würde ich dir empfehlen einfach eine Weile zu pausieren, Daten zu sammeln und dann wieder die Remarketing-Kampagnen zu starten.

Fazit Remarketing mit Google Ads

Das Remarketing durch Google Ads kann auf vielfältiger Weise geschehen. Du hast so viele Möglichkeiten Leute mit deiner Marke wieder in Kontakt zu bringen, musst aber bedenken, dass bestimmte Mindestvoraussetzungen pro Kampagnenart existieren.

Bevor du loslegst, ist es zwingend notwenidg das Conversion Tracking einzurichten, dann die Zielgruppen ordentlich zu definieren, um daraufhin mit dem Remarketing zu starten.

Du kannst jetzt noch so weit und so tief in der Zielgruppen Definition gehen. Du wirst sehen, je tiefer und detaillierter deine Zielgruppen abgrenzt werden, desto präziser kannst du deine Interessenten erneut ansprechen und um so höher ist die Chance, dass eine Conversion stattfindet.

Wähle dein Frequency Capping geschickt aus, denke daran, wie häufig du eine Anzeige sehen möchtest, wie abwechslungsreich diese sein sollte und ab WANN es für dich als “störend” einzustufen ist.

Miss deine Ergebnisse REGELMÄßIG und schaue dir die ECHTEN Ausspielungen pro Nutzer an. Sobald die Einblendungen zu häufig werden, schalte die Kampagne aus. Um das automatisiert durchführen zu lassen, nutze REGELN, um dir entweder eine Nachricht senden zu lassen oder die Anzeigengruppe automatisch zu deaktivieren.

Viel Spaß beim Retargeting!

Khang

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Fortgeschritten

Data Layer Variablen im Tag Manager – Conversion Tracking im E-Commerce für Profis

Wenn du bereits mit dem Google Tag Manager gearbeitet hast, bist du über die folgenden drei Dinge gestolpert: Tags, Triggers und Variablen. Eine zusätzliche „Funktion“, die oftmals vergessen, nicht gesehen oder einfach als nicht greifbar erscheint, ist die Data Layer oder auch Datenschicht genannt.

Was genau ist eine “Datenschicht” (Engl: Data Layer)?

Es ist ein JavaScript Feld, das benutzt wird um alle wichtigen Schlüsselattribute in einer Webseite zu verstauen. Schlüsselattribute sind:

  • Webseiten Namen, Webseiten URL, Author eines Posts, etc.
  • Aber auch: User ID, Product ID, Product Price, Purchase Value

Was bringen dir diese Informationen für deinen Shop?

Um es auf den Punkt zu bringen, für einen E-Commerce Shop ist dies eines der wichtigsten Conversion Tracking Details überhaupt! Denn: Wenn Du z.B. Kampagnen über Facebook oder Google Ads laufen hast, möchtest du natürlich wissen, wie viel Umsatz pro Converion pro Keyword pro Anzeige gemacht wird. Mit dem Wissen kannst du die profitablen von den un-profitablen Keywords trennen. Das spiegelt sich dann im „Conversion Wert“ wieder.

Hier ein Praxis-Beispiel: Durch die Verwendung von Data Layer kannst du nun automatisch alle Conversion-Werte auf der Website auslesen und in alle Marketing-Kanäle (Google Ads / Facebook Ads) zurück spielen lassen. Ebenso kannst du damit natürlich auch deine Google Analytics Daten anreichern…und plötzlich siehst du deine nackten Zahlen! Ist das nicht schön? 🙂

Den Conversion-Wert aller Bestellungen über unterschiedliche Facebook-Ads-Kampagnen:

Und als Vergleich dazu die Conversion-Werte über Google Ads Kampagnen. Das gibt dir 100%ige Transparenz über den Erfolg deiner Marketing-Kampagnen!

“Das ist ja schön und gut, aber ich bin absolut kein Technik-Freak um sowas bei mir auf der Seite einzurichten?!”

Das Schöne daran ist, wenn du einmal das Prinzip verstanden hast, fällt es dir gar nicht so schwer, dies in deinem eigenen E-Commerce Shop anzuwenden. Alles was du dafür brauchst, ist nicht mehr als dein Google Tag Manager Account, den „Vorschau Modus“ im Google Tag Manager Backend und natürlich deinen Webshop.

Gehen wir doch einfach mal Schritt für Schritt für den Einrichtungs-Prozess. Du wirst sehen es ist einfach und *hoffentlich* nachvollziehbar!

Hinweis: Die prinzipielle Einrichtung des Google Tag Managers findest du hier >

Schritt 1: Data Layer Plugin für WordPress / Woocommerce installieren

Für das Erzeugen eines Data Layers in deinem Shop benötigst du ein Plug-In, das dir die Daten aufbereitet. Das folgende Plug-In kann ich dir wirklich wärmstens empfehlen:

Nachdem du es installiert hast, geh bitte über EINSTELLUNGEN > GOOGLE TAG MANAGER FOR WORDPRESS und gib hier deine GTM ID ein.

Gehe dann über Integration zum Reiter WooCommerce und aktiviere dort die beiden Kästchen. Damit wird gewährleistet, dass du über WooCommerce an deine Daten kommst.

Nachdem du dies erfolgreich eingerichtet hast, gehe in den Google Tag Manager und versetze deinen Shop in den PREVIEW Modus. Ich möchte dir hier einmal zeigen, was du für zusätzliche Daten bekommst, wenn du die beiden Häkchen aus dem Plug-In aktiviert hast. Achte dabei auf die RECHTE Spalte:

VORHER:

NACHHER MIT DER AKTIVIERUNG DES PLUG-INS:

Fazit: Wie du sehen kannst, gibt es viel mehr relevante Daten, die wir abrufen und benutzen können! Dies ist wie vorhin erwähnt auf die aktivierten Datenschichten zurückzuführen! Du kannst Produktkategorien, Stocklevels, Product IDs sowie den Preis ganz einfach abrufen. Wie das geht, verrate ich dir in den folgenden Schritten!


Schritt 2: Drei wichtige Ereignisse verstehen und anwenden lernen

Durch das installierte Plug-In aus Schritt 1, bekommst du Zugriff auf drei wahnsinnig wichtige Ereignisse. Diese findest du in der Debug Console (unten am Bildschirmrand) sobald du in den PREVIEW Modus gehst und die richtigen Seiten aufgerufen hast. Diese drei – und es gibt noch einige mehr – sind für die Ersteinrichtung momentan unser Fokus. Diese Ereignisse sind:

  • gtm4wp.productClickEEC
  • gtm4wp.addProductToCartEEC
  • gtm4wp.orderCompletedEEC

Jetzt fragst du dich sicherlich, was das genau sein soll und ob ich nicht ggf. einen Schritt übersprungen habe? Woher kommen jetzt diese Befehle und was besagen sie? Kein Problem!

Exkurs / Herleitung der Relevanz: Lass uns die wichtigsten Check Points in deinem E-Commerce Shop noch mal rekapitulieren. Wo lohnt es sich überhaupt Daten zu messen oder besser gesagt “einen GTM Tag zu setzen”? Na klar! Sobald jemand auf eine Produktseite geklickt hat, ein Produkt zum Warenkorb hinzugefügt hat oder wenn jemand eine Bestellung erfolgreich abgeschlossen hat. Das sind im wesentlichen alle relevanten Impulse, die darauf Aufschluss geben, dass jemand eine wirkliche Kaufintention hat. Diese „Kaufintentionen“ siehst du dann im zweiten Teil der drei aufgeführten Ereignisse: „productClick“, „addProductToCart“ und „orderCompleted“. Das EEC steht für „enhanced e-commerce“ ist aber momentan nicht von Bedeutung.

Schauen wir uns das erste „Event“ – gtm4wp.productClickEEC – einmal durch den PREVIEW Modus des Google Tag Managers an. Um den aufzurufen, klicke einfach auf ein Produkt in deinem Webshop und es muss auf der “SUMMARY” Seite links das Ereignis anzeigen:

Klicke einmal selbst auf das Ereignis “gtm4wp.productClickEEC” und danach auf den Reiter “DATA LAYER”. Du wirst dann mit einer riesigen Tapete an Informationen überladen werden, die ich dir kurz einmal erklären möchte:

  • Die linke Spalte zeigt dir produktspezifische Informationen an…ist ja klar, du hast ja auf ein Produkt geklickt.
  • Die rechte Spalte zeigt dir darüber hinaus weitere Daten an, falls z.B. du mehrere Produkte auf der Seite hattest (was in deinem Webshop nicht unüblich ist)

Auf alle Informationen in beiden Spalten kannst du durch durch eine sogenannte “Datenschichtvariable” zugreifen!

Hinweis: Wenn du dir die anderen Ereignisse auf der linken Seite anschaust und dann durch die “Data Layer” Informationen gehst, wirst du viel weniger Informationen finden. Soll für dich heißen: Diese drei erwähnten Ereignisse sind genau die richtigen drei Ereignisse, welche voll von Informationen für dich und dein Conversion Tracking sind.

Wie greifst du nun auf diese Daten zu?

Erinnerst du dich an die Einrichtung deiner ersten GTM Tags? Dort haben wir zum Abfeuern eines GTM Tags einen verhaltensbezogenen Trigger genutzt! Jetzt kommt es… Die oben erwähnten drei Ereignisse sind die perfekten Trigger / Auslöser, um 100% verlässliche und ordentliche E-Commerce Tracking Daten an Adwords, Facebook oder auch Google Analytics zurück zu geben.

Welche Funktion muss ich nun wählen, um die Ereignisse richtig als Trigger aufzubauen?

Hier noch mal die drei Befehle:

  • gtm4wp.productClickEEC
  • gtm4wp.addProductToCartEEC
  • gtm4wp.orderCompletedEEC

Was du jetzt machst, ist einen neuen Trigger aufzusetzen:

Hier ist es wichtig, dass du nun ein BENUTZERDEFINIERTES EVENT auswählst. Gib dort in das Feld (Ereignisname) dein erstes Event „gtm4wp.productClickEEC“ ein.

Das müsste nun so aussehen:

Mach das bitte für alle drei Ereignisse von oben und nun müsstest du diese drei Trigger als “benutzerdefinierte Ereignisse” bei dir in der Tabelle sehen. PERFEKT!!

Nachdem du nun diese drei Trigger hast, verknüpfst du diese mit den relevanten GTM Tags. Relevante GTM Tags sind – wie bekannt – deine angelegten Tags von Facebook & Google Adwords. Falls du nicht mehr weißt, wovon ich spreche, diese Übersicht müsste dir bekannt vorkommen:

Falls du noch keine Tags hast, lege nach und nach deine Tags pro Marketing-Kanal an. Hier eine kurze Übersicht an benötigten Tags:

Tags für Facebook Ads

  1. Geh auf Tags und lege ein NEUES Tag an.
  2. Wähle für Facebook “benutzerdefiniertes HTML”.
  3. Geh in deinen Facebook Account und suche den Pixel Code heraus.
  4. Füge diesen nun dort ein und benenne das Conversion Event mit “ViewContent”
  5. Nachdem du dies getan hast, nimm bitte den zugehörigen Trigger – EVENT PRODUCTKLICK – aus.
  6. Speichere diesen ab und führe dies mit den anderen Tags durch.

Tags für Google Ads

  1. Gehe bei Google Adwords über Tools in die Conversions.
  2. Erstelle nun eine Conversion und nenne sie “Produktseite aufgerufen”
  3. Führe die Einrichtung fort und merke dir nun die Conversion ID und das Conversion Label.
  4. Gehe zurück in den GTM und lege einen neuen Tag an.
  5. Nimm hier Google Ads Conversion Tracking und füge beide Daten – Conversion ID und Label – hinzu.
  6. Füge nun auch deinen Trigger hinzu den du ja schon angelegt hast.
  7. Speichere dies ab und führe das mit einem anderen Tag durch.

Schritt 3: Jetzt kommt die MAGIE mit ins Spiel – Datenschichtvariablen anlegen und nutzen!

Nachdem du verstanden hast, was ein Data Layer ist und welche „neuen“ Ereignisse aufgebaut werden mussten, um Data Layers zu „sehen“, geht es jetzt daran die richtigen Datenschichtvariablen anzulegen, so dass du auch genau die Werte aus den Datenschichten abrufen kannst, die du willst! Noch mal zur Erinnerung: Du legst dies einmal an und jedes neue Produkt, das dazu kommt, profitiert von deinen Einstellungen.

Jetzt kommt der komplizierte Teil…aber wenn du den einmal verstanden hast, dann bist du der Data-Layer-Experte und damit sicherlich über dem Durchschnitt der Online-Marketing-“Experten”. Fertig? Dann los!

Das müsste dir bekannt vorkommen:

Diese Variablen sind im Google Tag Manager selbst vorgegeben und man muss sie bei der Ersteinrichtung vom GTM händisch aktivieren. Durch diese Variablen konnten wir beispielsweise Conversions auf Webseiten messen, wenn z.B. jemand erfolgreich ein Kontaktformular ausgefüllt hat und auf “ABSENDEN” gedrückt hat. Das ging mittels der integrierten Variable “Click Text”.

Der Vorteil an den Variablen ist: Sie existieren und sind sehr zuverlässig, sprich: Du kannst sie immer aktivieren und ohne bedenken nutzen. Der Nachteil: Sie decken womöglich nicht ALLE Dinge ab, die du benötigst. Zum Beispiel hilft dir keine integrierte Variable dabei, die Product ID, den Conversion-Wert oder Produktpreis auszulesen.

Wir müssen unsere eigenen Datenschichtvariablen erzeugen!

Abhilfe schaffen wir hier nur, wenn wir unsere eigenen Variablen anlegen und eigene Werte aus den vorhandenen Datenschichten auslesen. Um das zu tun, nutzen wir die sogenannten benutzerdefinierten Variablen und speziell eine “Datenschichtvariable”. Diese findest du hier:

Nochmal in Erinnerung gerufen: Wenn du im PREVIEW Modus arbeitest, siehst du auf dem Reiter “Variablen” alle integrierten Variablen, die du selbst auf aktiv gesetzt hast. Ab und zu spucken sie Werte aus, ab und zu auch nicht. Das kommt immer auf dein Verhalten an und worauf du klickst.

Beispiel: Hier schön zu sehen ist, dass ich gerade in dieser Übersicht auf den Text “STARTSEITE” geklickt habe. Dieses wird ganz links in der Zusammenfassung als 5te Aktion angezeigt. Da ich die integrierte Variable “Click Text” eingestellt habe, zeigt mir diese nun einen Wert oder in diesem Fall ein STRING (Text / Buchstaben) an.

Anlegen von eigenen Datenschichtvariablen:

Da du nun bestens mit der Data-Layer-Struktur vertraut bist und weißt wie Variablen funktionieren, gilt es jetzt durch einen Befehl die Werte aus den Data Layern zu ziehen.

So sieht beispielsweise der Auszug aus einem Data Layer für das Produkt 3092 mit dem Preis 3,95€ in der Kategorie Zubehör aus.

Wir wollen jetzt die Produkt ID aus diesem Feld an Daten herausziehen. Da gibt es zwei Fragen:

  1. Was will ich mit der Product ID eigentlich?
  2. Wie geht das?

Die Antwort auf Frage eins ist: Wenn du z.B. Retargeting über Facebook (Dynamic Product Ads) machen möchtest und dort einen personalisierten Feed an deine Besucher zurückgeben willst, dann wäre es doch super, wenn du pro Nutzer und pro Session alle Produkte abspeichern / vermerken könntest, die ein Nutzer genau in der Session angeschaut hat, oder? Das geht tatsächlich darüber, dass du deinen GTM Facebook Tag mit den Daten deiner Datenschichtvariable anreicherst, was zur Folge hat, dass du diese mit an Facebook übergeben kannst.

Die Antwort auf die zweite Frage siehst du hier:

Wir schauen uns das Feld an, wo diese Informationen vergraben sind. Die ID ist Bestandteil von folgendem Baum:

ECOMMERCE -> DETAIL -> PRODUCTS -> ID. 

Okay soweit? Oder habe ich dich schon verloren?

ACHTUNG HIER KOMMT DER WICHTIGSTER ABSCHNITT IM GESAMTEN ARTIKEL:

Wie greife ich auf Werte im Data Layer ein?

Wenn du auf die ID zugreifen willst, dann musst du in deiner Datenschichtvariable folgendes eingeben:

Hier der Hinweis, dass man in Data Layern mit einer “PUNKT”-Verbindung zwischen den unterschiedlichen Schichten arbeitet. Sprich, wenn dein Wert ID ist, dann kannst du über “ecommerce.detail.products.id” so darauf zugreifen!

So einfach war das? LEIDER GAR NICHT!

Ganz so einfach war es dann leider doch nicht. Ich habe mich genau mit diesem Befehl ein halbes Jahr lang im Kreis gedreht. Ich habe Dutzende Datenschicht- Variablen angelegt, Dutzende Ereignisse ausprobiert und Dutzende Mal habe ich hier versagt.

Ständig wurde mir das folgende im Debug-Fenster zurückgegeben:

Immer war es undefined und ich habe nicht verstanden, warum es so ist…

Aber beim dritten Anlauf ist mir Folgendes aufgefallen:

Wenn du mehrere Product IDs in einem Feld hast, weiß die Datenschichtvariable gar nicht, welches Produkt sie jetzt wirklich nutzen soll und dreht sich somit im Kreis. Dadurch entsteht permanent das Problem, dass “undefined” zurück gegeben wird. Aha! Was bedeutet das jetzt?

Wenn du dem Befehl jedoch mitteilst, dass er gefälligst die erste Product ID zurück geben soll, sollte das Problem gelöst sein!

Neuer Versuch: Wir passen den Abruf nun neu an mit einer Zahl!

“ecommerce.detail.product.0.id”

Nun gehen wir auf die Produktseite und schauen uns an, was in der Debug Console zurück gespielt wird:

WOW! Und siehe da…Somit haben wir erfolgreich unsere erste Datenschichtvariable aufgesetzt und so konfiguriert, dass genau das Feld zurückgegeben wurde, welches wir haben wollten: Die ProductID!

