Kategorien
Grundlagen

Google Shopping Kampagnen für Woocommerce Einrichten

Google-Shopping-Anzeigen gehören für Online-Shops, meiner eigenen Erfahrung nach, zu den profitabelsten unter allen Kampagnen. Sie sind zudem sehr einfach einzurichten und du musst nur drei Parameter bedienen!

Was sind Google Shopping Ads?

Google Adwords Shopping Anzeigen sind die bunten Bilder, die du über den ersten Suchergebnissen siehst. Diese tauchen sowohl auf dem Reiter „All“ als auch bei „Bilder“ sowie „Shopping“ oberhalb der organischen Suchergebnisse auf. Hier einmal die Darstellungsweise der Shopping-Anzeigen für den Suchbegriff „Iphone Hülle“:

Am Anfang habe ich mich ständig gefragt, wie man dort gelistet wird…

Nach gründlicher Recherche und dem Einrichten diverser Online-Shops für Kunden, hat sich für mich ein klarer Prozess entwickelt, den ich dir im folgenden vorstellen möchte. Leider gab es zu damaliger Zeit keine vernünftigen Videos oder Blog-Artikel dazu, so dass ich mir aus unterschiedlichen Quellen Bausteine für die Einrichtung der Adwords-Shopping-Kampagnen zusammensuchen musste. Diese Anleitung findest du jetzt komprimiert in diesem Artikel!

Das wirst du in diesem Artikel lernen:

  • Es handelt sich hierbei um die Einrichtung einer Shopping-Kampagne ausschließlich für Online-Shops, welche WordPress bzw. Woocommerce nutzen.
  • Es wird ein Plug-In verwendet um einen „product feed“ zu erzeugen, den wir dann im Merchant-Konto importieren werden.
  • Nachdem dies geschehen ist, verknüpfen wir das Ganze mit deinem Google Adwords Account und legen die erste Kampagne an.

Vorteil von Shopping Anzeigen:

  • Extrem einfach anzulegen.
  • Du brauchst KEINE Keywords festlegen, da Google das automatisch – basierend auf den Inhalten deiner Produktseiten – für dich macht.
  • Die einzigen Parameter, die du verändern kannst, sind: Negative Keywords, Zielgruppen und die Priorität deiner Shopping-Kampagne im Zusammenhang mit deinen anderen Shopping-Kampagnen. (Google Shopping Ads für Fortgeschrittene).

Bereit loszulegen?

1. Google Shopping Product Feed Erzeugen

Der Product Feed ist für Google Shopping Anzeigen das Wichtigste, da dort regelmäßig deine Produktdaten an Google übergeben, sowie abgeglichen werden. Das garantiert, dass du ständig aktuelle Informationen in deinen Basisdaten hast. Du kannst auf unterschiedliche Art und Weise deine Produktdaten übermitteln. Manche nutzen z.B. Google Tabellen, um Produktdaten zu übergeben.

Ich nutze hier einen Product Feed – und das wäre auch meine Empfehlung an dich – und keinen manuellen Upload, da ich mich nur einmal um die Einrichtung kümmern möchte und nicht ständig neue Artikeldaten in Tabellen einpflegen möchte.

Für einen Product Feed nutze ich ein kostenloses Plug-In. Ich habe auf der unten gezeigten Seite fast alle Plug-Ins getestet und für mich hat sich dort nur ein Gewinner etabliert: WooCommerce Product Feed Manager von RexTheme.

Beim Rest konnte ich zwar einen funktionieren Product Feed erzeugen, aber der Import hat irgendwie nicht geklappt bzw. vielleicht war ich auch nur zu ungeduldig. Mit dem Plug-In von RexThemes hat es sofort geklappt – und das ist ja auch das. was zählt.

Wie richte ich den “Product Feed” ein?

Nachdem du das Plugin installiert hast, erscheint auf der linken Seite in deinem Backend das folgende Menü.

Bitte klicke hier auf „Produkt-Feed“ und dann auf „Neuen Feed hinzufügen“.

Vergebe nun einen Namen für deinen Feed.

  • Produkte: Wähle die Produkte aus, die du bewerben möchtest. Hier kannst du auf die Grundeinstellungen von WooCommerce zurückgreifen, in dem du z.B. nur Kategorien auswählst oder alle veröffentlichten Produkte. Mein Tipp hier: Erstelle saubere Kategorien in WooCommerce und nutze diese Kategorien als Segment für deine erste Shopping Kampagne – es ist egal, ob dort nur ein Produkt enthalten ist. Warum Kategorien? Die Optimierung von laufenden Kampagnen wird dadurch sehr effizient!
  • Aktualisierungsintervall: Ich nutze hier täglich.
  • Produktvariationen einschließen: Klicke auf ja, wenn du Varianten hast.
  • Übergeordnetes Produkt einschließen: Je nachdem, ob du ein gruppiertes Produkt hast, auf ja oder nein.

Wir gehen nun eine Sektion weiter nach unten und sind in der Feed-Konfiguration.

  • Händlerart: Wähle hier Google Shopping aus, da nun die richtige Vorlage für Google Shopping ausgewählt wird. 😉
  • Dateiformat: XML.