Summary: Schritt für Schritt Vorgehen

Puhhhhhhh…..Das war wohl etwas verwirrend und vielleicht nicht ganz offensichtlich. Wenn wir das alles in einen Zusammenhang bringen wollen, hier noch mal zusammengefasst:

  1. Als Shop-Besitzer möchtest du dynamisch über alle Marketingplattformen und in Google Analytics deine Conversion-Werte sehen.
  2. Um deine Conversion-Werte zu sehen, ist es notwendig diese Informationen abrufen zu lassen.
  3. Bei WordPress & WooCommerce nutzt man dafür das Google Tag Manager Plug-In von Thomas Geiger.
  4. Sobald das Tool installiert ist, aktiviert man die Data Layers.
  5. Durch die Data Layers werden viel mehr relevante Informationen zur Verfügung gestellt als mit den Standard Variablen vom Google Tag Manager.
  6. Durch das Anlegen von Datenschichtvariablen kann man auf die Daten im Data Layer zugreifen. Das geschieht mit dem Verknüpfen der unterschiedlichen Felder in Verbindung mit einem “PUNKT”: Ecommerce.Detail.Product.0.ID.
  7. Um das gewünschte Produkt perfekt anzusprechen und um Verwirrung zu vermeiden, benenne deine Datenschichtvariable immer mit einer Zahl: Ecommerce.Detail.Product.0.ID und überprüfe, ob du den korrekten Wert zurück gegeben bekommst.
  8. Bau so alle drei Ereignisse auf (ProductClick / ProductAddToCart / OrderCompleted) auf.
  9. Für ProductClick und ProductAddToCart würde ich nur die ProductID zurück geben wollen. Dies kannst du z.B. für Facebooks Dynamic Retargeting Ads (mittels Data Feed) verwenden und so messerscharfe Retargeting Kampagnen bauen.
  10. Für OrderCompleted lohnt es sich auf jeden Fall den Purchase Value zurück zu geben.
  11. Denk daran, dass du jeden Wert in den Data Layers zurück geben und nutzen kannst.
  12. …die Macht sei nun mit dir!

Ich hoffe dir hat der Guide gefallen! Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Khang

Kategorien
Grundlagen

Google Shopping Kampagnen für Woocommerce Einrichten

Google-Shopping-Anzeigen gehören für Online-Shops, meiner eigenen Erfahrung nach, zu den profitabelsten unter allen Kampagnen. Sie sind zudem sehr einfach einzurichten und du musst nur drei Parameter bedienen!

Was sind Google Shopping Ads?

Google Adwords Shopping Anzeigen sind die bunten Bilder, die du über den ersten Suchergebnissen siehst. Diese tauchen sowohl auf dem Reiter „All“ als auch bei „Bilder“ sowie „Shopping“ oberhalb der organischen Suchergebnisse auf. Hier einmal die Darstellungsweise der Shopping-Anzeigen für den Suchbegriff „Iphone Hülle“:

Am Anfang habe ich mich ständig gefragt, wie man dort gelistet wird…

Nach gründlicher Recherche und dem Einrichten diverser Online-Shops für Kunden, hat sich für mich ein klarer Prozess entwickelt, den ich dir im folgenden vorstellen möchte. Leider gab es zu damaliger Zeit keine vernünftigen Videos oder Blog-Artikel dazu, so dass ich mir aus unterschiedlichen Quellen Bausteine für die Einrichtung der Adwords-Shopping-Kampagnen zusammensuchen musste. Diese Anleitung findest du jetzt komprimiert in diesem Artikel!

Das wirst du in diesem Artikel lernen:

  • Es handelt sich hierbei um die Einrichtung einer Shopping-Kampagne ausschließlich für Online-Shops, welche WordPress bzw. Woocommerce nutzen.
  • Es wird ein Plug-In verwendet um einen „product feed“ zu erzeugen, den wir dann im Merchant-Konto importieren werden.
  • Nachdem dies geschehen ist, verknüpfen wir das Ganze mit deinem Google Adwords Account und legen die erste Kampagne an.

Vorteil von Shopping Anzeigen:

  • Extrem einfach anzulegen.
  • Du brauchst KEINE Keywords festlegen, da Google das automatisch – basierend auf den Inhalten deiner Produktseiten – für dich macht.
  • Die einzigen Parameter, die du verändern kannst, sind: Negative Keywords, Zielgruppen und die Priorität deiner Shopping-Kampagne im Zusammenhang mit deinen anderen Shopping-Kampagnen. (Google Shopping Ads für Fortgeschrittene).

Bereit loszulegen?

1. Google Shopping Product Feed Erzeugen

Der Product Feed ist für Google Shopping Anzeigen das Wichtigste, da dort regelmäßig deine Produktdaten an Google übergeben, sowie abgeglichen werden. Das garantiert, dass du ständig aktuelle Informationen in deinen Basisdaten hast. Du kannst auf unterschiedliche Art und Weise deine Produktdaten übermitteln. Manche nutzen z.B. Google Tabellen, um Produktdaten zu übergeben.

Ich nutze hier einen Product Feed – und das wäre auch meine Empfehlung an dich – und keinen manuellen Upload, da ich mich nur einmal um die Einrichtung kümmern möchte und nicht ständig neue Artikeldaten in Tabellen einpflegen möchte.

Für einen Product Feed nutze ich ein kostenloses Plug-In. Ich habe auf der unten gezeigten Seite fast alle Plug-Ins getestet und für mich hat sich dort nur ein Gewinner etabliert: WooCommerce Product Feed Manager von RexTheme.

Beim Rest konnte ich zwar einen funktionieren Product Feed erzeugen, aber der Import hat irgendwie nicht geklappt bzw. vielleicht war ich auch nur zu ungeduldig. Mit dem Plug-In von RexThemes hat es sofort geklappt – und das ist ja auch das. was zählt.

Wie richte ich den “Product Feed” ein?

Nachdem du das Plugin installiert hast, erscheint auf der linken Seite in deinem Backend das folgende Menü.

Bitte klicke hier auf „Produkt-Feed“ und dann auf „Neuen Feed hinzufügen“.

Vergebe nun einen Namen für deinen Feed.

  • Produkte: Wähle die Produkte aus, die du bewerben möchtest. Hier kannst du auf die Grundeinstellungen von WooCommerce zurückgreifen, in dem du z.B. nur Kategorien auswählst oder alle veröffentlichten Produkte. Mein Tipp hier: Erstelle saubere Kategorien in WooCommerce und nutze diese Kategorien als Segment für deine erste Shopping Kampagne – es ist egal, ob dort nur ein Produkt enthalten ist. Warum Kategorien? Die Optimierung von laufenden Kampagnen wird dadurch sehr effizient!
  • Aktualisierungsintervall: Ich nutze hier täglich.
  • Produktvariationen einschließen: Klicke auf ja, wenn du Varianten hast.
  • Übergeordnetes Produkt einschließen: Je nachdem, ob du ein gruppiertes Produkt hast, auf ja oder nein.

Wir gehen nun eine Sektion weiter nach unten und sind in der Feed-Konfiguration.

  • Händlerart: Wähle hier Google Shopping aus, da nun die richtige Vorlage für Google Shopping ausgewählt wird. 😉
  • Dateiformat: XML.

Du müsstest jetzt die folgende Übersicht sehen:

Hinweis: Hier bitte NUR ganz unten bei Manufacturer (brand) deinen Markennamen eingeben und wir wären mit der Einrichtung vom Product Feed fertig!

Hintergrundinfos zum Product Feed:

Dein Feed ist eine Art Tabelle, die aus den Daten deiner Produkte erzeugt wird. Diese aktualisiert sich nach deinen Einstellungen nun täglich. Diese Art von Tabelle hat auch eine URL. Das ist die sogenannte Feed URL. Die Feed URL ist sehr wichtig, da wir diese im Merchant Center von Google hinterlegen müssen. Es ist quasi so, als ob du eine permanente Verbindung zwischen deinen Produktdaten in diesem WooCommerce Shop mit dem Google Merchant Center aufbaust. Dieser übergibt die Daten dann letztendlich an Adwords. Das Google Merchant Center ist vergleichweise wie eine Datenaufbereitungsplattform.

Kurz: Die Feed URL ist auf dem Reiter “ALL PRODUCT FEEDS” zu finden.

2. Einrichtung Google Merchant Center:

Link zum Merchant Center von Google:https://merchants.google.com

Das Merchant Center verwaltet, grob gesagt, deinen Product Feed und beinhaltet zudem noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, wie Versandoptionen etc…

So sieht das Merchant Center aus:

Als erstes gehen wir auf “ARTIKEL” und dann auf “FEEDS” und klicken dort das “PLUS”-Zeichen, um unseren Hauptfeed hochzuladen. Um den Hauptfeed hochzuladen sind 3 Schritte notwendig:

Schritt 1: Grundlegende Informationen

Drücke hier auf WEITER um zu Schritt 2 zu kommen.

Schritt 2: Name und Eingabemethode

Bitte benenne deinen Hauptfeed und wähle den GEPLANTEN ABRUF aus, da wir einen Datenfeed hochladen wollen, den wir mittels Webseite hosten und zu regelmäßigen Zeiten aktualisiert wollen.

Schritt 3:

Dort, wo der rote Pfeil hinzeigt, ist das Feld für die Feed URL, die du bei WooCommerce mithilfe des Plug-Ins erzeugt hast. Die URL findest du, wie gesagt, im Hauptmenü des Plug-Ins in Woocommerce.

Dein Hauptfeed müsste jetzt erfolgreich eingerichtet sein. Drücke jetzt auf “JETZT ABRUFEN” um die Daten zu übermitteln.

So müsste das jetzt bei dir aussehen nachdem du auf jetzt abrufen gedrückt hast.

Nachdem dein Feed verarbeitet wurde, erscheint nach circa 2-4 Minuten eine Statusanzeige. Es kann sein, dass dein Feed einige kleine Schwierigkeiten hat und am Anfang nicht erfolgreich verarbeitet wird. Die Statusanzeige zeigt dir, um welche fehlerhaften Produkte/Einträge es sich handelt. Meistens sind das in WooCommerce einige Felder, die nicht richtig gefüllt worden sind, wie z.B. GTIN oder ähnliches. Gehe zurück zu WooCommerce und optimiere deine Daten bis es heißt “0 Artikel mit Problemen”.

Hier sei an dieser Stelle gesagt, dass die erste Verarbeitung des Feeds in der Regel 2-3 Werktage benötigt. Der Grund dafür ist ganz einfach: Du übermittelst Google einen neuen Feed / Produkte, die Google erst einmal „crawlen“ muss. Google muss sich die relevanten Daten ziehen, sowie interpretieren, um deine Produkte für relevante Keywords zu schalten.

Was du währenddessen tun kannst:

Verknüpfe deinen Feed mit deinem Google Adwords Account. Das machst du, indem du in den Einstellungen im Merchant Center (oben rechts) auf Kontoverknüpfung gehst.

Nutze deine 9-stellige Adwords Nummer, um dein Adwords Konto zu verknüpfen.

Gleichzeitig musst du auch innerhalb von Google Adwords das Merchant-Center-Konto bestätigen. Gehe nun zu Google Ads und klicke bei TOOLS auf VERKNÜPFTE KONTEN:

Du kommst dann auf die folgende Übersicht. Wähle hier nun das Google Merchant Center aus:

Füge die Verknüpfung hinzu. So müsste es nun in deinem Adwords Account aussehen:

Perfekt! Der erste Meilenstein ist geschafft! Wir haben bei WooCommerce einen Product Feed erzeugt und diesen erfolgreich im Merchant Center eingerichtet. Jetzt kommen aber noch die kleinen feinen Details, bevor es mit der ersten Shopping Kampagne losgehen kann!

Versand im Merchant Center einstellen

Wir gehen ins Merchant Center von Google…

Klicke dazu auf VERSAND auf der linken Seite. Hinweis: Ich nutze eine Versandkostenpauschale, deswegen zeige ich dir wie ich diese eingestellt habe. Wenn du z.B. für unterschiedliche Artikel andere Versandkostenpreise hast, kannst du das auch einstellen! In jedem Fall möchte Google, dass du Versandoptionen einstellst!

Klicke auf das PLUS um einen Versandservice einzustellen.

Wenn du das Einzugsgebiet – zweite Auswahlmöglichkeit auf der Seite – auswählst, erscheinen weitere Einstellungen, wie Lieferzeit und co. Fülle diese Einstellungen mit deinen gewünschten Daten wie Lieferzeit bzw. Transportzeit / Mindestbestellwert.

Klicke ganz unten auf VERSANDPREISE und lege hier einen Versandpreis fest. In meinem Fall ist es eine Versandkostenpauschale von 3,55€.

Übermittel dies durch das Bestätigen der Tasten ganz LINKS unten am Bildschirmrand!

Und fertig ist die Einrichtung!

3. Google Shopping Kampagne in Adwords erstellen

Wir haben nun einen Product Feed erzeugt und diesen erfolgreich im Merchant Center eingerichtet. Nachdem der Feed von Google erfolgreich “ge-crawlt” worden ist, können wir endlich mit dem spaßigen Teil loslegen: Die erste Shopping Kampagne in Adwords einrichten!

Gehe in das  Google Adwords Backend und erstelle eine neue Kampagne. Dieses Mal nutzen wir aber Shopping als Kampagnentyp.

Jetzt müsste bei dir, etwas weiter unten, dein Product Feed angezeigt werden (hier im Bild weiß, da unkenntlich gemacht!). Wenn das nicht der Fall ist, check bitte noch mal, ob du alle Verknüpfungen richtig gelegt und bestätigt hast!

Wähle für den Start auf jeden Fall die Standard-Shopping-Kampagne aus.

Die folgenden Schritte müssten intuitiv sein: Vergib einen Kampagnen-Namen, stelle das Gebot auf Manueller CPC, lege dein Tagesbudget fest…und jetzt kommt eigentlich das WICHTIGSTE: Die Priorität deiner Kampagne!

Das ist womöglich die mächtigste Funktion bei Shopping Anzeigen, da wir bei dieser Art von Kampagne keine wirklichen Steuerungsmöglichkeiten haben. Denn: Google wählt selbst die Keywords aus, für die unsere Produkte durch den Product Feed angezeigt werden….richtig, Google macht es selbst! Das kann positiv, aber auch negativ sein…eine Faustformal sagt jedoch: Überlasse NICHTS dem “Google-Zufall”. Deswegen ist es wichtig, dass wir alle Parameter die es zu steuern gibt, auch MANUELL nutzen.

Wie wir Google Shopping Anzeigen steuern könnten!

Die einzigen Parameter, die wir bei Shopping Ads verändern könnten, wären „negative Keywords“ als auch die Auswahl der „Zielgruppen“. Zusätzlich dazu gibt es  die Kampagnenprioritäten!

Die Priorität kommt erst dann zum Tragen, wenn mehrere Shopping Kampagnen gegeneinander laufen und Google dann “priorisieren” muss, welche Kampagne als erstes ausgespielt wird – es ist wie ein Ampel-System. Wenn beide Kampagnen noch viel Budget haben und alle Bedingungen sonst auch gleich sind, schaut Google als ERSTES auf die Priorität. Wenn wir eine Kampagne mit der Priorität HOCH haben, dann wird diese auch als erstes ausgespielt. Danach die mit mittel und so weiter.

Warum benötigt man Prioritäten und wie kann das zu unserem Vorteil werden?

Du kannst hiermit diverse Shopping-Ads-Strategien fahren!

Du erstellst z.B. drei Kampagnen mit unterschiedlichen Prioritäten und wählst für die erste Kampagne die Priorität HOCH, aber die Gebote sind niedrig. Hier musst du aber darauf aufpassen, dass du auch Keywords ausschließt, die in den anderen Kampagnen vorhanden sind. Somit erzeugst du einen Trichter, wo du z.B. mit einigen Kampagnen nur auf explizite Suchanfragen bietest und gleichzeitig aber Kampagnen hast, die ständig neue Klicks generieren und für neue Keywords angezeigt werden.

Dazu folgt aber noch mal eine ausführliche Erklärung in einem weiteren Beitrag.

…Weiter in der Kampagnen-Erstellung:

Entferne nun den Haken bei “Suchnetzwerk-Partner einbeziehen” und klicke auf weiter.

Wähle jetzt für den Start erstmal den Produkt-Shopping-Anzeigetyp aus, stelle dein Gebot ein und fertig ist deine erste Google Shopping Anzeige!

Wir sind aber noch nicht ganz am Ende…jetzt kommen wieder die kleinen Details, da ich dir ja eine vollständige erste Einstellung deiner Shopping-Kampagne geben möchte!

Wir gehen wieder zurück in die allgemeine Ansicht und klicken auf der LINKEN SEITE PRODUKTGRUPPEN an.

  • Produktgruppen & Gebote festlegen: Lege hier pro Untergruppe noch mal separate Gebote fest. So kannst du natürlich deinen Produktkatalog auf Basis von maximalen Geboten steuern. Das erinnert an Keywords aus den Suchkampagnen, oder? 🙂

  • Keywords: Gehe auf den Tab KEYWORDS und versuche im Vorfeld schon mal einige negative Keywords mit auszuschließen. Dies ist besonders effektiv , um genau dafür nicht gelistet zu werden und unnötig Geld auszugeben. Anhaltspunkte wären: Wettbewerber-Produkte, besondere Größen, die du nicht anbietest, etc. Auf dem Reiter Suchbegriffe siehst du dann die Suchbegriffe, die dein Product Feed erzeugt. Da würde ich am Anfang täglich reinschauen.

Wofür ranke ich dann eigentlich?

Google nutzt deinen Produkttitel und die Daten aus deiner Beschreibung, um dich für relevante Suchanfrage anzuzeigen. Für diejenigen, die sich bereits mit Keyword Match Types auskennen, hier kann man davon ausgehen, dass es eine sehr breit gefasste Keyword-Option ist. Sprich, es werden Synonyme zu deinem Produkt gebildet, so dass es sehr schnell teuer werden kann.

  • Zielgruppen: Hier kannst du z.B. ähnliche Zielgruppen mit hinzufügen oder vorhandene Webseitenbesucher, die du womöglich im Re-Marketing noch mal ansprechen möchtest. Hier gilt es Zielgruppen zu testen unter der Einstellung, dass du dich nicht ausschließlich auf die Zielgruppe fokussierst und für nichts anderes rankst, sprich: Nutze die Ausrichtung “beobachten”.

So, und wir wären wieder mal am Ende dieses Tutorials. Ich hoffe, dir hat das geholfen deine erste Shopping Kampagne anzugehen!

Viel Spaß beim Verkaufen!

Kategorien
Grundlagen

Wie vermarktest du deinen Online Shop mit Google & Social Media Ads?

Online Shop Besitzer kennen das sicherlich…es ist gar nicht so einfach ein physisches Produkt über den eigenen, neu aufgebauten Webshop zu verkaufen. Auf Amazon verkaufen kann schließlich jeder, aber wenn es sich um den unabhängigen Markenaufbau mittels Webshop dreht, wird es oftmals schwierig.

Diese Fragen dürften dich besonders beschäftigen :

  1. Auf welcher/welchen Marketing-Plattform/en sollte ich werben?
  2. Wie viel Werbebudget muss ich ausgeben, um einen echten Abschluss hinzubekommen? Der sogenannte “CPA” (Cost-Per-Acquisition)
  3. Wie hoch darf für mich dieser CPA eigentlich sein, damit ich noch profitabel bin?
  4. Wie gehe ich vor, um nicht zu viel Budget zu verschwenden?

Schon mal vorweg: Du solltest bei der heutigen Vielzahl an Plattformen vieles ausprobieren, um ableiten zu können, wo du wirklich profitable Verkäufe erzielst. Es ist oftmals nicht nur eine Anzeige auf einer Plattform. Es ist häufig auch ein Mix aus unterschiedlichen Kanälen wie z.B. Youtube Ads plus Facebook Ads. Dein Ziel sollte es sein die Plattform zu finden, auf der du profitabel Kunden akquirieren kannst…in unserer Sprache: Den idealen Ziel-Conversion-Wert finden.

Wie funktioniert nun Online Marketing für Online-Shops?

Der klassische Einstieg ist ein Mix aus Social Media Ads sowie SEA (Search Engine Advertising). Social Media Ads primär für den Markenaufbau und SEA um Interessenten direkt abzugreifen, die in der Customer Journey kurz vor dem Abschluss / Kauf sind. SEA-Kampagnen sollten deine profitabelsten Kampagnen werden, wenn du es klug anstellst.

Social Media Ads = Video ist King!

Für den Markenaufbau durch Social Media Anzeigen empfehle ich als Medium Video! Warum? Schnellere Glaubwürdigkeit, fast niemand liest mehr Anzeigentexte im Social Media Feed und die Möglichkeit das Produkt innerhalb weniger Sekunden ordentlich zu kommunizieren.

Nutze hier Facebook Video Ads und Youtube Pre-Roll Ads und teste so viele Zielgruppen wie möglich aus. Die entscheidende Variable bei Social Media Ads sind die Zielgruppen, da reichen ggf. schon zwei Anzeigentexte aus, die du z.B. auf 5-8 Zielgruppen testest. Achte hier auf Signale unter den Anzeigen wie “Gefällt mir” oder “Geteilter Beitrag”. Man spricht hier in der Industrie von einem guten Verhältnis von 10:1! 10 Gefällt mir Angaben auf einem geteilten Beitrag.

Achte auch darauf, dass du ebenso ein kurzes Video (um 0:30 Sekunden) und ein etwas längeres (1-2 Minuten) Video gegeneinander testest, da jeder Mensch unterschiedliche Präferenzen hat.

Such-Kampagnen & Shopping-Kampagnen

Auf der anderen Seite nutze Google Ads – hier speziell Such- oder Shopping-Kampagnen – um sehr relevante Suchanfragen auf deine Produktseite / Landing Page zu leiten. Wie du eine Such-Kampagne angelegt findest du in diesem Beitrag:

EMPFEHLUNG: MEINE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN

Kurzanleitung: Google Shopping Ads einrichten

Shoppping-Kampagnen sind noch mal eine ganz andere Herausforderung. Hier ist es wichtig, dass du einen ordentlichen Product Feed erzeugst und diesen mit dem Google Merchant Center verbindest. Hier eine ganz kurze Schritt für Schritt Anleitung (Ausarbeitung dazu folgt):

  1. Lade dir für dein Shopsystem ein Plug-in runter, das einen Product Feed erzeugen kann.
  2. Lege den Product Feed an – nutze hier idealerweise Kategorien nach denen du deine Produkte segmentierst – alles in einen Feed zu knallen, halte ich für nicht sinnvoll.
  3. Lege dir einen Google Merchant Center Account an und verküpfe den Product Feed mit dem Merchant Center.
  4. Vernüpfe den Google Merchant Center Account mit deinem Google Adwords Account.
  5. Nachdem alles eingerichtet ist, übermittel deinen Feed an das Merchant Center. Dieser Prozess dauert circa 2-3 Werktage (Stand März 2019), da Google erstmal alle deine Produkte „crawlen“ muss.
  6. Sobald alle Produkte ge-crawlt, sowie bestätigt worden sind, gehe in Google Adwords und erstelle deine erste Shopping-Kampagne.
  7. Lege erst einmal eine ganz normale Shopping-Kampagne an. Zu den Details komme ich in einem späteren Blog-Beitrag noch mal, denn hier ist es wichtig die unterschiedlichen „Kampagnen Prioritäten“ zu verstehen.
  8. Du wirst feststellen, dass du fast gar nichts einstellen kannst außer negative Keywords & Zielgruppen. Google nutzt die Daten aus deinem Product Feed (Titel & Beschreibung) und generiert selbst dafür die Anzeigen sowie die Einblendungen.
  9. Google Shopping Anzeigen können extrem profitabel sein, wenn sie ordentlich angepasst & optimiert werden. Bei mir sind Shopping-Kampagnen immer mit unter den Top 3 Kampagnen.

So bis hier ist eigentlich alles trivial und machbar. Was aber eigentlich das WICHTIGSTE bei Online-Marketing-Kampagnen bei Online-Shops ist, ist das sinnvolle Conversion Tracking:

TUTORIAL: CONVERSION TRACKING ÜBER DEN GOOGLE TAG MANAGER EINRICHTEN

Jegliche Kaufimpulse aufzeichnen

Was ich sogar bei meinen Agentur-Kunden oft reklamiere, ist dass sich niemand wirklich Gedanken um das Conversion Tracking des gesamten „Verkaufspfades“ macht! Es wird nur der Kaufabschluss als einzige Conversion erfasst, aber dass jemand 5x auf den „Jetzt Kaufen“ Knopf im Checkout drückt oder auf 10 unterschiedlichen Produktseiten war, wird links liegen gelassen! Du solltest wissen, dass es vor allem beim Online Marketing für E-Commerce Shops, um das Identifizieren von Kaufimpulsen geht!

Was sind Kaufimpulse?

  • Jemand geht auf eine Produktseite und schaut sich ein Produkt an.
  • Jemand legt einen Artikel in den Warenkorb
  • Jemand besucht den Warenkorb.
  • Jemand erhöht die Menge im Warenkorb.
  • Jemand fügt einen Artikel zur Wunschliste hinzu.
  • Jemand geht in den Bezahlvorgang.

Dies muss ordentlich erfasst, analysiert sowie optimiert werden!

Wie geht dies nun technisch in Adwords? Ganz einfach!

Lege einfach pro Schritt eine eigene Conversion an. Beispiel: Conversion „Produktseite erreicht“. Wie kannst du diese nun erfassbar machen? Ganz einfach, mit Hilfe des Google Tag Managers:

  • Lege ein neues AdWords Tag an.
  • Nutze die Conversion Id und Label welches du aus AdWords erzeugt hast und füge die in dein neu erzeugtes Tag ein.
  • Erstelle einen neuen Trigger.
  • Dieser Trigger soll die URL abbilden / inkludieren, die deine Produktseite auszeichnet. Dies wäre zum Beispiel https://khangsshop.de/produkt/….Hier kannst du zum Beispiel die Auswahl nutzen: „Path URL enthält…“
  • Speicher dein Tag ab und teste ihn im Preview Modus auf Richtigkeit.

Voila! Wir haben den ersten Tag erstellt!

Dies machst du jetzt mit allen anderen oben erwähnten Stationen und siehe da: Dein Webshop erhält eine ganz andere Reporting Qualität als vorher.

Dein Vorteil: Mehr Sichtbarkeit im gesamten Pfad!

  • Jetzt siehst du plötzlich wie manche Keywords oder Kampagnen doch nicht so schlecht performt haben.
  • Du kannst Signale nun nutzen um darauf aufzubauen: wie z.B. mit Remarketing Kampagnen (alle Interessenten, die den Warenkorb verlassen haben und nichts gekauft haben).
  • Du hast auf einmal mehrere Zielgruppen aus denen du lookalike / ähnlich aussehende Zielgruppen erzeugen kannst.
  • Und das Wichtigste: Du hast jetzt das Grundprinzip vom Conversion Tracking mittels Google Ads in Online Shops verstanden, jetzt kannst du dies für Bing, Facebook und weitere Plattformen einrichten. Schaue dir auch das Enhanced E-Commerce Tracking von Google Analytics an, denn das ermöglicht es dir spielerisch herauszufinden welcher Traffic-Kanal wirklich profitabel für dich ist! (wahrscheinlich organischer Traffic durch Markenaufbau ?)

Viel Spaß bei der Umsetzung!

 

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Grundlagen

Google Adwords mit kleinem Budget starten – wie gehe ich am besten vor?

Du stehst innerlich kurz vor der Entscheidung, dass Google Adwords das richtige Medium für dich und dein Unternehmen ist, weißt aber nicht wie du genau starten sollst?

Werbebudget-technisch möchtest du nicht zu viel riskieren, da dein Unternehmen gerade zart voranschreitet und deine Gewinne knapp sind.

Dir ist es deswegen sehr wichtig, dass du am Anfang möglichst wenig Werbebudget verschwendest und investierst gerade sehr viel Zeit damit dich über Blogs oder Youtube im Bereich Online Marketing weiterzubilden?

Sehr gut! So habe ich auch angefangen und das ist mit Abstand der effizienteste Weg um “schlank” zu starten! Ebenso finde ich es auch gut, dass du mit SEA anstatt Social Media Ads, wie Facebook oder Instagram, starten möchtest, denn über SEA hast du fast immer ein Problem oder eine Suchintention vorausgesetzt.

Nun, aber wie genau startest du jetzt mit Adwords und vor allem möglichst kleinem Budget? Du fragst dich: Geht denn sowas überhaupt?

Die einfache Antwort dazu ist: Ja! Es geht auf jeden Fall! Warum weiß ich das?

Meine eigenen Projekte als auch die Projekte meiner ersten Kunden sind genau so gestartet: Nicht viel Werbebudget und die große Ungewissheit, ob SEA überhaupt wirklich für mich funktioniert. Man hört ja so viel rechts und links: “AdWords? Da habe ich nur Geld verbrannt!”. Das ist wirklich die Realität und ich muss ehrlicherweise sagen, dass es bei vielen auch wirklich nicht funktioniert hat. Warum? Ich glaube bzw. weiß es, dass es absolut NICHTS mit SEA an sich zu tun hatte. Vielmehr waren das Problem im Bereich Preis, Produkt oder Angebot. Denn zu einem gut funktionierenden Produkt oder Service gehören eine Latte an Faktoren, die alle miteinander stimmig sein müssen.

Ich gehe in dem Artikel aber mal davon aus, dass du…

…bereits mit Leuten gesprochen hast die deine Leistung interessant finden würden oder
…du ggfs. bei physischen Produkten die ersten Verkäufe erzielt hast und auch positive Signale bekommen hast?

Wenn das nicht der Fall ist, bitte tu mir den Gefallen und stoppe alles weitere an Vermarktungen und investiere deine Zeit erstmal in die Grundlagen! Wenn du auf ein schlechtes Produkt Geld investierst, wird das Produkt dadurch nicht besser, sondern nur dein Budget geringer!

Wenn die Grundlagen sitzen, kannst du nun folgende Schritte befolgen, um wirklich „schlank“ zu starten:

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

1. Im “Longtail” steckt die Musik

Longtail Keywords sind Keywords mit mehr als 3-5 Wörtern in einem Satz. Das wäre zum Beispiel:

Handyhülle Leder Iphone X Kartenfach Rückseite

Hier weiß jeder was die Suchintention bedeutet, da das Produkt eindeutig in der Suchanfrage beschrieben ist. Die Regel ist hier: Je länger das Keyword, desto WENIGER Suchanfragen kommen über das Keyword (10-20 pro Monat), ABER desto HÖHER die Wahrscheinlichkeit das eine Conversion stattfindet. Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine Conversion stattfindet, desto höher – meistens – die Gebote!

Nutze deswegen ausschließlich für den Anfang Longtail Keywords in deinen Kampagnen. Das kannst du z.B. machen indem du „broad match modifier (BMM)“ Keyword Match-Types einstellst. Das wäre sowas:

+handyhülle +leder +iphone x +kartenfach

Broad Match Modifier Match-Types bedeutet einfach, dass du Google sagst, dass jede Suchanfrage zwingend deine aufgelisteten Keywords enthalten muss. Das Plus vor dem Keyword bedeutet symbolisch, dass das Keyword in der Suchanfrage verankert sein soll.

2. Tagesbudget vs. Laufzeit: Gering und länger oder viel und kürzer?

Sehr gute Frage! Also die Frage ist: Sollte ich lieber wenig Tagesbudget – also 5€ – einstellen und dafür 60 Tage lang durchlaufen lassen oder viel Tagesbudget und geringere Laufzeit haben?

Meine Antwort hier lautet: Lieber mehr Tagesbudget bei einer geringeren Laufzeit als umgekehrt. Hier meine Begründung:

  • Du erzielst schnellere Ergebnisse, lernst schneller aus den Daten und optimierst somit schneller deine Kampagnen. Denn der einzige Vorteil, den du als Start-Up / digitaler Unternehmer hast, ist es Dinge “schneller” auszuprobieren und zu testen, als der vorhandene Wettbewerb!
  • Du benötigst wirklich mehr als einen Klick pro Tag! Du brauchst einfach eine gewisse Anzahl an Klicks die du pro Tag erzeugen musst, um gesehen zu werden. Stell dir vor dein Klick kostet 2€ und dein Tagesbudget ist 5€. Du würdest maximal 2-3 Klicks am Tag erzeugen, die bereits am Vormittag verbraucht wären – zu schade, denn eigentlich surfen deine potentiellen Kunden Nachmittags/Abends. Probiere hier mehr als 10 Klicks am Tag zu erzeugen, damit die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass du für die richtigen Leute sichtbar bist!

3. Kluge Nutzung von Marketing-Kanälen und vorhandenen Assets:

Jetzt kommt der PRO Tipp! Aufgepasst…es geht um das clevere Erzeugen von günstigen und GLEICHZEITIG qualifizierten Webseitenbesuchern durch bezahlte oder besser organische Kanäle! Ja, das geht und du wirst gleich wissen wie!

Organisch/qualifiziert:

Wenn du z.B. organische Webseitenbesucher auf deiner Seite hast – sei es durch Blog Artikel / deinen Youtube Kanal / dein Instagram Profil – dann würde ich das gesamte Werbebudget auf eine Retargeting/Remarketing Kampagne setzen!

Die Besucher sind in der Regel extrem heiß und haben deutlich höhere Conversion-Chancen, als wenn du probierst fremde Seitenbesucher direkt zur Konvertierung zu bringen. Wie schaffst du es nun organische Sichtbarkeit zu bekommen? Das ist noch mal ein anderes Kapitel, aber der wichtigste Schritt ist erstmal eine ordentliche Indexierung zu schaffen. Das funktioniert mit der Search Console von Google und so kann sich das nach einer Zeit aufbauen, wenn du dran bleibst.

Search Console

Bezahlt/qualifziert:

Benutze unterbewertete, bezahlte Marketing-Kanäle um Interessenten anzulocken. Was wäre denn so ein unterbewerteter Kanal? Youtube oder Facebook Video Ads (Stand März 2019)! Dort kannst du pro Tag mit 5€ und einem Cost-Per-View von 0,02€ bereits 250 Aufrufe erzeugen! Ebenso kannst du per Video einen vieeeel besseren ersten Eindruck hinterlassen, als wenn du das mit einer reinen Textanzeige machst.

Die Umsetzungsstrategie wäre hier folgende: Erzeuge ein Video welches länger als 0:30 Sekunden ist und nutze dieses Video z.B. bei YouTube, um dort Interessenten auf dich aufmerksam zu machen. Nutze hier 5€ am Tag und lasse dies ein paar Tage auf unterschiedliche Zielgruppen laufen. Als nächsten Schritt kannst du eine „Cookie/Pixel Liste“ aufbauen, die du dann bei der Zielgruppenverwaltung in den AdWords-Einstellungen laufend auf deren Größe überprüfen und noch besser nutzen kannst! Diese Zielgruppe hat mit deinem Video interagiert, sprich du hast schon mal ein Feld an Interessenten erzeugt, auf die du später – mittels Anzeigen – zurückgreifen kannst.

Zielgruppenaufbau Youtube

Nutze diese Liste dann – vorausgesetzt die Liste ist größer als 1.000 Leute im Suchnetzwerk – als Zielgruppe in deiner Suchkampagne. Tipp: Benutze hier die Ausrichtung „beobachten“, da wir uns nicht ausschließlich auf die Zielgruppe konzentrieren wollen – ist noch zu klein!

Youtube Audience

Was du dann bekommst, ist eine immer größer werdende Liste mit Menschen, die dein Video gesehen haben. Wenn jemand von der Liste bei Google nun nach der Leistung sucht, die du anbietest, kannst du dann mit einer Anzeige erscheinen und hast schon mal den Vorteil, dass du als Youtube-Werbung erschienen und somit bekannt bist.

4. Das solltest du mitbringen: Geduld & Zeit!

Unternehmer zu sein bedarf zweier wichtiger Komponenten: Zeit & Geduld! Das ist auch gar kein Problem, denn wenn du wirklich Leidenschaft mitbringst für das, was du auf die Beine stellen willst, wirst du die – vor allem schwierige – Anfangszeit sehr gut überstehen!

Wichtig ist nur, dass du dranbleibst! Lass auf kleiner Flamme die Kampagnen laufen, sammel Daten und bau dir deine Zielgruppe sukzessiv auf. Reserviere dir im Kopf ein Marketingbudget, das du gedanklich abgestempelt hast. Das Budget ist da, um ausgegeben zu werden und im besten Fall Interaktionen hervorzurufen. Das befreit dich dann auch von dem Stress, der damit verbunden ist, wenn du am Anfang noch in der Findungs-Phase bist. Das Finden der richtigen Strategie, Botschaft und vor allem Zielgruppe ONLINE ist schwierig, aber es haben schon mehrere Millionen Menschen vor dir geschafft und du wirst es auch schaffen!