Du müsstest jetzt die folgende Übersicht sehen:

Hinweis: Hier bitte NUR ganz unten bei Manufacturer (brand) deinen Markennamen eingeben und wir wären mit der Einrichtung vom Product Feed fertig!

Hintergrundinfos zum Product Feed:

Dein Feed ist eine Art Tabelle, die aus den Daten deiner Produkte erzeugt wird. Diese aktualisiert sich nach deinen Einstellungen nun täglich. Diese Art von Tabelle hat auch eine URL. Das ist die sogenannte Feed URL. Die Feed URL ist sehr wichtig, da wir diese im Merchant Center von Google hinterlegen müssen. Es ist quasi so, als ob du eine permanente Verbindung zwischen deinen Produktdaten in diesem WooCommerce Shop mit dem Google Merchant Center aufbaust. Dieser übergibt die Daten dann letztendlich an Adwords. Das Google Merchant Center ist vergleichweise wie eine Datenaufbereitungsplattform.

Kurz: Die Feed URL ist auf dem Reiter “ALL PRODUCT FEEDS” zu finden.

2. Einrichtung Google Merchant Center:

Link zum Merchant Center von Google:https://merchants.google.com

Das Merchant Center verwaltet, grob gesagt, deinen Product Feed und beinhaltet zudem noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, wie Versandoptionen etc…

So sieht das Merchant Center aus:

Als erstes gehen wir auf “ARTIKEL” und dann auf “FEEDS” und klicken dort das “PLUS”-Zeichen, um unseren Hauptfeed hochzuladen. Um den Hauptfeed hochzuladen sind 3 Schritte notwendig:

Schritt 1: Grundlegende Informationen

Drücke hier auf WEITER um zu Schritt 2 zu kommen.

Schritt 2: Name und Eingabemethode

Bitte benenne deinen Hauptfeed und wähle den GEPLANTEN ABRUF aus, da wir einen Datenfeed hochladen wollen, den wir mittels Webseite hosten und zu regelmäßigen Zeiten aktualisiert wollen.

Schritt 3:

Dort, wo der rote Pfeil hinzeigt, ist das Feld für die Feed URL, die du bei WooCommerce mithilfe des Plug-Ins erzeugt hast. Die URL findest du, wie gesagt, im Hauptmenü des Plug-Ins in Woocommerce.

Dein Hauptfeed müsste jetzt erfolgreich eingerichtet sein. Drücke jetzt auf “JETZT ABRUFEN” um die Daten zu übermitteln.

So müsste das jetzt bei dir aussehen nachdem du auf jetzt abrufen gedrückt hast.

Nachdem dein Feed verarbeitet wurde, erscheint nach circa 2-4 Minuten eine Statusanzeige. Es kann sein, dass dein Feed einige kleine Schwierigkeiten hat und am Anfang nicht erfolgreich verarbeitet wird. Die Statusanzeige zeigt dir, um welche fehlerhaften Produkte/Einträge es sich handelt. Meistens sind das in WooCommerce einige Felder, die nicht richtig gefüllt worden sind, wie z.B. GTIN oder ähnliches. Gehe zurück zu WooCommerce und optimiere deine Daten bis es heißt “0 Artikel mit Problemen”.

Hier sei an dieser Stelle gesagt, dass die erste Verarbeitung des Feeds in der Regel 2-3 Werktage benötigt. Der Grund dafür ist ganz einfach: Du übermittelst Google einen neuen Feed / Produkte, die Google erst einmal „crawlen“ muss. Google muss sich die relevanten Daten ziehen, sowie interpretieren, um deine Produkte für relevante Keywords zu schalten.

Was du währenddessen tun kannst:

Verknüpfe deinen Feed mit deinem Google Adwords Account. Das machst du, indem du in den Einstellungen im Merchant Center (oben rechts) auf Kontoverknüpfung gehst.

Nutze deine 9-stellige Adwords Nummer, um dein Adwords Konto zu verknüpfen.

Gleichzeitig musst du auch innerhalb von Google Adwords das Merchant-Center-Konto bestätigen. Gehe nun zu Google Ads und klicke bei TOOLS auf VERKNÜPFTE KONTEN:

Du kommst dann auf die folgende Übersicht. Wähle hier nun das Google Merchant Center aus:

Füge die Verknüpfung hinzu. So müsste es nun in deinem Adwords Account aussehen:

Perfekt! Der erste Meilenstein ist geschafft! Wir haben bei WooCommerce einen Product Feed erzeugt und diesen erfolgreich im Merchant Center eingerichtet. Jetzt kommen aber noch die kleinen feinen Details, bevor es mit der ersten Shopping Kampagne losgehen kann!

Versand im Merchant Center einstellen

Wir gehen ins Merchant Center von Google…

Klicke dazu auf VERSAND auf der linken Seite. Hinweis: Ich nutze eine Versandkostenpauschale, deswegen zeige ich dir wie ich diese eingestellt habe. Wenn du z.B. für unterschiedliche Artikel andere Versandkostenpreise hast, kannst du das auch einstellen! In jedem Fall möchte Google, dass du Versandoptionen einstellst!

Klicke auf das PLUS um einen Versandservice einzustellen.