Wenn du allerdings nur nach dem Geld gehen solltest und dir das am Wichtigsten ist, dann verkaufe entweder unterschiedliche Produkte auf Amazon oder geh ins Trading 🙂

Viel Erfolg weiterhin auf deinen ersten Schritten im Bereich „bezahlte“ Werbung! Für Fragen nutze gerne die Kommentarfunktion oder tritt meiner geschlossenen Facebook Gruppe bei:

GOOGLE ADWORDS FÜR BEGINNER


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Grundlagen

Adwords Anzeigen Analyse (AAA)

Ich dachte mir, es macht Sinn ein paar aktuelle Google Ads Anzeigen zu analysieren, um euch einfach mal meinen Gedankenprozess offenzulegen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei der Gestaltung seiner Anzeige weiter.

Fangen wir doch mit einem physischen Produkt an…hm…was könnte ich gerade gebrauchen…ah! Eine Schreibtischunterlage! Was spuckt mir Google selbst als Auto-Suggest aus? Hier die Antwort:

„Schreibtischunterlage Leder mit Kantenschutz“.

Hört sich für mich nach einem langen sowie spezifischen Suchbaum aus – sehr gut! Damit können wir arbeiten. Was sagen nun die Adwords Anzeigen?

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

Für mich sind im Prinzip zwei Dinge bei einer Adwords Anzeige wichtig:

  1. Wurden alle verfügbaren Felder der Anzeige verwendet? Dazu zählen Titel, Beschreibung, URL und Anzeigen-Erweiterungen, als auch…
  2. …die inhaltliche Ausgestaltung der Anzeige! Dies ist eigentlich entscheidend für die Klickrate und somit auch der Conversion. Passt der Anzeigentext denn auch zum Suchbegriff und was suggeriert die Landing Page?

Alles zusammen wird auch durch den von Google selbst entwickelten Qualitätsfaktor bewertet, aber ich denke, dass ein Mensch das hier noch mal besser beurteilen kann.

Springen wir in die Analyse…

Anzeige 1

2 von 3 Titel werden angezeigt

Es fällt direkt der Preis „ab 99€“ sowie die Telefonnummer auf! Zahlen sind generell sehr gut für die Klickrate – vor allem bei physischen Produkten. Deswegen achte hier idealerweise auf das Hinzufügen von Zahlen im Titel. Aber nicht zu viele!

Meine Suchanfrage wird direkt im ersten Titel „Leder-Schreibunterlage“ aufgenommen.

Beim Titel 2 „exklusiv nachhaltig langlebig“ könnte ein etwas stärkerer Ausdruck stehen, wie z.B. „Versandkostenfrei“, „mit oder ohne Kantenschutz“, der Markenname ODER noch viel besser „handgefertigt in Deutschland“.

Beschreibung: Die Beschreibung zeigt eine große Anzahl an Möglichkeiten, die der Shop anbietet. Es wurden alle 180 Zeichen verwendet.

Fazit:

Auffällig sind die Zahlen im Titel als auch in der Beschreibung.

Was fehlt bzw. nicht angezeigt wird, sind die Erweiterungen.

Entweder ist die Anzeige durch sehr hohe Gebote auf Position 1 oder aber aufgrund der Relevanz bzw. der Historie. Das kann man leider nicht ableiten. Was verrät uns der Blick auf die Landing Page? Was ihr nicht sehen könnt, aber was die Landing Page zeigt – ich habe da den Hersteller gesucht und nicht auf die Anzeige geklickt – der Hersteller bietet tatsächlich als Auswahl den Kantenschutz an, was die anderen nicht tun!

Anzeige 2:

3 von 3 Titel werden angezeigt

Der Haupt-Suchbegriff erscheint direkt an erster Stelle (Titel 1), was sehr gut ist. Sehr gut ist auch Titel 2 „Büroaccessoires nach Maß“ da dies eine nähere Erläuterung des Themas ist. Also das, was bei der ersten Anzeige im Titel gefehlt hat.

Die wichtigsten Wörter meiner Suchanfrage – also das Haupt-Keyword „Schreibtischunterlage Leder“ – kommt auch in der Beschreibung vor – siehe fett gedruckte Wörter. Das erhöht natürlich die Klickrate, da dies ein zusätzliches Hervorheben der Anzeige mit sich bringt. Schön geschrieben finde ich „Mit ihrem Logo für einen Hauch Luxus“ in der Beschreibung.

Generell wurde womöglich nur eine Beschreibung mit Inhalt gefüllt. Das kann damit zu tun haben, dass das Unternehmen lange nichts mehr an den Anzeigen geändert hat (nach den letzten Updates in Q4/2018), oder es bewusst so gewählt hat. Bei vielen Kunden, die ich übernehme, wurde seit Jahren nichts mehr an den Anzeigen geändert. Aus meiner Sicht verpasst man da mögliche Kommunikations-Chancen mit den Interessenten.

Hier gibt es gegenüber der ersten Anzeige Sitelink Erweiterungen.

Fazit:

Puristische Anzeige mit allen wichtigen Elementen.

Anzeige 3:

2 von 3 Titel werden angezeigt.

Der Suchbegriff erscheint hier auch direkt im Titel 1 und wird im Titel 2 mit „Nach Maß bestellen“ gut erweitert. Auffällig ist, dass diese Anzeige ebenso die Erweiterungen in der URL mit „leder/unterlagen“ hat.

Es werden alle 180 Zeichen der zwei Beschreibungs-Felder verwendet hat, so dass die Anzeige sehr groß wirkt. Ebenso kommt in der Beschreibung auch das Haupt-Keyword vor!

Sitelinks & Erweiterungen mit Zusatzfunktionen wurden ebenso genutzt, so dass hier noch mal mehr Werbefläche eingenommen wurde. Wichtig ist, dass ihr versucht so viele spezifische Erweiterungen mit rein zu nehmen, wie möglich.

Fazit:

Gelungene Anzeige mit allen notwendigen Erweiterungen!

Zusammenfassung:

Welche Anzeige finde ich besonders gut?

Für mich ist die dritte Anzeige sehr gut gelungen, da sie alle Elemente einer vollständigen Adwords Anzeige beinhaltet.

Auch wenn die Position zum aktuellen Zeitpunkt nur Platz 3 ist, kann das viele Ursachen haben. Ggf. arbeitet hier auch ein Profi und hat die maximalen Gebote genau so eingesteuert, dass gerade so Platz 2-3 realisiert werden, da dort der Mix zwischen Conversion und max. CPC in einer guten Balance stehen oder andererseits, dass die anderen beiden Hersteller einfach extrem hohe Gebote eingesteuert haben und so früh am Morgen – es ist 8:30 Uhr – noch ausreichend Werbebudget haben.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und bis zum nächsten Mal!

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Optimieren

5 praxisnahe Tipps, wie du deine erste Adwords Kampagne vernünftig optimieren kannst

Die Anfragen mit denen ich häufig konfrontiert werde, sind entweder:

Ich möchte komplett neu mit Adwords anfangen und habe keinen vorhandenen Account ODER ich schalte bereits Adwords, bräuchte aber bitte ein Kampagnen-Audit um zu wissen, was ich optimieren kann.

Wir gehen in diesem Beitrag nun auf beide Themen ein: „Ich habe komplett neu mit Adwords angefangen und wie zur Hölle optimiere ich jetzt das was vor mir liegt?“

Dazu gebe ich dir ein paar praxisnahe Tipps, wie ich es selbst jeden Tag aufs Neue mit meinen eigenen Adwords, als auch mit denen meiner Kunden, mache.

Wichtig zu wissen für dich: In der Optimierung liegt tatsächlich der Erfolg deiner Kampagne und letztendlich der Erfolg von deinem Produkt. Hier verlieren sich die meisten, denn wenige haben wirklich Geduld sich inhaltlich mit den Zahlen auseinanderzusetzen. Was bedeutet das denn jetzt alles? Ich habe Klicks, aber was sagen mir die Klicks tatsächlich aus? Das ist doch alles nicht intuitiv! Ich stoppe Adwords!

…so soll es bei dir natürlich nicht klingen…Ich wäre eher für: GEIL! Neue Keywords gefunden! 🙂

Also erstmal für die UNGEDULDIGEN alle 5 Tipps zusammengefasst:

  • Tipp 1: Tatsächliche Suchbegriffe – anschauen, verstehen und optimieren!
  • Tipp 2: Negative / Auszuschließende Keywords – Notizzettel raus + rauskopieren + eliminieren als “weitgehend passend”
  • Tipp 3: Conversions: ja / nein? – Hier ist die Traffic-Qualität entscheidend! Wenn “nein” dann weitermachen! Wenn ja: war es ein Lucky-Shot? 
  • Tipp 4: Impressions – hast du welche oder hast du keine? Wenn du keine hast, dann Gebot & Qualitätsfaktor überprüfen. Gebote erhöhen. Qualität der LP auf die Keywords & Anzeige abstimmen. 
  • Tipp 5: Exakte Keywords überführen – In einem späteren Schritt wenn du Conversions hast: Überführe “Converters” in eigene Anzeigegruppen / Kampagnen bei hoher Relevanz!

Für die Video-Fans, sorry, ich werde zeitnah ein Video dazu erstellen!

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

Tipp 1: Tatsächliche Suchbegriffe!

Wichtig hier ist die Qualität deines Traffics. Die bestimmt sich durch die ausgewählten Keywords und die damit erzeugten Suchbegriffe! Um dahin zu kommen:

Dazu klickst du deine SUCHKAMPAGNE an, gehst auf KEYWORDS und dort auf SUCHBEGRIFFE.

Hier gibt’s aber etwas zu unterscheiden:

  • ICH SEHE NICHTS: Wenn du keine Klicks erzeugt hast, dann gibt es auch keine Suchbegriffe. Sprich: Hier gab es keine Performance.
  • ICH SEHE WENIG: Wenn du Klicks erzeugt hast, dann wirst du Suchbegriffe sehen, die von deinen Keywords erzeugt worden sind. WICHTIG: Keywords sind UNGLEICH den Suchbegriffen, denn die Suchbegriffe sind das, was TATSÄCHLICH vom Interessenten eingegeben wurde.
  • OH GOTT, ICH SEHE VIEL: Wenn du wahnsinnig viele Suchbegriffe hast, scheint es mir so, dass du sehr breit (in den Match-Types ;)) gestartet bist. Normalerweise müsstest du z.B. nach 2-3 Tagen und 5€ Budget am Tag nicht viel Traffic erzeugt haben, da du ja maximal 5 Klicks am Tag bei 1€ pro Klick oder 10 Klicks bei 0,5€ pro Klick haben kannst.

Was sagt mir das nun?

Die Suchbegriffe zeigen dir die Qualität des Traffics an. Wenn du z.B. eine Iphone X Hülle in rot verkaufst und ständig Suchbegriffe wie „Iphone x hülle rot gebraucht“ „iphone x hülle rot online bestellen“ „iphone x hülle rot günstig kaufen“ erzeugst, spricht das dafür, dass dein Targeting schon scharf ist und du relevante Suchbegriffe erzeugst. Hier gilt es dann die Wörter die nicht zu deinem Angebot / Produkt passen, auszuschließen…was wir im folgenden beleuchten werden.

Tipp 2: Negative / Auszuschließende Keywords!

Ehrlich gesagt ist das ein grooooßeees Kapitel, welches ich nochmal separat im Zusammenhang mit Match-Types erörtern werde.

Um es an dieser Stelle pragmatisch für dich zu halten, in aller Kürze: Du solltest dir – parallel und während du die Suchbegriffe analysierst – diejenigen Satzteile merken, die absolut NICHTS mit deinem Produkt oder Service zutun haben.

Beispiel:

Dein Keyword: „Iphone X Hülle rot“

Erzeugter Suchbegriff: „iphone X hülle rot oder grün“ – Dafür wirst du ranken, wenn dein oben genanntes Keyword das Ausspielen dafür zulässt.

Hier handelt es sich offensichtlich um einen Interessenten, bei dem im Kaufzyklus noch nicht ganz klar ist, welche Farbe er tatsächlich haben möchte. Um dies für die Zukunft zu eliminieren und unnötig für so welche Suchbegriffe Geld auszugeben, sind negative Keywords nützlich.

Hinweis aus der Praxis: Bei einem Kunden habe ich auf artfremden Suchbegriffen tausende von Euro Werbebudget verbrannt gesehen, einfach weil meine Vorgänger vergessen haben, dass die Option “negative Keywords” überhaupt existiert. Eigentlich wird dadurch erst eine Adwords-Kampagne profitabel und zur ultimativen Traffic-Maschine.

Was solltest du hier tun:

1.) Nimm einen Notizzettel oder ein Word Dokument.

2.) Notiere dir NUR den artfremden Begriff, hier z.B. grün.

3.) Setze diesen Begriff in Anführungszeichen (phrase Match – Details dazu folgen). Das bedeutet lediglich soviel, dass Adwords das Wort „grün“ in keiner Suchanfrage mehr darstellen wird. Fertig!

Tipp 3: Conversions: ja / nein?

Warum kommen Conversions erst an dieser Stelle – dafür mache ich den ganzen Kram doch letztendlich?! Ja, richtig, aber dennoch falsch!

Mein Gedankengang dazu: Je besser die Traffic-Qualität wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Conversions erzeugt werden. Es kann immer mal vorkommen, dass du einige Lucky Shots hast. Das bedeutet, dass du einfach auf willkürliche Begriffe einen Abschluss bekommst. Ich rate dir, dich davon niemals beeinflussen zu lassen, da dies eine völlig falsche Fokussierung wäre. Gehe auf die wirklich wichtigen Suchbegriffe und nicht auf willkürliche Conversions!

Wenn du beispielsweise auf Samsung S6 Hülle eine Iphone X Hülle verkauft hast, dann kann dies unterschiedliche Gründe haben. Der Interessent hat ein Zweithandy, welches ein Iphone X ist oder möchte die Hülle für seine Freundin/Eltern/Kollegen, etc. kaufen…Hier die Frage: Wie häufig kommt sowas vor? Geringe Wahrscheinlichkeit! Also bitte lassen!

Wenn du jedoch ständig an der Qualität deines Traffics schraubst, dann kann es zwangsläufig nur dazu führen, dass du im Bereich Inbound-Marketing KEIN Problem mehr hast. Warum? Du sorgst ständig für den richtigen Traffic und die Realität ist: Wenn Leute nach einer Sache suchen, die es zu erwerben gibt und du dort erscheinst, werden zwangsläufig Conversions entstehen…NATÜRLICH UNTER DER VORAUSSETZUNG, DASS ALLES ANDERE STEHT. Wie z.B. deine Landing Page und/oder ein vernünftiger Checkout-Prozess. Gedanklich kannst du dann aber Adwords erstmal positiv abhaken, denn du weißt, dass die Suchanfragen STIMMEN!

Tipp 4: Impressions

Impressionen geben dir extrem gute Anhaltspunkte zu deinem Gebot und somit deinem Wettbewerbs-Umfeld. Erzeugst du z.B. gar keine Impressionen auf einige Keywords hat das Gründe:

  1. Andere Keywords saugen dein Budget auf – zu breit oder sehr hoch im Verhältnis zu deinem Tagesbudget.
  2. Dein Gebot ist zu gering – 5€ im Durchschnitt aber du bietest nur 1€.
  3. Das Suchvolumen ist extrem gering – wo nichts ist, kann nichts geboten werden.

Hier ein PRO Tipp:

Gehe in deine Spalteneinstellung und aktiviere die Spalte „Anteil an möglichen Impressionen im SN“. Diese Spalte nutzt fast niemand, wobei sie SO wichtig ist. Die Kennzahl bedeutet einfach wie viele ECHTE Ausspielungen du gehabt hast und wie viele möglich wären, wenn…dein Gebot bzw. der Qualitätsfaktor gestimmt hätten! 

Du kannst entweder aufgrund eines zu niedrigen Gebotes oder durch Googles Bewertungsfaktoren – Qualitätsfaktor – an Sichtbarkeit verlieren.

  • Verlust aufgrund des Gebotes: Wäre der Durchschnittliche CPC 5€ und du bietest 3€, ist es kein Wunder warum bei dir <10% stehen oder gar nichts stehen wird.
  • Verlust aufgrund vom Rang: Der Dreiklang zwischen Anzeigenqualität, Keyword und Landing Page Erfahrung ergibt den Qualitätsfaktor (Quality Score – QS). Das lustige am QS ist, wenn du dort eine volle 10 schaffen solltest, bezahlst du auf einmal weniger für den Klick und bekommst höhere Rankings!

Wie geht das? Das behandel ich in einem anderen Artikel.

Tipp 5: Exakte Keywords überführen:

Irgendwann ist es soweit und du bekommst die ersten Conversions rein. Was machst du dann? Hier ist es sinnvoll eine separate Anzeigengruppe zu erstellen oder auch eine Kampagne mit eigenem Budget (würde ich empfehlen wenn es deutlich mehr als 5-10 Keywords sind).

Was überführst du, wenn du z.B. eine neue Anzeigengruppe erstellst. Schau dir den Suchbaum genau an und schaue über die gesamte Laufzeit wie viele Impressions dieser Suchbegriff hat. Ist es ein Suchbegriff, der nur eine Impression, einen Klick und damit eine Conversion erzeugt hat, würde ich die wesentlichen Bestandteile von dem Suchbegriff als Phrase-Match mit aufbauen.

Beispiel: „Iphone x Hülle rot online kaufen und zuschicken lassen

Hier siehst du, dass womöglich niemand mehr so einen langen Satz eingibt. Deswegen wären Signalwörter für mich: „online“ und „kaufen“. Ich würde das dann folgendermaßen aufbauen:

„Iphone x Hülle rot x online kaufen“

Hier zu beachten: Achte auf die Reihenfolge der Wörter. Da wir hier eine passende Wortgruppe aufbauen, bedeutet das, dass Google auch alle Suchanfragen in genau der Reihenfolge als Ausspielung nutzt. Google könnte hier aber auch ausspielen für:

Iphone x Hülle rot x online kaufen amazon

Iphone x Hülle rot x online kaufen günstig

Iphone x Hülle rot x online kaufen ebay

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Mindset

Mindset: Warum du als Unternehmer sofort mit bezahlter Werbung starten solltest…

#PPCMINDSET

Warum ist es vor allem für den Start deiner Geschäftsidee sinnvoll direkt mit bezahlter Werbung anzufangen? Wenn du gerade darüber nachdenken solltest und dir nicht sicher bist, ob es sinnvoll zur Etablierung deiner Geschäftsidee ist, dann ist dieser Artikel genau richtig für dich!

5 Gründe warum es Sinn macht mit bezahlter Werbung zu starten

Schnell Ergebnisse erzeugen, Hypothesen validieren, draus lernen und sofort die nächste Optimierung einleiten. So geht der schlanke Geschäftsaufbau in der digitalen Welt heute. Noch nie war es einfacher so schnell ein Unternehmen zu gründen, qualifizierten Traffic einzukaufen und schnell aus den Ergebnissen der ersten gesetzten Hypothesen zu lernen.

Ich durfte innerhalb der letzten zwei Jahre mit vielen Gründern und Unternehmern über dieses Thema sprechen. Auch hier kam die Normalverteilung zum Tragen, denn einigen brauchte ich gar keine großen Argumente zu liefern, warum es Sinn machen würde gleich am Anfang damit zu starten, bei anderen haben sich die Gespräche immer weiter ins unendliche gedreht.

Klar ist, dass du nicht dein gesamtes Werbebudget gleich am Anfang in bezahlte Werbung investieren solltest. Es macht aber durchaus Sinn ein bisschen konkreter das Wasser anzutesten, bevor du dann komplett ins Meer eintauchst.

Für alle, die auf audio-visuellen Content stehen, hier einmal das Video.

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Grund 1: Du brauchst die Sichtbarkeit

Der wichtigste Grund für den Start mit bezahlter Werbung ist natürlich die Sichtbarkeit. Du musst zeigen, dass du existierst und dass du auch ein ernstzunehmender Marktteilnehmer bist. Hier gilt es folgendes für den Start zu beachten: Deine Positionierung! Je spitzer deine Positionierung ist, desto höher die Chance, dass du auf Anhieb Conversions bekommst.

Was heißt „spitze Positionierung“? Eine spitze Positionierung ist nichts anderes als das Besetzen von unteren/neuen/unbekannten Nischen eines Massenmarktes. Bestes Beispiel ist im Nahrungsergänzungsmittel-Markt zu sehen. Früher gab es nur Protein-Pulver, heute gibt es „veganes“ Protein Pulver oder sogar „laktosefreies, veganes, Soja Proteinisolat“. Dies ist ein sehr gutes Beispiel für eine neue Positionierung in einem neuen, sowie unbekannten Markt. Es sind tiefere Abzweigungen, die mit der Zeit und aufgrund neuer Kundenbedürfnisse entstanden sind. Typische Charakteristika von Nischen: Geringeres Suchvolumen (unter 1000 pro Monat), wenige Anbieter (meistens spezialisiert, keine großen Konzerne), geringere Klickpreise und damit PERFEKT als Eintritt für Gründer mit neuen Geschäftsideen. Natürlich gelten dieselben Informationen, wenn du bereits einen vorhandenen Geschäftszweig hast und in einen weiteren für dich noch unbekannten Geschäftszweig expandieren möchtest.

Grund 2: Sofortige Validierung deiner Geschäftsidee

Der Hauptgrund warum du mit bezahlter Werbung starten solltest, ist die sofortige Validierung deiner Geschäftsidee. Ich sage dir warum: Es spart dir ungeheuer viel Lebenszeit, graue Haare und kann deinen Fokus sofort auf andere Dinge setzen.

Spart Lebenszeit

Wahrscheinlich hat jeder diesen einen Unternehmerkollegen im Bekanntenkreis, der sich extrem viele Gedanken zum Start seiner Geschäftsidee macht. Jedes winzige Detail ist perfekt durchdacht und aus ihm sprudelt immer die richtige Argumentation heraus, sobald man ihn nach dem Fortschritt seiner Geschäftsidee fragt. „Wenn der Kunde dann Produkt 1 kauft, dann gibt es eine Variante von Produkt 1 im Angebot, das führt dazu, dass er unbedingt Produkt 2 kaufen wird und dann extra für ein Seminar zum Ort x fährt“.

Ich habe häufig diese Gespräche geführt und die einzige Frage, die ich da immer stelle ist: „Das hört sich sehr plausibel an, aber bevor du noch weitere Stunden am Design der weiteren Verkaufsmöglichkeiten für vorhandene Kunden sprichst, hast du denn schon mal herausgefunden inwiefern kalter Traffic überhaupt durch diesen Prozess wandern könnte? Sprich: hast du den Anfang von deiner Produktleiter jemals getestet?“.

Meistens bekomme ich die Antwort, dass es klappt, da es bereits andere mit anderen Produkten geschafft haben und man optimistisch ist, wenn man nur den richtigen Traffic finden würde. Aber in den meisten Fällen hat die Validierung der Hypothese auch mit erhöhtem Budget nicht funktioniert!

Um es für dich hier abzukürzen: Du sparst eine Menge Zeit, wenn du bereits frühzeitig deine Geschäftsidee testest. Bevor du dir ziemlich viele Stunden Gedanken über den kompletten Webseitenaufbau machst, denn deine Lebenszeit ist auch wertvoll und rechne das mal gegen deinen Stundenlohn, kannst du mit bezahlter Werbung direkt die ersten paar Schritte extrem schlank testen. Was du dafür brauchst ist ein Adwords Konto, eine Landing Page (nicht mal eine komplette Homepage!) und ein Produktangebot. Natürlich solltest du die Emails mit einsammeln, aber mehr ist auch nicht notwendig. Traffic kaufst du über Adwords ein und testest direkt ein paar Botschaften und auch Angebote. Du schaust welches Produktangebot am Besten konvertiert, hast im Idealfall sogar schon ein paar Email Adressen oder bist mit Leuten in Kontakt gekommen, die deinen Live Chat verwendet haben und kannst mit vollem Fokus in die weitere Entwicklung deines Produktes oder deiner Dienstleistung gehen.

Hinweis: Es ist an dieser Stelle ratsam das für jede Ausgangssituation zu machen! Auch wenn du in der Branche gearbeitet hast und dich bestens auskennst. Es ist ungeheuer schwer, Interessenten auf Anhieb über Google Ads oder Facebook Ads davon zu überzeugen, sich dein Angebot anzuschauen und es im Idealfall auch gleich zu kaufen. Kunden online zu überzeugen bedarf ganz spezieller Fähigkeiten.

Neuer Fokus

Geht für dich ein Test in die Hose und dein Angebot wird nicht angenommen (wenig Klicks, keine Einträge, keine Interaktionen), empfehle ich folgendes Vorgehen: Es ist natürlich noch nicht alles verloren, denn wir sind mitten in der Findung deiner Idee! Hier empfehle ich einen strategischen Wechsel für deine Geschäftsidee. Haben wir vielleicht etwas übersehen? Müssen wir spitzer kommunizieren, kommunizieren wir die falschen Vorteile oder ist es an die falsche Zielgruppe adressiert? Diese Optimierung sollte zweimal geschehen und die Ergebnisse müssen jeweils neu untersucht werden. Werden die Klickraten, Einträge und Interaktionen nicht signifikant besser, sollten wir uns einer anderen Idee widmen, denn ggfs. ist die Nachfrage nicht vorhanden oder der Schmerz nicht so groß für dein Produkt.

Beachte das dies generelle Schritte sind und es muss von Idee zu Idee individuell geprüft werden! Ebenso ist es wichtig auch eine signifikante Anzahl an Klicks eingekauft zu haben um zu dem Schluss zu kommen. Signifikant ist eine Klickanzahl von mindestens über 1000 auf dein Angebot / Landing Page.

Der entscheidende Vorteil durch diese Herangehensweise ist, dass du jetzt faktenbasiert entscheiden kannst, worauf du deinen Fokus als nächstes legst. Das befreit dich innerlich von deinem vorherigen Projekt, gibt dir erstmal Seelenfrieden – auch wenn ich weiß wie schmerzhaft es ist sich von einer Idee zu trennen – und konzentriert deine Energie auf neue Dinge. Je länger du auf deiner Idee gearbeitet hast, desto schmerzhafter ist dieser gedankliche Schritt – das verstehe ich komplett! Aber GENAU AUS DIESEM GRUND solltest du nicht zögern und sofort anfangen zu testen!

Sieh es einfach als deine persönliche Marktforschung zu deinem Konzept!

Grund 3: Organisch dauert sehr lange

Dieser Grund geht eigentlich mit dem vorherigen Punkt einher. Bezahlte Werbung führt einfach zu schnelleren Einsichten und bringt dich schneller zum Ziel. Wenn du mal probiert hast, in der heutigen Zeit auf Seite 1 bei Google zu kommen, musst du nicht nur sehr guten Content abliefern, nein, du musst auch noch die richtigen Backlinks und sehr viele Partner haben, die deinen Content teilen.

Wenn du ganz am Anfang stehst, halte ich dies für unrealistisch, denn du musst dir erstmal ein Netzwerk aufbauen, um deinen Content dann strategisch einzubetten. Du schreibst und schreibst über dein Thema, nutzt vielleicht unterschiedliche Kanäle um Traffic zu generieren und steckst viel Zeit und Energie rein, um organisch sichtbar zu sein.

Die Vorgehensweise finde ich generell klasse! Denn Content Marketing ist extrem zeitintensiv und alles was zählt ist deine Ausdauer. Wenn du darauf Lust hast, bist du den meisten einen Schritt voraus!

Was jedoch vor deinem Content Marathon geschehen sollte, ist die 100% Bestätigung, dass das, worauf du dich die nächste Zeit fokussieren willst, auch extrem relevant ist. Wie schade wäre es, wenn du bloggst und bloggst und niemand kommt auf deine Seite. Deswegen auch hier: Bevor du mit dem Thema Content Marketing für dein Produkt oder Dienstleistung startest, einmal den Realitätscheck durchzuführen und auf die Signale zu schauen. Sind die Signale positiv, dann steht dem nichts mehr im Weg.

Letztendlich sparst du hiermit auch wieder Lebenszeit ein und kannst sofort einen neuen Fokus setzen, sobald dein Test andere Signale zeigt, als du es dir ausgemalt hast.

Grund 4: Volle Kontrolle durch bezahlte Werbung

Wie in den Punkten vorher beschrieben, nehmen wir durch bezahlte Werbung das Ruder in die Hand. Wir wollen uns nicht auf organische Rankings verlassen und wollen auch nicht, dass Nutzer einfach nur irgendwo auf unserer Webseite landen! Wir wollen den Nutzern einen genau geführten Weg aufzeigen. Sie sollen die Inhalte unserer Landing Page lesen und verstehen warum wir unsere Leistung genau SO wie abgebildet anbieten. Wir wollen hier nichts dem Zufall überlassen, sondern so, wie wir denken, dass es unsere Leistung am besten reflektiert.

Um dies sicherzustellen gibt es nur eine Möglichkeit: Und zwar den Pfad durch bezahlte Werbung zu lenken. Bezahlte Werbung ist wie eine Gießkanne, die wir nutzen um eine Flasche zu füllen. Wir lenken den Strahl. Organische Rankings sind wie ein Regenschauer… man weiß, dass es regnet und das Wasser kann von allen Seiten kommen und ab und zu plätschert dann ein Interessent auf unsere Seite.

Grund 5: Einfach zu skalieren

Es baut alles aufeinander auf, denn wenn du dein Geschäftsmodell validiert hast, weißt du in welche Richtung du deinen Content richten solltest. Und wenn du die volle Kontrolle über deinen bezahlten Traffic hast, dann steht der Skalierung deines Geschäftsmodells nichts mehr im Wege! Mit skalieren ist die Ausweitung deiner Reichweite gemeint. Wenn du 10€ am Tag investierst, könntest du z.B. 100€ am Tag investieren, da du nun weißt was funktioniert. Eine Sache gibt es da jedoch noch, um dies zu 100% sicherzustellen…

Du benötigst einmal den generellen Wert deines Kunden. Wie viel Gewinn machst du im Durchschnitt pro Kunde? Wenn du das weißt, weißt du auch wie viel du vorne im Traffic in den Einkauf stecken kannst. Sobald dies klar ist und die Werte auch so geliefert werden, darf ich dir herzlichen Glückwunsch sagen! Denn nun hast du ein Unternehmen, was unmittelbar auf großen Erfolg steuern wird!

Fazit: Bezahlte Werbung zum Start ja/nein?

Es ist wie das Suchen nach der goldenen Ader. Wichtig ist es die richtigen Signale zu erkennen, aber noch viel wichtiger deine Ressourcen vernünftig einzusetzen. Dabei meine ich nicht nur Werbebudget, denn viel wichtiger ist deine Lebenszeit und deine Motivation. Die Zeit gibt dir niemand wieder zurück und sie sollte natürlich bestens investiert sein. Mein Motto zu neuen Geschäftsideen ist und bleibt immer: FAIL QUICK & LEARN!


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Grundlagen

Wie richte ich Adwords-Conversion-Tracking mit dem Google Tag Manager ein?

Conversion Tracking ist für deine Adwords-Kampagnen die wichtigste Steuerungsgröße überhaupt. Nur so kannst du einfach und genau nachvollziehen, welche Anzeigen & Kampagnen überhaupt zum Erfolg deiner Online-Marketing-Kampagne beigetragen haben. Die Einrichtung ist dagegen leider eine lästigere Aufgabe, da es ziemlich technisch wird und du einige Codes an den richtigen Stellen deiner Webseite einbetten musst. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um ein Tracking einzurichten und da kann schnell die Motivation im Keller sein. In diesem Beitrag möchte ich dir das Adwords-Conversion-Tracking für WordPress Seiten mit dem Google Tag Manager einmal vorstellen. Der Google Tag Manager ist für mich eines der besten und effizientesten Tools, um Conversions verhaltensbasiert in Marketing Systeme wie Google Ads oder Facebook Ads aufzunehmen und zurück zu spielen. Du wirst erstaunt sein, was damit alles möglich ist. Aber bevor wir dazu kommen, möchte ich dir in diesem Artikel erstmal eine Klick-für-Klick-Anleitung geben, wie du alles in den Grundfunktion für deine Webseite einrichten kannst.

Im Video findest du die gesamte Einrichtung und kannst sie auch noch mal im folgenden Blog nachlesen. Viel Spaß!

 

 

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Die Schritt für Schritt Anleitung für dein Adwords Conversion Tracking

Das Prinzip vom Conversion Tracking mit dem Google Tag Manager und Adwords möchte ich dir einmal in einer Grafik näherbringen, damit du es vollständig verstehst. Die Ausgangsfrage ist die folgende: Wie kann ich sicherstellen, dass ein gewünschtes Zielverhalten auf meiner WordPress Seite aufgenommen und zurück an Adwords gefüttert wird? Dabei soll das Wunschverhalten ein individuelles Ereignis sein, welches du auf deiner Seite definierst. Was könnte ein Wunschverhalten sein?

  • Klick eines bestimmten Knopfes (Anmeldeformular)
  • Besuch einer für dich relevanten Seite deiner Homepage (Danke Seite)
  • Eine bestimmte Aufenthaltsdauer auf einer Unterseite von dir
  • Der Interessent hat sich bestimmte Videos angeschaut
  • Es wurde ein gewünschtes E-Book heruntergeladen
  • …und noch viel mehr!

Hier ist eine generelle Regel: Alles was Kaufimpulse aufzeigt, sollte unbedingt mit in dein Conversion Tracking integriert werden. Was du letztendlich davon dann als wirkliche Conversion an Adwords zurückspielst, ist dir überlassen. Besteht dein Kaufprozess aus 3-4 wichtigen Schritten (wie z.B. Interessent legt ein Produkt in den Warenkorb, Interessent besucht die Warenkorb-Seite und gibt seine Kontaktdaten ein), würde es an dieser Stelle auch Sinn machen, alle Schritte mit in dein Conversion Tracking aufzunehmen. Um jedoch einfach zu starten und es nicht unnötig kompliziert zu machen, würde ich dir hier empfehlen mit der wichtigsten Conversion zu starten. Das ist meistens der Kauf eines Produktes oder das Eintragen in ein Formular.

In meinem Beispiel ist es der Klick auf ein Anmeldeformular.

Adwords Conversion Tracking 1

Der Aufbau (Bild 1):

Der Google Tag Manager ist quasi wie ein Vermittler zu sehen. Er gibt Informationen, die er auf deiner Homepage erzeugt hat an Adwords weiter. Was er an Informationen erzeugen soll, definieren wir natürlich – dazu aber später mehr.

Wie geschieht die Informationsweitergabe? Durch das Einbetten von unterschiedlichen Codes auf deiner Seite. Diese Codes aktivieren die Aufzeichnungsmöglichkeiten durch den Google Tag Manager auf deiner eigenen Homepage. Keine Sorge, es wird erst was aufgezeichnet, wenn du auch die richtigen Befehle definiert hast. Standardmäßig wird nichts aufgezeichnet, sondern die Verknüpfung wird erst nach der Einbettung der Codes angelegt.

Im Bild 1 kannst du hier einmal die drei wichtigsten Bereiche im Conversion Tracking sehen:

  1. Deine WordPress Seite
  2. Der Google Tag Manager
  3. Deine Kampagnen bei Adwords

Gehen wir nun davon aus, dass wir einen Befehl im Google Tag Manager definiert haben und alles ist korrekt eingerichtet. Wir aktivieren wie im Bild 1 nun die Kampagnen, die dazu führen dass wir Traffic auf unsere Seite bekommen (Schritt 1). Unser oberstes Ziel mit der Kampagne ist es, dass wir Leute dazu bekommen sich in ein Anmeldeformular auf unserer Seite einzutragen. Dies könnte man als “Ziel Conversion” (unsere wichtigste Conversion) definieren. Diese Conversion muss einmal in Adwords, als auch im Google Tag Manager angelegt werden. Wie das funktioniert erfährst du weiter unten.

Adwords Conversion Tracking 2

Die Ziel Conversion (Bild 2):

Wir haben nun erfolgreich Webseitenbesucher durch Google Adwords auf unsere Zielseite geschickt, wo das Anmeldeformular eingebettet ist, welches wir mit dem Google Tag Manager markiert haben. Sobald jemand nun auf den Anmeldeknopf drückt, würde diese Information durch den Google Tag Manager an Adwords zurück gesendet werden.

Adwords Conversion Tracking 3

Die Informationsweitergabe (Bild 3):

Unsere Zielseite sowie unser Angebot war für die Webseitenbesucher also ziemlich interessant und jemand hat den Anmeldeknopf gedrückt. Jetzt wird der Google Tag Manager “aktiviert”, da nun das gewünschte Verhalten auf der Seite gezeigt wurde. Der Tag Manager gibt dann basierend auf seinen Einstellungen die Daten an die Google Ads Plattform zurück und kann die Conversion – vereinfacht gesagt – mit der richtigen Anzeige verknüpfen. Voilà, wir haben unsere erste Conversion verzeichnet und wissen aus welcher Anzeige diese Conversion kam!