Wenn du das Einzugsgebiet – zweite Auswahlmöglichkeit auf der Seite – auswählst, erscheinen weitere Einstellungen, wie Lieferzeit und co. Fülle diese Einstellungen mit deinen gewünschten Daten wie Lieferzeit bzw. Transportzeit / Mindestbestellwert.

Klicke ganz unten auf VERSANDPREISE und lege hier einen Versandpreis fest. In meinem Fall ist es eine Versandkostenpauschale von 3,55€.

Übermittel dies durch das Bestätigen der Tasten ganz LINKS unten am Bildschirmrand!

Und fertig ist die Einrichtung!

3. Google Shopping Kampagne in Adwords erstellen

Wir haben nun einen Product Feed erzeugt und diesen erfolgreich im Merchant Center eingerichtet. Nachdem der Feed von Google erfolgreich “ge-crawlt” worden ist, können wir endlich mit dem spaßigen Teil loslegen: Die erste Shopping Kampagne in Adwords einrichten!

Gehe in das  Google Adwords Backend und erstelle eine neue Kampagne. Dieses Mal nutzen wir aber Shopping als Kampagnentyp.

Jetzt müsste bei dir, etwas weiter unten, dein Product Feed angezeigt werden (hier im Bild weiß, da unkenntlich gemacht!). Wenn das nicht der Fall ist, check bitte noch mal, ob du alle Verknüpfungen richtig gelegt und bestätigt hast!

Wähle für den Start auf jeden Fall die Standard-Shopping-Kampagne aus.

Die folgenden Schritte müssten intuitiv sein: Vergib einen Kampagnen-Namen, stelle das Gebot auf Manueller CPC, lege dein Tagesbudget fest…und jetzt kommt eigentlich das WICHTIGSTE: Die Priorität deiner Kampagne!

Das ist womöglich die mächtigste Funktion bei Shopping Anzeigen, da wir bei dieser Art von Kampagne keine wirklichen Steuerungsmöglichkeiten haben. Denn: Google wählt selbst die Keywords aus, für die unsere Produkte durch den Product Feed angezeigt werden….richtig, Google macht es selbst! Das kann positiv, aber auch negativ sein…eine Faustformal sagt jedoch: Überlasse NICHTS dem “Google-Zufall”. Deswegen ist es wichtig, dass wir alle Parameter die es zu steuern gibt, auch MANUELL nutzen.

Wie wir Google Shopping Anzeigen steuern könnten!

Die einzigen Parameter, die wir bei Shopping Ads verändern könnten, wären „negative Keywords“ als auch die Auswahl der „Zielgruppen“. Zusätzlich dazu gibt es  die Kampagnenprioritäten!

Die Priorität kommt erst dann zum Tragen, wenn mehrere Shopping Kampagnen gegeneinander laufen und Google dann “priorisieren” muss, welche Kampagne als erstes ausgespielt wird – es ist wie ein Ampel-System. Wenn beide Kampagnen noch viel Budget haben und alle Bedingungen sonst auch gleich sind, schaut Google als ERSTES auf die Priorität. Wenn wir eine Kampagne mit der Priorität HOCH haben, dann wird diese auch als erstes ausgespielt. Danach die mit mittel und so weiter.

Warum benötigt man Prioritäten und wie kann das zu unserem Vorteil werden?

Du kannst hiermit diverse Shopping-Ads-Strategien fahren!

Du erstellst z.B. drei Kampagnen mit unterschiedlichen Prioritäten und wählst für die erste Kampagne die Priorität HOCH, aber die Gebote sind niedrig. Hier musst du aber darauf aufpassen, dass du auch Keywords ausschließt, die in den anderen Kampagnen vorhanden sind. Somit erzeugst du einen Trichter, wo du z.B. mit einigen Kampagnen nur auf explizite Suchanfragen bietest und gleichzeitig aber Kampagnen hast, die ständig neue Klicks generieren und für neue Keywords angezeigt werden.

Dazu folgt aber noch mal eine ausführliche Erklärung in einem weiteren Beitrag.

…Weiter in der Kampagnen-Erstellung:

Entferne nun den Haken bei “Suchnetzwerk-Partner einbeziehen” und klicke auf weiter.

Wähle jetzt für den Start erstmal den Produkt-Shopping-Anzeigetyp aus, stelle dein Gebot ein und fertig ist deine erste Google Shopping Anzeige!

Wir sind aber noch nicht ganz am Ende…jetzt kommen wieder die kleinen Details, da ich dir ja eine vollständige erste Einstellung deiner Shopping-Kampagne geben möchte!

Wir gehen wieder zurück in die allgemeine Ansicht und klicken auf der LINKEN SEITE PRODUKTGRUPPEN an.

  • Produktgruppen & Gebote festlegen: Lege hier pro Untergruppe noch mal separate Gebote fest. So kannst du natürlich deinen Produktkatalog auf Basis von maximalen Geboten steuern. Das erinnert an Keywords aus den Suchkampagnen, oder? 🙂

  • Keywords: Gehe auf den Tab KEYWORDS und versuche im Vorfeld schon mal einige negative Keywords mit auszuschließen. Dies ist besonders effektiv , um genau dafür nicht gelistet zu werden und unnötig Geld auszugeben. Anhaltspunkte wären: Wettbewerber-Produkte, besondere Größen, die du nicht anbietest, etc. Auf dem Reiter Suchbegriffe siehst du dann die Suchbegriffe, die dein Product Feed erzeugt. Da würde ich am Anfang täglich reinschauen.