Zwischenfazit:

Ich hoffe durch dieses Beispiel ist der generelle Prozess vom Adwords Conversion Tracking mit Hilfe des Google Tag Managers etwas klarer geworden. Es gibt drei Parteien, die dich dabei unterstützen deinen Ziel-Conversions nachzugehen. Es gibt die Adwords-Plattform worüber du den Traffic einkaufst, es gibt deine WordPress Webseite, auf der der Traffic landet und es gibt den Google Tag Manager als Verbindungsglied zwischen den beiden erst genannten Parteien.

Die technische Einrichtung vom Adwords Conversion Tracking

Jetzt wird es ein bisschen technischer, denn es geht um die Einrichtung des oben dargestellten Beispiels. Durch diese Anleitung solltest du aber keine Probleme haben dies auch für deine Seite umzusetzen. Halte dich einfach an die Anleitung und nutze ansonsten das Video als zweit Alternative, wenn du nicht weiter kommen solltest.

Das erste was wir nun machen ist, dass wir den Google Tag Manager in deine Seite einbinden.

Schritt 1: Einbindung vom Google Tag Manager Code

Gehe hierzu in den Google Tag Manager (https://tagmanager.google.com/) und richte dein Konto ein. Wie das geht, siehst du ja auch im Video. Nachdem du dein Konto eingerichtet hast, erhältst du einen Code. Der sieht in meinem Beispiel so aus:

GTM Code

Dieser Code ist einmal für den head-Tag und den body-tag auf deiner Seite. Keine Sorge, das ist nur halb so wild. Ich zeige dir, wo sich die befinden!

Nun gehen wir ins Backend von deiner WordPress-Seite. Das ist meistens „https://deineSeite.de/WP-ADMIN“ – das müsstest du von der Einrichtung deiner Homepage kennen.

Dort angekommen machen wir uns auf den Weg und suchen den EDITOR. Im Editor sind alle Codes deiner Webseite zu finden. Den EDITOR findest du bei DESIGN > EDITOR. Achtung: Es existiert noch ein weiterer Editor, der jedoch für deine Plugins benutzt wird. Diesen bitte nicht benutzen.

Wordpress Backend

So, nun suchen wir in deinem Editor nach der folgenden Datei: header.php.

Wenn du sie gefunden hast, bitte einmal draufklicken. Dann setzt du beide Codes aus dem Google Tag Manager in die jeweilige Lücke ein (siehe Bild) und klickst auf speichern.

Einmal für den HEAD Bereich:

Head Tag GTM

Und natürlich für den Body Bereich:

Head Tag GTM

Jetzt müsste dein Google Tag Manager erfolgreich eingerichtet sein. Du kannst nun folgendes tun, um zu verifizieren, ob der Tag Manager erfolgreich eingerichtet wurde. Dazu nutzt du das folgende Plugin für deinen Chrome Browser: Tag Assistant (by Google).

Tag Assistent by Google

Einfach installieren und auf deiner Seite aktivieren. Der Tag Assistent führt dazu, dass er sämtliche Tags auf deiner Seite aufnimmt und dir ausspielt, welche Tags installiert sind. So kannst du nicht nur checken, ob der Google Tag Manager erfolgreich installiert wurde, du siehst auch, ob Google Analytics existiert und sogar bei beiden die dazugehörige Tag Nummer.

Wurde dein Tag erfolgreich erkannt, müsste das in etwa so aussehen:

Tag Assistent

Bitte sei nicht irritiert, wenn dein Google Tag Manager ein rotes Smily zeigt. Das bedeutet lediglich, dass wir dort noch keine Funktionen eingebunden haben. Das machen wir jetzt!

Schritt 2: Tags im Google Tag Manager erstellen

Ein “Tag” im Google Tag Manager ist der Bereich, der ständig auf der Suche nach dem richtigen Verhalten vom Nutzer ist und sobald dies gezeigt wird, gibt er die gespeicherten Informationen automatisch zurück an Adwords. Man kann es wie einen Bademeister im Schwimmbad vergleichen. Dieser sitzt auf seinem Türmchen und beobachtet den “Traffic” im Schwimmbad. Sobald jemand in den tieferen Bereich schwimmt oder unterhalb des 10-Meter-Turms, ertönt sofort sein Lautsprecher und er meldet den Vorfall. Idealerweise schreibt sich der Bademeister diese Information in sein Büchlein mit der Notiz “10:33:23 Uhr – Wieder jemand von den Anfängern im Profi-Schwimmbecken”. Diese Notiz wird eventuell auch seinen Kollegen mitgeteilt. Es ist also eine “Schwimm Conversion” verzeichnet worden, die außerhalb des Toleranz-Bereichs gewesen ist. Dabei ist der Bademeister das “TAG” und die Conversion wäre, wenn jemand entweder ins Profi-Schwimmbecken schwimmt oder unter dem 10-Meter-Turm ist.  Ich hoffe, dass das Konzept vom “TAG” somit etwas klarer geworden ist.

Wenn wir beim Beispiel bleiben, müssen wir ja nun auch einen Auslöser/Trigger definieren. Im Bademeister-Beispiel ist der Auslöser seiner Meldung “das Betreten vom Profi-Schwimmbecken” oder “das Schwimmen unterhalb des 10-Meter-Turms”. Es gibt also ZWEI Auslöser.

Angewendet auf unser Webseiten-Beispiel ist es das “Drücken eines Anmeldeknopfes”. Dafür müssen wir nun einen sogenannten Trigger – den Auslöser – festlegen. Bevor wir jedoch den Trigger festlegen, fehlt noch eine kleine Aktivierung: Die sogenannten integrierten Variablen. Integrierte Variablen (Build-in Variables) sind dafür zuständig zusätzliche Informationen mit aufzuzeichnen. Standardmäßig zeichnet der Google Tag Manager keine Klicks, Besuche von Webseiten URLs, etc. auf.

Aber es ist genau das, wonach wir suchen! Unser Conversion Tracking soll genau den KLICK auf einen Knopf und den Besuch einer gewissen Webseite aufzeichnen und als positives Signal an Adwords zurück geben.

Lange Rede kurzer Sinn: Geh im Google Tag Manager in den Bereich VARIABLEN > KONFIGUIEREN > AKTIVIERE ALLE HÄKCHEN BEI KLICKS

Trigger Einbauen

Nachdem wir die Klicks aktiviert haben, gehen wir in den Reiter „TRIGGER“.

Drücke auf NEU und benenne deinen Trigger (z.B. Klick Absenden), so dass du ihn wiederfinden kannst.

Wähle dann auch hier als Trigger-Typ KLICKS aus und dort ALLE ELEMENTE. In der Trigger-Konfiguration kommen nun die VARIABLEN ins Spiel, die wir eben hinzugefügt haben.

Wähle CLICK TEXT und gib den Text ein, der auf deinem Anmeldeknopf deiner Webseite steht. In unserem Fall ist es „Absenden“.

…dein Trigger sollte nun so aussehen: 

Perfekt, wir haben nun erfolgreich die Variablen UND den Trigger eingerichtet! Nun geht es darum deinen TAG – den Bademeister – einzurichten! Dafür benötigen wir einmal den Trigger sowie die Conversion-Informationen aus dem Adwords-Dashboard.

TIPP: GOOGLE TAG MANAGER ADVANCED: DATA LAYERS EINRICHTEN >

Adwords Conversion einrichten:

Wir müssen ebenso bei Adwords eine Conversion einrichten, da Adwords selbst ja nicht weiß, was für uns auf unserer Webseite wichtig ist. Deswegen gehen wir hier ins Adwords Backend und gehen wie auf dem Bild gezeigt auf TOOLS und dann auf CONVERSIONS.

So gelangst du zu der Einrichtung von Adwords Conversions.

Adwords Conversion

Dort angelangt, klickst du auf das „+“ Zeichen, um eine Conversion zu erstellen.

Conversion erstellen

Erstelle nun eine Conversion für deine Webseite. Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit Conversions zu importieren (z.B. Google Analytics, aber da kommen wir in einem anderen Artikel zu), wir nutzen hier aber die WEBSITE und fahren nun wie folgt fort:

Adwords Einrichtung

Gib deiner Conversion einen Namen, wähle die Kategorie aus (in unserem Fall “Anmeldung”), nutze als Zählmethode „Eine“ und belasse den Rest so wie er ist. Klicke dann auf Weiter und du wirst nun gefragt, wie du deine Conversion einbinden willst. Wähle hier den Google Tag Manager aus und du bekommst folgende Ansicht:

Adwords Conversion

Dort sind zwei Dinge für die Einrichtung unseres Tags extrem wichtig:

  • Conversion ID
  • Conversion Label

Lass ruhig diese Seite aus dem Adwords Dashoard auf und wir wechseln wieder in den Tag Manager, denn jetzt legen wir deinen ersten Tag an! (Ja, wir haben es bald :))

Dein erstes TAG erstellen

Erstelle nun im Reiter „TAGS“ ein neues Tag und wähle dort auf der rechten Seite „Google-Ads-Conversion-Tracking“ aus. Nun kommen dir zwei Zeilen sicherlich bekannt vor: Conversion ID und Conversion Label. Dort trage bitte die Daten aus Adwords ein!

Tags einrichten

Drücke auch gleichzeitig auf TRIGGER und verwende nun den TRIGGER, den wir extra dafür angelegt haben: “Klick Absenden”.

Warum machen wir das? So werden die Informationen „Klick auf Absenden“ durch genau diesen neu angelegten Tag mit Hilfe der richtigen Google Befehle an Adwords gesendet! So kommunizieren alle drei Systeme miteinander. WordPress stellt die Plattform bereit, auf der sich dein Webseiten-Besucher befindet. Sobald er nun den Knopf „Absenden“ drückt, übersetzt der Google Tag Manager diese Aktion in die Sprache von Adwords und Adwords notiert sich dies dann in den Kampagnen. So müsste es bei dir nun aussehen:

Tag eingerichtet

Der LIVE Test bevor wir starten:

Bevor wir nun live gehen und teuren Traffic einkaufen, ist es ungeheuer wichtig, dass wir alles durchgetestet haben. Mit Live Test meine ich, einmal zu kontrollieren, ob dein neues TAG auch 100% dann ausgelöst wird, wenn du es willst. Dazu nutzen wir nun den „Vorschau-Modus“. Den Vorschau-Modus erkennst du daran, dass nun in deinem Google Tag Manager eine orangefarbene Box aufpoppt.

Vorschaumodus

Durch diese Box wissen wir nun, dass deine Homepage in eine Art „Bearbeitungsmodus“ gestellt wird. Dies erkennst du an der Box, die sich auf jeder Seite deiner Webseite am unteren Rand öffnet. Sollte dies nicht funktionieren, ist entweder der Google Tag Manager falsch installiert, oder du solltest einmal den CACHE deiner Seite leeren. Im Endeffekt müsste es dann so aussehen:

Tag Manager aktiv

Was du nun sehen kannst, sind die aufgezeichneten Events, die auf deiner Seite durch den Google Tag Manager aufgenommen werden. Klickst du irgendwo hin, zeichnet der Tag Manager dies auf und füllt unsere einst definierten Variablen. Jetzt siehst du die wahre Macht vom Tag Manager und kannst die Brücke zwischen all dem erkennen, was wir in den letzten Abschnitten eingerichtet haben. Sobald nun die richtigen Knöpfe oder Seiten aufgerufen werden, sendet der Google Tag Manager die Informationen zurück an Google Adwords: Dein Conversion Tracking wäre folglich richtig eingerichtet! Das erkennst du daran, ob der vorhin definierte Tag tatsächlich auch feuert! Das siehst du hier:

Jetzt sollte alles richtig installiert sein. Falls nicht, schau dir hier noch mal die Schritt-für-Schritt-Anleitung im Video an. Sobald die Tags so feuern wie wir wollen, ist unser Ziel erreicht. Wir gehen nun zurück in den Tag Manager, schalten den Vorschaumodus ab und veröffentlichen unsere Änderung nun endgültig, so dass diese live sind.

Natürlich kannst du jederzeit zurück zur Ursprungsversion wechseln, wenn du das Conversion Tracking ausschalten willst. Du kannst aber auch einfach den Google Tag Manager Code aus dem Editor entfernen.

So, jetzt hast du gelernt wie man ein Tag einbaut und kannst jetzt dein neu vorhandenes Wissen nutzen, um weitere Tags zu bauen. Sei es z.B. der Besuch einer wichtigen Webseite, die du erfassen willst, alles wird dann zurück in Adwords gefüttert und du hast bessere Eindrücke über den Erfolg deiner Kampagnen.

Im Video findest du auch noch die Einbettung eines weiteren Tags. Schau es dir gerne an, um zu erfahren wie man eine Page URL verknüpft.

Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim Tracking und bei der Optimierung!

Viele Grüße!

Khang

Hinweise zum Schluss:

AKTUALISIERUNGEN: Achte darauf, dass der Google Tag Manager Code nach jedem Update von WordPress wieder eingebettet wird. Alternativ kannst du auch ein Plugin dafür nutzen. Dort einfach die Google Tag Manager Plugins von WordPress durchforsten. Es gibt viele, die umsonst sind und gut laufen.

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Mindset

Erfolgreiche Werbeanzeigen schreiben: So geht’s!

Schon mal darauf geachtet, wie du persönlich Informationen am besten konsumierst? Ist es per Video, Audio oder Text? Sind es kurze, lange oder emotionale Inhalte, die in deinem Gedächtnis haften bleiben?

Für mich waren Vorlesungen in der Universität die langweiligsten Veranstaltungen, die ich jemals besucht habe, während Youtube Videos mit guten Inhalten für mich das perfekte Informationsmedium sind. Kurze, leicht zu verdauende Videos, die pausierbar sind, wobei der wertvollste Knopf die Wiedergabegeschwindigkeit (doppelt so schnell) ist. Sobald jemand zur Informationsübertragung ein Flipchart oder ein Whiteboard zur Hilfe nimmt, kriegt dieser zu 100% meine Aufmerksamkeit.

So ist das auch bei Werbeanzeigen. Um erfolgreich Werbeanzeigen zu schreiben, bedarf es einiger Grundlagen. Diese findest du hier!

Pro Minute 400 Stunden neues Videomaterial auf Youtube

Heutzutage finden wir extrem viele Informationen im Internet. Es gibt kein Thema, das nicht besetzt ist und die Wissensbibliothek wird mit jeder Stunde voller und voller. Jede Minute werden auf YouTube 400 Stunden Videomaterial hochgeladen. Jeden Tag werden über 1 Milliarde Stunden an YouTube Videos angesehen, mehr als auf Netflix und Facebook zusammen.

Und während immer mehr Content im Internet hochgeladen wird, bleibt jedoch eine Sache gleich: Die Art und Weise, wie Menschen Informationen aufnehmen.

Ein entscheidender Vorteil in einer „echten“ Konversation ist, dass wir unser Gegenüber genau sehen und erkennen können, wann Inhalte langweilig sind oder wann sie zu langsam erklärt werden. Im Online Marketing ist dies etwas schwieriger zu erkennen!

Online können wir nur raten

Wir kriegen kaum Feedback zu dem was wir ins Netz stellen. Ist das Video zu kurz, zu lang oder doch zu langweilig gestaltet? Besonders im Erstkontakt ist dies extrem wichtig, denn wir wollen ja potentielle Kunden aufgrund unseres Anzeigenformates, von wegen “ich mache NUR kurze Videos, der Rest ist mir egal”, nicht ausschließen.

Was dazu führt, dass wir uns genau darüber Gedanken machen müssen, wie wir kommunizieren.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass eine einzige Werbeanzeige niemals ausreicht (zumindest nicht am Anfang, wenn du startest). Hinweis: Daran kannst du auch sehr einfach einen guten von einem sehr guten Kampagnenmanager unterscheiden. Der „gute“ nutzt wenige Ressourcen, um Anzeigen zu schalten, während der „sehr gute“ sich über unterschiedliche Formate Gedanken macht. Welche das sind, werde ich im Folgenden kurz anreißen:

Es gibt vier Dinge, worauf Menschen reagieren:

  • Auf Geschichten
  • Auf alles, was auf deren persönlichen Status einzahlt
  • Auf Gefühle
  • Auf Schmerz

Was bedeutet das im Detail? Beispiel: „Schmerz“.

Wenn du dir mal die 10 Topseller im Bereich Bücher anschaust, wirst du darunter über 50% vom Genre “Drama” finden. Einige sind Biografien und einige sind Liebesgeschichten. Was aber in jeder erfolgreichen Geschichte vorkommt ist ein Held, der durch ein schmerzliches Tal der Tränen läuft, sich in Frage stellt und es dann irgendwie schafft sich aus dieser Misere zu befreien. Alles endet in einem Happy End und macht uns als Zuschauer äußerst glücklich. Je tiefer und intensiver der Schmerz in der Geschichte herausgearbeitet wurde, desto euphorischer und erlöster fühlt man sich, wenn das Happy End kommt. Kennst du das Gefühl?

Erfolgreiche Werbeanzeigen schreiben:

Deshalb ist Schmerz eine sehr gute Form, um Bindung, Emotionen und Aufmerksamkeit zu erzielen!

Wenn wir eine Matratze gegen Rückenschmerzen verkaufen, dann wäre eine mögliche Ansprache an diejenige Zielgruppe die folgende:

„Leidest du auch jeden morgen erneut an Rückenschmerzen und möchtest, dass diese endlich aufhören?“

Je mehr wir die Rückenschmerzen herausarbeiten und je intensiver wir die Situation darstellen, desto häufiger und reaktionsfreudiger wird die Zielgruppe auf deine Werbeanzeige reagieren. Warum? Du drückst eine sehr tiefe Empathie zu deren Problemen aus und das löst eine sofortige Verbundenheit beim Gegenüber aus!

Würden wir die Werbeanzeige jedoch so umschreiben um auf die Gefühle von Menschen einzugehen, würden wir es so tun:

„Fühlst du dich morgens einfach nur ausgelaugt und geschwächt und möchtest nur eine einzige Nacht endlich ohne Probleme durchschlafen?“

Es sind Wörter – primär Adjektive – die Gefühle hervorrufen. Dabei ist zu unterscheiden, dass es unterschiedliche Gefühle gibt und du aufpassen solltest, welches Gefühl du übermitteln willst. Es gibt neutrale, positive sowie negative Wörter, die die jeweiligen Gefühle auslösen

  • Neutral: chaotisch, aufgewühlt, gespannt
  • Negativ: deprimiert, ärgerlich, ängstlich, frustriert
  • Positiv: amüsiert, aufgeregt, ausgelassen, froh

Eine Werbeanzeige, die auf den Status einzahlt wäre die folgende:

„Du willst eine einzigartig auf dich abgestimmte Matratze haben, die dein Energielevel auf eine neue Dimension bringt?”

Typische Status Wörter sind: erfolgreicher, einzigartig, erstklassig, grenzenlos…

Und zu guter Letzt bleibt die „Geschichte“. Menschen lieben Geschichten und die Wirkung ist extrem! Das könnte in der Werbeanzeige dann so aussehen:

„Als ich vorgestern aufgewacht bin, konnte ich es nicht glauben! Mein Arztbesuch von letzter Woche hat endlich Früchte getragen. Nach all dem hin und her und der Suche nach dem richtigen Arzt für mein Rückenleiden, hat Herr Doktor Müller mein Problem gelöst. Ein Stein fiel mir vom Herzen, denn es zog sich über Jahre und ich dachte niemals, dass ich eine Lösung für mein permanentes Rückenleiden finden würde. Die erste Nacht ohne Rückenschmerzen! Und die Lösung war so einfach, günstig und lag auf der Hand…”

Dabei gibt es unterschiedliche Perspektiven, aus denen du deine Geschichte erzählen kannst: deine eigene Erfahrung (aus der ICH Perspektive), ein Dialog zwischen zwei Menschen oder aus Sicht einer anderen Person.

Zwischenfazit “Werbeanzeigen schreiben”:

Achte im ersten Schritt immer darauf mit wie vielen Themen du gleichzeitig anfangen willst.  Ich nehme häufig „Schmerz“ & „Gefühle“ um meine Werbeanzeigen zu schreiben, wobei die Reaktionen – vor allem bei Facebook – bei „Schmerz“ viel höher sind, als wenn ich mit Gefühlen kommuniziere.

Hinweis aber an dieser Stelle: Bei Plattformen wie Facebook kann es zur Ablehnung deiner Werbeanzeige führen, wenn du zu stark den Schmerz einer Sache in deiner Werbeanzeige herausstellst. Es gibt bestimmte Keywords, die herausgefiltert werden, da diese per se schon negative Emotionen mit sich bringen (siehe oben). Wieso macht Facebook das? Mark Zuckerberg hatte jüngst in 2018 erwähnt, dass Facebook ein Ort sein soll, wo menschen positive Erfahrungen haben sollen. Menschen sollen nicht auf die Plattform kommen und ständig gesagt bekommen, dass sie zu dick oder zu faul seien. Es soll vielmehr ein Ort sein, an dem sie positive Inhalt konsumieren können und Spaß haben sollen… deshalb hier etwas aufpassen, wie du kommunizierst.

Nach der Ansprache kommt die Länge.

Wir haben uns nun ein oder zwei von den oben stehenden Themen ausgesucht und wissen ungefähr wie wir die Anzeigen aufbauen wollen.

Jetzt kommt der spannende Teil: Wie ganz am Anfang erwähnt ist auch die Länge vom Inhalt wichtig für den modernen, immer abgelenkten Menschen. Wenn der durch seinen News-Feed bei Facebook schaut, oder bei Youtube ein Video genießen will, dann haben wir exakt 1-2 Sekunden Zeit, um ihn in seinem „Konsum-Muster“ zu stoppen und weitere 2 Sekunden um seine Aufmerksamkeit zu halten!

Insgesamt bleiben uns als weniger als 6 Sekunden Zeit….1, 2, 3, 4, 5, 6….Das kann schon lang sein, denn in 6 Sekunden können wir bereits vieles kommunizieren.

Am besten funktioniert das natürlich mit Videos. Die meisten Menschen lieben Videos, da sie sofort von Sekunde eins an Bewegung beinhalten. Idealerweise kommt dann in den ersten paaren Sekunden noch ein Mensch mit Gesicht im Video vor und voilà, wir haben eine hohe Chance die Aufmerksamkeit für uns zu gewinnen!

Also, die ersten sechs Sekunden sind entscheidend, deshalb ist es am wichtigsten, dass wir unseren gesamten Fokus bei der Erstellung einer Anzeige auf diesen Moment legen. Hier muss kristallklar sein, was passiert, warum wir den Nutzer nun aus seiner Routine rausreißen und was es ihm für einen Mehrwert bieten.

Hört sich schwierig an? Ist es leider auch, denn es ist die Königsdisziplin im Direct Response Marketing. Aber keine Sorge, durch diese Informationen hier bist du den meisten schon einen Schritt voraus :).

Kommunikations-Medien ändern sich, Menschen aber nicht

Online richtig zu kommunizieren ist die Königsdisziplin, da es kein Feedback gibt

Menschen reagieren auf “Geschichten, Schmerz, Gefühle und Status”. Nutze dies!

Die ersten sechs Sekunden sind entscheidend

Fokussiere dich auf die Kreation von Videos

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Optimieren

Die 5 häufigsten Adwords Fehler: Bitte unbedingt vermeiden!

Die Nutzung von Google Ads (damals Adwords) ist besonders für Anfänger nicht gerade intuitiv. Es gibt zahlreiche Einstellungen und man ist ziemlich schnell mit den schier unendlichen Möglichkeiten überfordert.

Häufig geben Anfänger sehr viel Geld innerhalb kürzester Zeit aus. Bei begrenzten Werbebudgets, sowie genereller Unsicherheit, ob die Plattform überhaupt Potenzial für dein Unternehmen hat, ist dies natürlich ein unsanfter Einstieg…

Um unnötige Ausgaben zu vermeiden und jeden einzelnen Euro in deiner Kampagne sinnvoll zu nutzen, hier die häufigsten Fehler, die sicherlich fast jeder einmal gemacht hat:

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  • Keyword Match Types – Vermeide „weitgehend passende“ Keywords am Anfang!

Keyword Types

Die Wahl der richtigen Keyword Match Types (hier mehr dazu) ist mit Abstand das häufigste Problem beim Start von Adwords Kampagnen. Das ist auch kein Wunder, denn es gibt nirgendwo einen präzisen Hinweis darüber, was hier explizit zu beachten ist. Was ist das Problem? Es wird sehr häufig die breiteste Keyword Option „weitgehend passend“ und oftmals auch nur ein einziger Suchbegriff eingestellt. Somit wird garantiert, dass Google dein Budget innerhalb von Sekunden verbrennt, denn einzelne Suchbegriffe haben nicht nur extrem viel Suchvolumen, sondern Google sucht durch die Keyword Option „weitgehend passend“ auch Synonyme dafür. So kann es sein, dass du bei auch für Handy, Apple Iphone, Telefonbuch, Dasörtliche und eine Million anderer Synonyme angezeigt wirst.

Lösung: Anfangs erstmal mit den präzisesten Keyword Optionen, wie „genau passend“ oder „passende Wortgruppe“ starten (wie das geht werde ich dir hier zeigen), damit hast du die beste Kontrolle über deine Ausgaben und kannst dir sicher sein, dass du auch nur dafür Geld ausgibst.

  • Negative Keywords: bitte nutzen!

negative keywords

Und schon wieder sind wir bei den Keywords und zwar bei ungewollten Keywords, die Google aufgrund seiner Optimierung mit einstellt. Negative Keywords sind Keywords, die du aus deiner Kampagne ausschließen solltest, da diese nichts mit deinem Produkt oder Service zu tun haben.

Tipp 1: Recherchiere unbedingt vor dem Aufsetzen deiner Kampagne die negativen Keywords. Das geht mit dem Keyword Planner von Google oder anderen Tools wie keyword.io.

Tipp 2: Erstelle eine negative Keyword Liste, um das Pflegen einfacher zu halten.

Tipp 3: Geh täglich in deine neu aufgesetzten Kampagnen und schaue dir die Suchbegriffe an. Scanne deine Suchbegriffe nach Richtigkeit und schließe ALLES aus, was nicht dazu passt.

  • Conversion Tracking: bitte sauber einrichten!

Conversion Trackinga

Dieser Fehler kann dich extrem viel Umsatz kosten, denn was nicht gemessen wird, kann auch nicht verbessert werden! Das erste wonach die meisten Kampagnenmanager schauen, denn daran wird ihr Erfolg gemessen, sind die Conversions. Wenn diese nicht eindeutig und sauber erfasst sind, bringt die gesamte Kampagne nichts. Conversion Tracking ermöglicht es dir, auf die Anzeige genau, festzuhalten was tatsächlich einen Verkauf, eine Anmeldung oder einen Anruf erzeugt hat. Du kannst genau sehen was funktioniert hat und was nicht. Deswegen ist es so wichtig dies einzurichten.

Tipp 1: Richte deine Conversions am Zielvorhaben aus, das für dich am wertvollsten ist. Ist es der Verkauf eines Produktes? Gut, nimm dieses Event als Conversion-Event mit in dein Tracking.

Tipp 2: Wenn du aus irgendeinem Grund nicht an dein Hauptziel – den Verkauf deines Produktes – rankommst, nimm vorgelagerte Events wie z.B. das hinzufügen eines Produktes zum Warenkorb.

Tipp 3: Nutze Google Tag Manager und verbinde diesen mit deinem Adwords Account für perfektes Tracking.

  • Tests: splittteste so viel wie möglich! 

Google Ads ist keine Plattform auf der das Prinzip „set it and forget it“ ist. Dafür ist der Algorithmus noch nicht schlau genug und es Bedarf immer manueller Eingriffe. Das vergessen viele und lassen Kampagnen über Monate mit demselben „Fehler“ laufen und man fragt sich wieso keine oder immer dieselben Ergebnisse eingefahren werden. Google Adwords ist eine Plattform, die zum Testen  prädestiniert ist. Testen von Anzeigentexten, neuen Keywords, neuen Kampagnen…du kannst JEDE Variable verändern. Für viele ist das ein Alptraum, da es zu viele Auswahlmöglichkeiten gibt. Deswegen hier ein paar Tipps, um die richtigen Stellschrauben am Anfang zu testen:

Tipp 1: Teste immer deinen Anzeigentext aus, bevor du an andere Dinge gehst.

Tipp 2: Teste dein Angebot aus und probiere es zu variieren. Schaue dir dazu deinen Wettbewerb an und leite ab was gut funktionieren könnte. Wenn alle kostenlose Beratungsgespräche anbieten, dann checke ob du das auch machen kannst. Schaue danach, ob du dies vielleicht nicht sogar noch toppen kannst, indem du ggfs. die Zeitdauer von 30 Minuten auf 45 Minuten erhöhst. Oder du verbesserst das Angebot, dadurch dass das Beratungsgespräch zusätzlich auch eine Webseitenanalyse beinhaltet.

  • Search-Kampagnen-Ausrichtung: niemals Search & Display in einer Kampagne

Search Kampagne

Das heimtückische an der Adwords Plattform sind die Voreinstellungen. Ein Haken zu viel gesetzt kann gleich ein Pulverfass bedeuten. So ist das auch bei der Suchnetzwerk-Kampagne der Fall. Bei der Erstellung von Suchnetzwerk-Kampagnen ist die Ausrichtung auf gleich zwei Plattformen voreingestellt: Auf das Suchnetzwerk, sowie das Displaynetzwerk. Das erste von beiden wollen wir nutzen, das Letztere ist das versteckte Pulverfass. Das Problem bei dieser Einstellung ist die Art und Weise wie beide Netzwerke funktionieren und wie eine Ausspielung stattfinden kann. Beim Suchnetzwerk wissen wir, dass es einzig und alleine über Schlüsselwörter funktioniert, deswegen haben wir es ja gestartet. Nun funktionieren Keywords bei beiden Netzwerken unterschiedlich. Beim Displaynetzwerk bedeutet ein eingestelltes Schlüsselwort: Suche mir Synonyme / Webseiten, die damit was zu tun haben. Das Millionen von Webseiten zum Displaynetzwerk gehören, ist hier die Gefahr. Die Chancen sind sehr gering, dass wir auf Anhieb – ohne weitere Einschränkungen in den Einstellungen – hier die richtigen Interessenten treffen, da die Anzahl an Treffern einfach viel zu groß ist.

Ebenso ermöglicht das Displaynetzwerk nicht, dass wir genau die Leute erreichen, die in Echtzeit unseren Service bei google.de eingeben. Deshalb der folgende Tipp bzw. Lösungsansatz:

Trenne IMMER Suchnetzwerk-Kampagnen von Displaynetzwerk-Kampagnen. Vermeide das Setzen vom Haken in der Suchnetzwerk-Kampagne. Das führt zu unkontrollierbarem Ausspielen deiner Anzeige und dadurch einer sehr hohen Budget-Belastung!

Fazit:

Um mit Google Adwords einen erfolgreichen Start hinzulegen, reicht es leider nicht aus, dass man einfach in die Plattform reinspringt, Kampagnen anlegt und sofort mit Anfragen überschüttet wird. Es Bedarf einer sehr guten Vorbereitung, sowie auch der strategischen Ausrichtung, welche Kampagnenart für dein Unternehmen im ersten Schritt das beste ist.


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Grundlagen

Adwords Tutorial: Deine erste Search Kampagne!

Du hast dich also dafür entschieden mit Google Ads zu starten, bist schon ganz ungeduldig darauf die ersten Ergebnisse zu erzielen und möchtest idealerweise eine Vorlage haben, wie du deine erste Suchnetzwerk Kampagne starten kannst?

Sehr gut! Dann ist das unten stehende Video genau richtig für dich. Denn im Video zeige ich dir nicht nur wie du Schritt für Schritt deine erste Search Kampagne anlegen kannst, sondern auch gleich, wie dies an einem Beispiel für ein kleines Café aussehen könnte. Hinweis: Das Beispiel ist natürlich fiktiv und es bedarf einer noch intensiveren Vorbereitung um loszulegen. Es soll dir dennoch die Gedankengänge offenlegen, so dass du diese idealerweise „vervollständigen“ kannst.

 

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Was du bei deiner ersten Suchnetzwerk Kampagne unbedingt beachten solltest:

Bei der ersten Einrichtung ohne Vorwissen wirst du zwangsläufig auf eine Menge unbekannte Variablen stoßen. Du wirst dich fragen, ob du die Einstellungen überspringen kannst oder dich noch tiefer einarbeiten solltest, um zu starten.

Wenn du dich an meine im Video dargestellte Struktur hältst, kannst du am Anfang nicht wirklich viel falsch machen – es sei denn du erhöhst unkontrolliert deine Gebote und das Budget. Ansonsten findest du hier noch mal eine ausformulierte Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Kampagnentyp „Suchnetzwerk“:

Suchnetzwerk

Wähle Suchnetzwerk aus, um mit einer Suchnetzwerk Kampagne zu starten.

  • Wähle dein Kampagnenziel aus.

Kampagnenziel

Ich wähle hier immer „kein Ziel“ aus, da ich bei den ersten Kampagnen immer erstmal Daten sammeln und keine systemischen Optimierungen einleiten möchte.

  • Kampagnenname:

Titel

Hier ist es dir überlassen, wie du die Syntax deiner Kampagnen nennen möchtest. Es ist immer sinnvoll eindeutige LEICHT identifizierbare Namen zu nutzen, denn stell dir vor du hast 10-20 Kampagnen und diese Kampagnen haben ebenso noch Anzeigengruppen und noch Anzeigen. Du könntest schnell die Übersicht verlieren und es spart ungeheuer Zeit, wenn du anhand des Kampagnennamens auf Anhieb erkennen kannst, was du in der Kampagne als Ziel verfolgt hast. Tipp von meiner Seite: Ich trenne Kampagnen immer auf Basis vom Kampagnentyp (Suchnetzwerk, Youtube, Display) und segmentiere trotzdem noch, ob es sich um „kalten traffic“ oder „heißen traffic“ handelt. Das gibt mir immer die Möglichkeit zu schauen wie denn eigentlich eine völlig kalte Kampagne performt und ich kann diese gegenüber Retargeting-Kampagnen vergleichen. In der Regel müssten Retargeting-Kampagnen bessere Conversion Rates und Conversion Costs haben als „kalte“ Kampagnen.

  • Budget:

Gebotsstrategie adwords

Hier gibt es eine einfache Regel: Wie viel Klicks benötigst du in etwa um eine Conversion zu erzielen? Wenn du dies weißt und auch weißt wie teuer ein Klick in etwa ist, dann nimm das als Ausgangspunkt für dein Werbebudget. Beispiel: Wenn wir 1000 Klicks einkaufen und annehmen, dass 1% davon unsere Dienstleistung in Anspruch nimmt und der Klickpreis 1€ ist, bedeutet dies: 1000 x 1€ = 1000€ Werbebudget. Diese 1000€ Werbebudget erzeugen 10 Conversions (1%). Wenn du einen Kurs für 99€ verkaufst wären das 99€ x 10 Conversions = 990€. Du machst also erstmal „Miese“, hast dafür aber 10 Kunden. Wenn diese 10 Kunden ein Folgeprodukt von dir kaufen / buchen, wärst du im Plus. Um diese 1000€ nun zu verteilen wäre eine Möglichkeit 30€ pro Tag für einen Monat laufen zu lassen. Wenn es dein Suchvolumen zulässt kannst du auch 60€/Tag definieren und dann nur zwei Wochen lang schalten.

  • Gebote:

Manueller CPC

Gebote sind auch eine eigene Philosophie. Ich würde hier einfach ganz simpel mit „manueller CPC“ starten. Maximale Kontrolle ist das was wir am Anfang haben wollen.

  • Sitelink-Erweiterung, Anruferweiterung, Erweiterungen mit Zusatzinformationen & Snippet-Erweiterungen…etc.

Sitelink Erweiterung

Ich weiß, dass kann am Anfang ziemlich nervig sein, denn man möchte einfach nur simpel starten. Nimm dir aber dennoch die Zeit um zu verstehen warum es diese Erweiterungen gibt. Im Prinzip geht es um die größtmögliche Anzeigenfläche im Suchnetzwerk. Je größer deine Anzeige erscheint, desto höher die Chance dass sie geklickt wird. Durch die Erweiterungen kannst du sicherstellen das eine Chance besteht, dass deine Anzeige größer erscheint. Schaue hier im Video die Beispiele an, die ich aufgelistet habe.

  • Anzeigegruppen:

Anzeigegruppen

Anzeigengruppen sind eine wichtige Steuerungsgröße bei Google Adwords. „Eine Anzeigengruppe umfasst eine oder mehrere Anzeigen, denen dieselben Keywords zugeordnet sind“ – so ist die Google Definition. Anzeigengruppen bilden die Struktur deiner Kampagne. Vermarktest du z.B. ein kleines Café, wäre dein Sortiment an Kaffee & Kuchen die erste Anzeigengruppe. Dort sind Suchbegriffe drin wie „bestes Café in Hamburg“ „bestes Café mit Kuchen Hamburg“. Eine weitere Anzeigengruppe wäre dann dein Frühstücks-/Brunch-Angebot – sofern du das anbietest. Eine dritte Anzeigengruppe wäre z.B. dein Kaffee-Seminar. Dort nutzt du Keywords wie „Barista Schulung“ oder „Espresso Verkostung“.