Wofür ranke ich dann eigentlich?

Google nutzt deinen Produkttitel und die Daten aus deiner Beschreibung, um dich für relevante Suchanfrage anzuzeigen. Für diejenigen, die sich bereits mit Keyword Match Types auskennen, hier kann man davon ausgehen, dass es eine sehr breit gefasste Keyword-Option ist. Sprich, es werden Synonyme zu deinem Produkt gebildet, so dass es sehr schnell teuer werden kann.

  • Zielgruppen: Hier kannst du z.B. ähnliche Zielgruppen mit hinzufügen oder vorhandene Webseitenbesucher, die du womöglich im Re-Marketing noch mal ansprechen möchtest. Hier gilt es Zielgruppen zu testen unter der Einstellung, dass du dich nicht ausschließlich auf die Zielgruppe fokussierst und für nichts anderes rankst, sprich: Nutze die Ausrichtung “beobachten”.

So, und wir wären wieder mal am Ende dieses Tutorials. Ich hoffe, dir hat das geholfen deine erste Shopping Kampagne anzugehen!

Viel Spaß beim Verkaufen!

Kategorien
Grundlagen

Wie vermarktest du deinen Online Shop mit Google & Social Media Ads?

Online Shop Besitzer kennen das sicherlich…es ist gar nicht so einfach ein physisches Produkt über den eigenen, neu aufgebauten Webshop zu verkaufen. Auf Amazon verkaufen kann schließlich jeder, aber wenn es sich um den unabhängigen Markenaufbau mittels Webshop dreht, wird es oftmals schwierig.

Diese Fragen dürften dich besonders beschäftigen :

  1. Auf welcher/welchen Marketing-Plattform/en sollte ich werben?
  2. Wie viel Werbebudget muss ich ausgeben, um einen echten Abschluss hinzubekommen? Der sogenannte “CPA” (Cost-Per-Acquisition)
  3. Wie hoch darf für mich dieser CPA eigentlich sein, damit ich noch profitabel bin?
  4. Wie gehe ich vor, um nicht zu viel Budget zu verschwenden?

Schon mal vorweg: Du solltest bei der heutigen Vielzahl an Plattformen vieles ausprobieren, um ableiten zu können, wo du wirklich profitable Verkäufe erzielst. Es ist oftmals nicht nur eine Anzeige auf einer Plattform. Es ist häufig auch ein Mix aus unterschiedlichen Kanälen wie z.B. Youtube Ads plus Facebook Ads. Dein Ziel sollte es sein die Plattform zu finden, auf der du profitabel Kunden akquirieren kannst…in unserer Sprache: Den idealen Ziel-Conversion-Wert finden.

Wie funktioniert nun Online Marketing für Online-Shops?

Der klassische Einstieg ist ein Mix aus Social Media Ads sowie SEA (Search Engine Advertising). Social Media Ads primär für den Markenaufbau und SEA um Interessenten direkt abzugreifen, die in der Customer Journey kurz vor dem Abschluss / Kauf sind. SEA-Kampagnen sollten deine profitabelsten Kampagnen werden, wenn du es klug anstellst.

Social Media Ads = Video ist King!

Für den Markenaufbau durch Social Media Anzeigen empfehle ich als Medium Video! Warum? Schnellere Glaubwürdigkeit, fast niemand liest mehr Anzeigentexte im Social Media Feed und die Möglichkeit das Produkt innerhalb weniger Sekunden ordentlich zu kommunizieren.

Nutze hier Facebook Video Ads und Youtube Pre-Roll Ads und teste so viele Zielgruppen wie möglich aus. Die entscheidende Variable bei Social Media Ads sind die Zielgruppen, da reichen ggf. schon zwei Anzeigentexte aus, die du z.B. auf 5-8 Zielgruppen testest. Achte hier auf Signale unter den Anzeigen wie “Gefällt mir” oder “Geteilter Beitrag”. Man spricht hier in der Industrie von einem guten Verhältnis von 10:1! 10 Gefällt mir Angaben auf einem geteilten Beitrag.

Achte auch darauf, dass du ebenso ein kurzes Video (um 0:30 Sekunden) und ein etwas längeres (1-2 Minuten) Video gegeneinander testest, da jeder Mensch unterschiedliche Präferenzen hat.

Such-Kampagnen & Shopping-Kampagnen

Auf der anderen Seite nutze Google Ads – hier speziell Such- oder Shopping-Kampagnen – um sehr relevante Suchanfragen auf deine Produktseite / Landing Page zu leiten. Wie du eine Such-Kampagne angelegt findest du in diesem Beitrag:

EMPFEHLUNG: MEINE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN

Kurzanleitung: Google Shopping Ads einrichten

Shoppping-Kampagnen sind noch mal eine ganz andere Herausforderung. Hier ist es wichtig, dass du einen ordentlichen Product Feed erzeugst und diesen mit dem Google Merchant Center verbindest. Hier eine ganz kurze Schritt für Schritt Anleitung (Ausarbeitung dazu folgt):

  1. Lade dir für dein Shopsystem ein Plug-in runter, das einen Product Feed erzeugen kann.
  2. Lege den Product Feed an – nutze hier idealerweise Kategorien nach denen du deine Produkte segmentierst – alles in einen Feed zu knallen, halte ich für nicht sinnvoll.
  3. Lege dir einen Google Merchant Center Account an und verküpfe den Product Feed mit dem Merchant Center.
  4. Vernüpfe den Google Merchant Center Account mit deinem Google Adwords Account.
  5. Nachdem alles eingerichtet ist, übermittel deinen Feed an das Merchant Center. Dieser Prozess dauert circa 2-3 Werktage (Stand März 2019), da Google erstmal alle deine Produkte „crawlen“ muss.
  6. Sobald alle Produkte ge-crawlt, sowie bestätigt worden sind, gehe in Google Adwords und erstelle deine erste Shopping-Kampagne.
  7. Lege erst einmal eine ganz normale Shopping-Kampagne an. Zu den Details komme ich in einem späteren Blog-Beitrag noch mal, denn hier ist es wichtig die unterschiedlichen „Kampagnen Prioritäten“ zu verstehen.
  8. Du wirst feststellen, dass du fast gar nichts einstellen kannst außer negative Keywords & Zielgruppen. Google nutzt die Daten aus deinem Product Feed (Titel & Beschreibung) und generiert selbst dafür die Anzeigen sowie die Einblendungen.
  9. Google Shopping Anzeigen können extrem profitabel sein, wenn sie ordentlich angepasst & optimiert werden. Bei mir sind Shopping-Kampagnen immer mit unter den Top 3 Kampagnen.

So bis hier ist eigentlich alles trivial und machbar. Was aber eigentlich das WICHTIGSTE bei Online-Marketing-Kampagnen bei Online-Shops ist, ist das sinnvolle Conversion Tracking:

TUTORIAL: CONVERSION TRACKING ÜBER DEN GOOGLE TAG MANAGER EINRICHTEN

Jegliche Kaufimpulse aufzeichnen

Was ich sogar bei meinen Agentur-Kunden oft reklamiere, ist dass sich niemand wirklich Gedanken um das Conversion Tracking des gesamten „Verkaufspfades“ macht! Es wird nur der Kaufabschluss als einzige Conversion erfasst, aber dass jemand 5x auf den „Jetzt Kaufen“ Knopf im Checkout drückt oder auf 10 unterschiedlichen Produktseiten war, wird links liegen gelassen! Du solltest wissen, dass es vor allem beim Online Marketing für E-Commerce Shops, um das Identifizieren von Kaufimpulsen geht!

Was sind Kaufimpulse?

  • Jemand geht auf eine Produktseite und schaut sich ein Produkt an.
  • Jemand legt einen Artikel in den Warenkorb
  • Jemand besucht den Warenkorb.
  • Jemand erhöht die Menge im Warenkorb.
  • Jemand fügt einen Artikel zur Wunschliste hinzu.
  • Jemand geht in den Bezahlvorgang.

Dies muss ordentlich erfasst, analysiert sowie optimiert werden!

Wie geht dies nun technisch in Adwords? Ganz einfach!

Lege einfach pro Schritt eine eigene Conversion an. Beispiel: Conversion „Produktseite erreicht“. Wie kannst du diese nun erfassbar machen? Ganz einfach, mit Hilfe des Google Tag Managers:

  • Lege ein neues AdWords Tag an.
  • Nutze die Conversion Id und Label welches du aus AdWords erzeugt hast und füge die in dein neu erzeugtes Tag ein.
  • Erstelle einen neuen Trigger.
  • Dieser Trigger soll die URL abbilden / inkludieren, die deine Produktseite auszeichnet. Dies wäre zum Beispiel https://khangsshop.de/produkt/….Hier kannst du zum Beispiel die Auswahl nutzen: „Path URL enthält…“
  • Speicher dein Tag ab und teste ihn im Preview Modus auf Richtigkeit.

Voila! Wir haben den ersten Tag erstellt!

Dies machst du jetzt mit allen anderen oben erwähnten Stationen und siehe da: Dein Webshop erhält eine ganz andere Reporting Qualität als vorher.

Dein Vorteil: Mehr Sichtbarkeit im gesamten Pfad!

  • Jetzt siehst du plötzlich wie manche Keywords oder Kampagnen doch nicht so schlecht performt haben.
  • Du kannst Signale nun nutzen um darauf aufzubauen: wie z.B. mit Remarketing Kampagnen (alle Interessenten, die den Warenkorb verlassen haben und nichts gekauft haben).
  • Du hast auf einmal mehrere Zielgruppen aus denen du lookalike / ähnlich aussehende Zielgruppen erzeugen kannst.
  • Und das Wichtigste: Du hast jetzt das Grundprinzip vom Conversion Tracking mittels Google Ads in Online Shops verstanden, jetzt kannst du dies für Bing, Facebook und weitere Plattformen einrichten. Schaue dir auch das Enhanced E-Commerce Tracking von Google Analytics an, denn das ermöglicht es dir spielerisch herauszufinden welcher Traffic-Kanal wirklich profitabel für dich ist! (wahrscheinlich organischer Traffic durch Markenaufbau ?)