Wie du siehst sind Anzeigengruppen nichts weiteres als eine Segmentierung an Themen, wonach Leute suchen könnten. Dementsprechend sind auch Keywords und Anzeigentexte pro Anzeigengruppe individualisierbar.

  • Anzeigen:

Anzeige

Der kreative Teil einer Kampagne… Bis hierhin ist alles gut vorbereitbar und schnell zu klicken. Bei der Anzeigentext-Gestaltung würde ich mir extra viel Zeit nehmen – gerne auch getrennt von der Kampagnenerstellung. Warum? Nun, es gibt unendlich viele Wege um schöne, überzeugende Anzeigentexte zu schreiben. Oftmals kann es auch nur EIN Wort sein, das deine Klickraten drastisch erhöht. Mit dem Anzeigentext möchtest du idealerweise den „inneren Dialog von deinem Interessenten“ auffassen und ihn dazu bringen auf deine Anzeige zu klicken, um sich dein Angebot anzuschauen. Deswegen ist es immer sinnvoll sich für diese anspruchsvolle Aufgabe Zeit zu nehmen.

Glückwunsch! Du hast soeben deine erste eigene Suchnetzwerk-Kampagne erstellt und dir Gedanken über deine erste Online-Vermarktung gemacht! Eine Herausforderung jagt die nächste, so dass der schwierige Teil erst noch kommen wird: Die Interpretation der Ergebnisse. Bevor es jedoch soweit ist, schau dir gerne diesen Beitrag an, denn dort habe ich die wichtigsten Fehler aufgelistet, die du idealerweise vermeiden solltest, so dass du jeden einzelnen Euro sinnvoll investieren kannst!

 TEIL 2: DEINE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE OPTIMIEREN >

Google AdWords für Anfänger


Google AdWords für Anfänger
2018/11/04
Tutorial: Wie du deine erste Google AdWords Search Kampagne anlegen kannst.

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Optimieren

6 einfache Tipps um Keywords zu finden

Keywords sind der Hauptbestandteil deiner Adwords Kampagne. Besonders im Suchnetzwerk bekommen Schlüsselwörter noch mal eine besondere Bedeutung, da sie sowohl über das Suchvolumen als auch Conversions entscheiden. Je breiter du deine Keyword-Einstellungen setzt, desto mehr Volumen bekommt deine Kampagne. Gleichzeitig gibst du auch mehr Geld dafür aus. Je exakter deine Keywords gewählt sind, desto höher die Klickpreise und desto höher die Chance zum Abschluss zu kommen.

Um gute Keywords – vor allem für den Start deiner ersten Kampagne – zu finden, bedarf es einer sehr intensiven Recherche. Letztendlich legt die Recherche sowie die Qualität der ausgewählten Keywords maßgeblich den Erfolg deiner Suchnetzwerk-Kampagne fest.

In diesem Artikel möchte ich dir 6 einfache Tipps & Tricks an die Hand geben, damit du wirklich einfach sehr gute Keywords recherchieren kannst.

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  • Keyword Planer – die erste Anlaufstelle

Der Keyword Planer ist wohl das bekannteste Tool, um effektiv Keywords zu suchen. Das wichtige hieran ist, dass dieser komplett kostenlos ist! So gewährleistet google, dass Werbetreibende auch mit den besten Informationen versorgt werden, um natürlich langfristig Werbebudgets in die Plattform zu schieben.

Du findest ihn in deinem Adwords Dashboard unter Tools > Kategorie „Planung“ > Keyword-Planer.

Keyword Planner

Dort gehst du dann auf „Neue Keywords Ermitteln“ und gibst dort dann entweder dein Haupt-Keyword, eine Wortgruppe oder eine ähnliche URL ein und Google spuckt dir dann auf Anhieb Keyword Ideen aus. Beispiel:

Das Keyword „café Hamburg“ zeigt dann folgende Ergebnisse:

café hamburg

Du kannst auch gleichzeitig eine Webseite eingeben. Ein bekanntes Café in Hamburg ist das Black Delight. Wenn du die Webseite eingibst bekommst du dann folgende Keyword Ideen:

Keyword Ideen URL

Ubersuggest ist ebenfalls ein kostenloses Keyword-Recherche-Tool, wo du neben Suchanfragen pro Monat auch noch zwei andere Kennzahl mitgeliefert bekommst:

  • SEO Difficulty (SEO Schwierigkeitsgrad) und
  • PAID DIFFICULTY (Keyword-Schwierigkeitsgrad)

…die vom Schwierigkeitsgrad „einfach“ bis „schwer“ gehen.

Ubersuggest

Letztendlich sind die Informationen momentan ähnlich wie zum Keyword Planer. Beim Keyword Planer ist die PAID DIFFICULTY gleich mit der Spalte „Wettbewerb“ zu setzen. Das was zusätzlichen Wert bei Ubersuggest schafft, sind sowohl die SEO Difficulty, also wie schwierig es ist deine Seite organisch bei Google zu ranken, als auch die SERP ANALYSE.

SERP Analyse

Die SERP Analyse zeigt dir die Webseiten an, die ebenfalls für das Keyword auf den unterschiedlichen Positionen bei Google ranken. Da siehst du welche Domain von Google am höchsten gerankt wird. Es gibt dazu sogar „geschätzte Seitenaufrufe“ (pro Monat) sowie Social Shares und einen Domain Score, der sicherlich intern vom Tool ermittelt wird.

Je höher die Social Shares sind, desto höher der Domain Score. Also sehr sinnvoll, um sich einmal die organischen Wettbewerber anzuschauen. Du kannst dir bei Keyword Ideen zu jeder Idee die damit verbundenen Google Suchseiten anschauen. Also super nützlich, um einen sehr guten Überblick über deinen Markt zu bekommen.

  • Auto Suggest – Google.de

Auto Suggest Google

Häufig unterschätzt bzw. nicht genutzt: Die Auto-Vervollständigung bei Google.de! Jeder der Google.de am Tag nutzt kennt sie. Du gibst die ersten Buchstaben deiner Suchanfrage ein und wie von Magie weiß Google sofort wonach du suchst. Wenn das passiert, weißt du, dass du nicht der einzige bist, der danach sucht. Dein Suchbegriff oder deine Wortgruppe „bestes café in Hamburg“ scheint wohl sehr beliebt zu sein! Hierbei ist zu beachten: Je weiter oben das Ergebnis angezeigt wird, desto höher das Suchvolumen. Super mächtig und super simpel!

  • Ähnliche Suchanfragen – Google.de

Auf einer Suchergebnisseite von Google gibt es extrem viele Informationen zu Keywords! Man muss sie nur kennen. „Ähnliche Suchanfragen“ sind ähnlich wie die Auto Suggest Keyword Ideen extrem simpel zu finden und gleichzeitig SO wertvoll! Die ähnlichen Suchanfragen findest du entweder ganz unten auf deiner Suchseite bei Google.de oder unterhalb von den aufgeführten Seiten nachdem du drauf geklickt hast und wieder zurück kommst!

Ähnliche Suchanfragen

Einfach ganz nach unten scrollen und tadaaaa! Warum ich Suchanfragen so gut finde? Dort kannst du auf SYNONYME stoßen, die ebenfalls mit deinem Haupt-Keyword zu tun haben. Und es kommen zusätzlich noch viele andere Keyword-Ideen dazu, an die man nie gedacht hätte. In meinem Café-Beispiel kamen Schlüsselwörter, wie „hipster café“ vor. Es zeigt auch in welchem Muster Menschen nach deinem Schlüsselwort (im Beispiel: Cafés) suchen: Sie suchen einerseits in Stadtteilen (Schanze, Eppendorf, Innenstadt) oder in Superlativen (Bestes, Gemütlichstes). Für Leute, die sich eine Kategorie das erste Mal anschauen, natürlich SUPER hilfreich.

  • Wettbewerber Analyse – Google.de

Wettbewerber Analyse

Dies ist auch ein Tipp, den ich sehr häufig empfehle! Es ist so einfach und es haben sich bereits andere Menschen den Kopf darüber zerbrochen, warum nicht einfach das kopieren, was momentan vorhanden ist? Ich bezeichne es als das “Stalken” von Wettbewerbern auf Google Suchergebnis-Seiten. Da haben wir ja gerade gelernt, dass wir sowohl Ubersuggest nutzen können (eigentlich an der Stelle sehr zu empfehlen, da es eine Menge Zeit spart), als auch die normalen Ergebnisseiten bei Google.

Wonach suchen wir? Wir suchen nach Schlüsselwörtern und Wortgruppen, die von unserer Konkurrenz sowohl in den Werbeanzeigen, als auch in den Ergebnis-Seiten dargestellt werden. Diese nutzen wir dann sowohl für unsere Anzeigengestaltung als auch als Synonyme für unsere Keyword-Liste.

  • BONUS: Nicht im Video erwähnt! Keyword.io – Kostenloses Keyword Research Tool

Keyword.io

Bei Keyword.io kannst du ebenso nach Keywords auf unterschiedlichen Plattformen (Ebay, Amazon, etc.) suchen. Hier bekommst du jedoch kein Suchvolumen angezeigt, sondern lediglich Ideen alphabetisch sortiert. Wozu nutze ich Keyword.io? Nun, ich gehe ab und zu durch das Tool um sowohl Keyword Ideen zu finden, als auch negative Keywords zu suchen. Nützlich ist hier auch, dass du eine Ideenliste aufbauen und diese dann exportieren kannst.

Fazit:

Das Internet ist voller versteckter Keyword-Ideen, man muss nur wissen, wo diese versteckt sind. Es gibt eine Menge an kostenlosen Tools, die dir bei der Suche behilflich sein können.

Letztendlich entscheidet die Keyword-Recherche größtenteils über den Erfolg deiner ersten Kampagne. Erstelle dir eine Liste, trage die Keywords ein und nutze diese als “lebende” Liste, so dass du auch Keywords wegstreichen oder archivieren kannst.

Viel Spaß bei der Recherche! 🙂


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Youtube Werbung 2018 – NEUE Funktion Anzeigensequenz

Das Thema Anzeigensequenzierung ist besonders bei Youtube ein wertvolles, langersehntes Feature.

Wie cool wäre es denn, wenn man Interessenten, ohne kompliziert mit Zielgruppen-Ausschlüssen zu arbeiten, eine bestimme Sequenz an Videoanzeigen zeigen könnte? Jedes Video darf nur maximal einmal gesehen werden und der Interessent wandert Schritt für Schritt durch deine Video-Sequenz. Außerdem kommt hinzu, dass er mit jedem Schritt mehr über dein Produkt, deine Marke und deine Geschichte erfährt? Endlich Schluss mit den fast schon nach Spam klingenden “WIX.COM” Werbungen!

Das was ich beschreibe, ist nun mit der neu eingeführten Funktion in deiner Videokampagne verfügbar:

Video Ad SequencingGerade heute am 11.11.2018 habe ich die Funktion entdeckt und gleich ausprobiert!

Mehr dazu kannst du direkt auf der Google Support Seite lesen: https://support.google.com/google-ads/answer/9161595?hl=de#null. Um die Definition von Google einmal offenzulegen:

With video ad sequencing, you can tell your product or brand story by showing people a series of videos in the order that you define. You can use a video ad sequence campaign to build interest, reinforce a message, or create a unifying theme.

Um Euch aber schon mal Informationen zum Setup zu geben, habe ich dieses Video gemacht. Hier jedoch einmal die Informationen zusammengefasst:

Auswahl an Gebotsoptionen:

  • Ziel CPM (Empfohlen)
  • Maximaler CPM
  • Maximaler CPV

Anzeigenformate:

  • TrueView in-stream ads
  • Bumper ads
  • Eine Kombination zwischen TrueView in-stream und Bumper Ads

Hinweis: Deine Gebotsstrategie führt dazu, welche Anzeigenformate du auswählen kannst.

Anzeigenformate

Um zu vermeiden, dass Nutzer deine Anzeigensequenz zu häufig sehen, gibt es pro Sequenz maximal einmal in 30 Tagen die Chance deine Sequenz zu sehen! (Thema: Frequency Capping)

Wichtigster Vorteil:
– Deine Videoanzeigen nun endlich in einer Reihenfolge! Sprich: User können eine Sequenz an Werbeanzeigen durchlaufen.
– Immer tiefere Qualifizierung pro Schritt nun möglich: In der Customer Journey sind unterschiedliche Botschaften pro Stelle natürlich ideal. Somit gibt dir die Anzeigen-Sequenzierung die Möglichkeit kleine Häppchen an Content zu erstellen, um somit den User immer mehr über dein Produkt aufzuklären.

Um das einmal aufzuzeigen hier ein Beispiel, das ich gleich getestet habe:

Video Ad Sequencing

Die Strategie bei diesem Test war es, durch zwei kleine Videos am Anfang (Dauer: 6 Sekunden pro Video) dem User jeweils mit nur einem Produktvorteil zu begegnen. Bloß nicht zu viele Infos in einem Video, sondern einfach nur den Hauptvorteil nennen, warum Leute das Produkt gerne kaufen. Im zweiten Video genau dasselbe jedoch für einen anderen Vorteil vom Produkt. Im dritten Video gab es Testimonials – also Leute, die das Produkt bereits genutzt haben – so dass neben der Hauptfunktion auch gleich gezeigt wird, dass Menschen das Produkt erfolgreich genutzt haben. Im letzten Video der Sequenz gab es dann einen Call-To-Action mit dem Hinweis, dass das Produkt unter der folgenden Website zu kaufen wäre.

Mehr Infos dazu:
– Über Anzeigensequenzierung: https://support.google.com/google-ads/answer/9161595
– Erstellung: https://support.google.com/google-ads/answer/9172870

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Fortgeschritten

Google Ads vs. Facebook Ads: Was solltest du nutzen?

Welche Marketing Plattform eignet sich am Besten zum Start für deine erste Direct Response Kampagne?

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Die Auswahl an Marketing Plattformen wird immer größer! Vor 10 Jahren gab es lediglich Facebook und Google Adwords als dominierende Werbeplattformen; heutzutage haben nicht nur die vorhandenen Plattformen Ihre Anzeigen-Flächen extrem ausgebaut, es sind auch noch Dutzende neue Plattformen dazu gekommen. Bing Ads, Linked-In Ads, Xing Ads, Apple Search Ads, Amazon Ads und Youtube Ads sind nur einige von ihnen… Anzeigen auf Plattformen scheinen ein sehr profitabler Trend geworden zu sein.

Womit fange ich an?

Dennoch bleibt die wichtigste Frage oft unbeantwortet: Mit welcher Plattform fange ICH als kleines Unternehmen / Selbstständiger an, meine Dienstleistung, sowie Produkte zu vermarkten?

Eines habe ich in der ganzen digitalen Welt gelernt: Solange du keine wirklich belastbaren Zahlen und Fakten für dein eigenes Business erzeugt hast, bleibt alles andere eine vage Vermutung! Da kann dir noch jeder Profi empfehlen: „ich würde auf dieser Plattform anfangen, weil das besser für dich ist.“

Ich wage dennoch einen Versuch hier eine Klassifizierung vorzunehmen, da es einige Unterscheide zwischen den Werbeplattformen gibt, die bei der Entscheidungsfindung extrem helfen könnten.

Newsfeed vs. Suchnetzwerk

Facebook, Xing, Linked-In…sind soziale Netzwerke und besitzen einen sogenannten Newsfeed. Dort kommt alles an sozialen Aktivitäten zusammen, was du durch deine Kontakte, Gruppen und Fan Pages förmlich aggregierst. Das entscheidende hierbei ist, dass du beim Betrachten des Newsfeeds Informationen „konsumierst“. Es ist nicht ganz vergleichbar mit TV gucken, denn du hast gewisse Einschränkungen durch deine selbst gewählten „Sender“: Freunde, Fan Pages und Gruppen.

Auf der anderen Seite gibt es jene Plattformen, die eine Suchmaske als Eintrittskarte verwenden. Dazu zählen Google, Youtube und Bing. Dort gibst du dein Problem ein und erhoffst dir, dass der Google Algorithmus so schlau ist, und dir auf die Frage „wie bringe ich meinem Welpen bei stubenrein zu sein“ die perfekte Antwort liefert.

Auf Probleme folgen Lösungen

Und da wären wir eigentlich schon am wichtigsten Punkt in der Gegenüberstellung. Wenn du nun gedanklich selbst durch beide Plattformen gehst, dein eigenes Verhalten beobachtest und darüber reflektierst was ich oben geschrieben habe, wo würdest du am ehesten deine Dienstleistung positionieren?

Richtig! Auf Plattformen, wo eine Suchmaske existiert!

Nun ist es auch kein Wunder, warum Klickpreise bei Google Adwords durch die Decke gehen, oder? Wenn jemand „Schlüsselnotdienst Hamburg“ um 23 Uhr am Sonntag eingibt, dann glaube mir mal, dass dieser Mensch durchaus gewillt ist etwas Geld für das Öffnen der Tür auszugeben. Dass die Klickpreise bei Keywords wie „Schlüsselnotdienst“ um die 30-80€ pro Klick (!) kosten, ist deshalb kein Wunder.

Je höher die Klickpreise, desto höher die Conversion Chancen.

Andererseits geht aus diesem Beispiel hervor, dass die Vermarktungschancen auf Suchnetzwerken wie Google.de abhängig vom Bekanntheitsgrad des Produktes / des Problems sind. Vor 2 Jahren hätte kein Mensch bei Google nach „Fidget Spinner“ gesucht, da das Produkt komplett unbekannt war!

Fidget Spinner

Gleichzeitig haben die Fidget Spinner in den sozialen Netzwerken durch zahlreiche Videos den eigentlichen Markt erschaffen. Mit Aussagen wie „es ist für gestresste Menschen geeignet“ und „idealerweise für unruhige Kinder“ wurde extrem viel Aufmerksamkeit auf das Segment gerichtet und siehe da: Der Markt ist entstanden.

Eine einfache Regel lässt sich hier deshalb ableiten: Nutze für neue Segmente „Newsfeed“-lastige Plattformen und für etablierte Segmente mit Suchvolumen (mind. 1000 Suchanfragen pro Monat) Suchnetzwerke.