Viel Spaß bei der Umsetzung!

 

Kategorien
Grundlagen

Google Adwords mit kleinem Budget starten – wie gehe ich am besten vor?

Du stehst innerlich kurz vor der Entscheidung, dass Google Adwords das richtige Medium für dich und dein Unternehmen ist, weißt aber nicht wie du genau starten sollst?

Werbebudget-technisch möchtest du nicht zu viel riskieren, da dein Unternehmen gerade zart voranschreitet und deine Gewinne knapp sind.

Dir ist es deswegen sehr wichtig, dass du am Anfang möglichst wenig Werbebudget verschwendest und investierst gerade sehr viel Zeit damit dich über Blogs oder Youtube im Bereich Online Marketing weiterzubilden?

Sehr gut! So habe ich auch angefangen und das ist mit Abstand der effizienteste Weg um “schlank” zu starten! Ebenso finde ich es auch gut, dass du mit SEA anstatt Social Media Ads, wie Facebook oder Instagram, starten möchtest, denn über SEA hast du fast immer ein Problem oder eine Suchintention vorausgesetzt.

Nun, aber wie genau startest du jetzt mit Adwords und vor allem möglichst kleinem Budget? Du fragst dich: Geht denn sowas überhaupt?

Die einfache Antwort dazu ist: Ja! Es geht auf jeden Fall! Warum weiß ich das?

Meine eigenen Projekte als auch die Projekte meiner ersten Kunden sind genau so gestartet: Nicht viel Werbebudget und die große Ungewissheit, ob SEA überhaupt wirklich für mich funktioniert. Man hört ja so viel rechts und links: “AdWords? Da habe ich nur Geld verbrannt!”. Das ist wirklich die Realität und ich muss ehrlicherweise sagen, dass es bei vielen auch wirklich nicht funktioniert hat. Warum? Ich glaube bzw. weiß es, dass es absolut NICHTS mit SEA an sich zu tun hatte. Vielmehr waren das Problem im Bereich Preis, Produkt oder Angebot. Denn zu einem gut funktionierenden Produkt oder Service gehören eine Latte an Faktoren, die alle miteinander stimmig sein müssen.

Ich gehe in dem Artikel aber mal davon aus, dass du…

…bereits mit Leuten gesprochen hast die deine Leistung interessant finden würden oder
…du ggfs. bei physischen Produkten die ersten Verkäufe erzielt hast und auch positive Signale bekommen hast?

Wenn das nicht der Fall ist, bitte tu mir den Gefallen und stoppe alles weitere an Vermarktungen und investiere deine Zeit erstmal in die Grundlagen! Wenn du auf ein schlechtes Produkt Geld investierst, wird das Produkt dadurch nicht besser, sondern nur dein Budget geringer!

Wenn die Grundlagen sitzen, kannst du nun folgende Schritte befolgen, um wirklich „schlank“ zu starten:

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

1. Im “Longtail” steckt die Musik

Longtail Keywords sind Keywords mit mehr als 3-5 Wörtern in einem Satz. Das wäre zum Beispiel:

Handyhülle Leder Iphone X Kartenfach Rückseite

Hier weiß jeder was die Suchintention bedeutet, da das Produkt eindeutig in der Suchanfrage beschrieben ist. Die Regel ist hier: Je länger das Keyword, desto WENIGER Suchanfragen kommen über das Keyword (10-20 pro Monat), ABER desto HÖHER die Wahrscheinlichkeit das eine Conversion stattfindet. Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine Conversion stattfindet, desto höher – meistens – die Gebote!

Nutze deswegen ausschließlich für den Anfang Longtail Keywords in deinen Kampagnen. Das kannst du z.B. machen indem du „broad match modifier (BMM)“ Keyword Match-Types einstellst. Das wäre sowas:

+handyhülle +leder +iphone x +kartenfach

Broad Match Modifier Match-Types bedeutet einfach, dass du Google sagst, dass jede Suchanfrage zwingend deine aufgelisteten Keywords enthalten muss. Das Plus vor dem Keyword bedeutet symbolisch, dass das Keyword in der Suchanfrage verankert sein soll.

2. Tagesbudget vs. Laufzeit: Gering und länger oder viel und kürzer?

Sehr gute Frage! Also die Frage ist: Sollte ich lieber wenig Tagesbudget – also 5€ – einstellen und dafür 60 Tage lang durchlaufen lassen oder viel Tagesbudget und geringere Laufzeit haben?

Meine Antwort hier lautet: Lieber mehr Tagesbudget bei einer geringeren Laufzeit als umgekehrt. Hier meine Begründung:

  • Du erzielst schnellere Ergebnisse, lernst schneller aus den Daten und optimierst somit schneller deine Kampagnen. Denn der einzige Vorteil, den du als Start-Up / digitaler Unternehmer hast, ist es Dinge “schneller” auszuprobieren und zu testen, als der vorhandene Wettbewerb!
  • Du benötigst wirklich mehr als einen Klick pro Tag! Du brauchst einfach eine gewisse Anzahl an Klicks die du pro Tag erzeugen musst, um gesehen zu werden. Stell dir vor dein Klick kostet 2€ und dein Tagesbudget ist 5€. Du würdest maximal 2-3 Klicks am Tag erzeugen, die bereits am Vormittag verbraucht wären – zu schade, denn eigentlich surfen deine potentiellen Kunden Nachmittags/Abends. Probiere hier mehr als 10 Klicks am Tag zu erzeugen, damit die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass du für die richtigen Leute sichtbar bist!

3. Kluge Nutzung von Marketing-Kanälen und vorhandenen Assets:

Jetzt kommt der PRO Tipp! Aufgepasst…es geht um das clevere Erzeugen von günstigen und GLEICHZEITIG qualifizierten Webseitenbesuchern durch bezahlte oder besser organische Kanäle! Ja, das geht und du wirst gleich wissen wie!

Organisch/qualifiziert:

Wenn du z.B. organische Webseitenbesucher auf deiner Seite hast – sei es durch Blog Artikel / deinen Youtube Kanal / dein Instagram Profil – dann würde ich das gesamte Werbebudget auf eine Retargeting/Remarketing Kampagne setzen!

Die Besucher sind in der Regel extrem heiß und haben deutlich höhere Conversion-Chancen, als wenn du probierst fremde Seitenbesucher direkt zur Konvertierung zu bringen. Wie schaffst du es nun organische Sichtbarkeit zu bekommen? Das ist noch mal ein anderes Kapitel, aber der wichtigste Schritt ist erstmal eine ordentliche Indexierung zu schaffen. Das funktioniert mit der Search Console von Google und so kann sich das nach einer Zeit aufbauen, wenn du dran bleibst.

Search Console

Bezahlt/qualifziert:

Benutze unterbewertete, bezahlte Marketing-Kanäle um Interessenten anzulocken. Was wäre denn so ein unterbewerteter Kanal? Youtube oder Facebook Video Ads (Stand März 2019)! Dort kannst du pro Tag mit 5€ und einem Cost-Per-View von 0,02€ bereits 250 Aufrufe erzeugen! Ebenso kannst du per Video einen vieeeel besseren ersten Eindruck hinterlassen, als wenn du das mit einer reinen Textanzeige machst.

Die Umsetzungsstrategie wäre hier folgende: Erzeuge ein Video welches länger als 0:30 Sekunden ist und nutze dieses Video z.B. bei YouTube, um dort Interessenten auf dich aufmerksam zu machen. Nutze hier 5€ am Tag und lasse dies ein paar Tage auf unterschiedliche Zielgruppen laufen. Als nächsten Schritt kannst du eine „Cookie/Pixel Liste“ aufbauen, die du dann bei der Zielgruppenverwaltung in den AdWords-Einstellungen laufend auf deren Größe überprüfen und noch besser nutzen kannst! Diese Zielgruppe hat mit deinem Video interagiert, sprich du hast schon mal ein Feld an Interessenten erzeugt, auf die du später – mittels Anzeigen – zurückgreifen kannst.

Zielgruppenaufbau Youtube

Nutze diese Liste dann – vorausgesetzt die Liste ist größer als 1.000 Leute im Suchnetzwerk – als Zielgruppe in deiner Suchkampagne. Tipp: Benutze hier die Ausrichtung „beobachten“, da wir uns nicht ausschließlich auf die Zielgruppe konzentrieren wollen – ist noch zu klein!

Youtube Audience

Was du dann bekommst, ist eine immer größer werdende Liste mit Menschen, die dein Video gesehen haben. Wenn jemand von der Liste bei Google nun nach der Leistung sucht, die du anbietest, kannst du dann mit einer Anzeige erscheinen und hast schon mal den Vorteil, dass du als Youtube-Werbung erschienen und somit bekannt bist.

4. Das solltest du mitbringen: Geduld & Zeit!

Unternehmer zu sein bedarf zweier wichtiger Komponenten: Zeit & Geduld! Das ist auch gar kein Problem, denn wenn du wirklich Leidenschaft mitbringst für das, was du auf die Beine stellen willst, wirst du die – vor allem schwierige – Anfangszeit sehr gut überstehen!

Wichtig ist nur, dass du dranbleibst! Lass auf kleiner Flamme die Kampagnen laufen, sammel Daten und bau dir deine Zielgruppe sukzessiv auf. Reserviere dir im Kopf ein Marketingbudget, das du gedanklich abgestempelt hast. Das Budget ist da, um ausgegeben zu werden und im besten Fall Interaktionen hervorzurufen. Das befreit dich dann auch von dem Stress, der damit verbunden ist, wenn du am Anfang noch in der Findungs-Phase bist. Das Finden der richtigen Strategie, Botschaft und vor allem Zielgruppe ONLINE ist schwierig, aber es haben schon mehrere Millionen Menschen vor dir geschafft und du wirst es auch schaffen!

Wenn du allerdings nur nach dem Geld gehen solltest und dir das am Wichtigsten ist, dann verkaufe entweder unterschiedliche Produkte auf Amazon oder geh ins Trading 🙂

Viel Erfolg weiterhin auf deinen ersten Schritten im Bereich „bezahlte“ Werbung! Für Fragen nutze gerne die Kommentarfunktion oder tritt meiner geschlossenen Facebook Gruppe bei:

GOOGLE ADWORDS FÜR BEGINNER


Kategorien
Grundlagen

Adwords Anzeigen Analyse (AAA)

Ich dachte mir, es macht Sinn ein paar aktuelle Google Ads Anzeigen zu analysieren, um euch einfach mal meinen Gedankenprozess offenzulegen. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen bei der Gestaltung seiner Anzeige weiter.

Fangen wir doch mit einem physischen Produkt an…hm…was könnte ich gerade gebrauchen…ah! Eine Schreibtischunterlage! Was spuckt mir Google selbst als Auto-Suggest aus? Hier die Antwort:

„Schreibtischunterlage Leder mit Kantenschutz“.

Hört sich für mich nach einem langen sowie spezifischen Suchbaum aus – sehr gut! Damit können wir arbeiten. Was sagen nun die Adwords Anzeigen?

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

Für mich sind im Prinzip zwei Dinge bei einer Adwords Anzeige wichtig:

  1. Wurden alle verfügbaren Felder der Anzeige verwendet? Dazu zählen Titel, Beschreibung, URL und Anzeigen-Erweiterungen, als auch…
  2. …die inhaltliche Ausgestaltung der Anzeige! Dies ist eigentlich entscheidend für die Klickrate und somit auch der Conversion. Passt der Anzeigentext denn auch zum Suchbegriff und was suggeriert die Landing Page?

Alles zusammen wird auch durch den von Google selbst entwickelten Qualitätsfaktor bewertet, aber ich denke, dass ein Mensch das hier noch mal besser beurteilen kann.

Springen wir in die Analyse…

Anzeige 1

2 von 3 Titel werden angezeigt

Es fällt direkt der Preis „ab 99€“ sowie die Telefonnummer auf! Zahlen sind generell sehr gut für die Klickrate – vor allem bei physischen Produkten. Deswegen achte hier idealerweise auf das Hinzufügen von Zahlen im Titel. Aber nicht zu viele!

Meine Suchanfrage wird direkt im ersten Titel „Leder-Schreibunterlage“ aufgenommen.

Beim Titel 2 „exklusiv nachhaltig langlebig“ könnte ein etwas stärkerer Ausdruck stehen, wie z.B. „Versandkostenfrei“, „mit oder ohne Kantenschutz“, der Markenname ODER noch viel besser „handgefertigt in Deutschland“.

Beschreibung: Die Beschreibung zeigt eine große Anzahl an Möglichkeiten, die der Shop anbietet. Es wurden alle 180 Zeichen verwendet.

Fazit:

Auffällig sind die Zahlen im Titel als auch in der Beschreibung.

Was fehlt bzw. nicht angezeigt wird, sind die Erweiterungen.

Entweder ist die Anzeige durch sehr hohe Gebote auf Position 1 oder aber aufgrund der Relevanz bzw. der Historie. Das kann man leider nicht ableiten. Was verrät uns der Blick auf die Landing Page? Was ihr nicht sehen könnt, aber was die Landing Page zeigt – ich habe da den Hersteller gesucht und nicht auf die Anzeige geklickt – der Hersteller bietet tatsächlich als Auswahl den Kantenschutz an, was die anderen nicht tun!

Anzeige 2:

3 von 3 Titel werden angezeigt

Der Haupt-Suchbegriff erscheint direkt an erster Stelle (Titel 1), was sehr gut ist. Sehr gut ist auch Titel 2 „Büroaccessoires nach Maß“ da dies eine nähere Erläuterung des Themas ist. Also das, was bei der ersten Anzeige im Titel gefehlt hat.

Die wichtigsten Wörter meiner Suchanfrage – also das Haupt-Keyword „Schreibtischunterlage Leder“ – kommt auch in der Beschreibung vor – siehe fett gedruckte Wörter. Das erhöht natürlich die Klickrate, da dies ein zusätzliches Hervorheben der Anzeige mit sich bringt. Schön geschrieben finde ich „Mit ihrem Logo für einen Hauch Luxus“ in der Beschreibung.

Generell wurde womöglich nur eine Beschreibung mit Inhalt gefüllt. Das kann damit zu tun haben, dass das Unternehmen lange nichts mehr an den Anzeigen geändert hat (nach den letzten Updates in Q4/2018), oder es bewusst so gewählt hat. Bei vielen Kunden, die ich übernehme, wurde seit Jahren nichts mehr an den Anzeigen geändert. Aus meiner Sicht verpasst man da mögliche Kommunikations-Chancen mit den Interessenten.

Hier gibt es gegenüber der ersten Anzeige Sitelink Erweiterungen.

Fazit:

Puristische Anzeige mit allen wichtigen Elementen.

Anzeige 3:

2 von 3 Titel werden angezeigt.

Der Suchbegriff erscheint hier auch direkt im Titel 1 und wird im Titel 2 mit „Nach Maß bestellen“ gut erweitert. Auffällig ist, dass diese Anzeige ebenso die Erweiterungen in der URL mit „leder/unterlagen“ hat.

Es werden alle 180 Zeichen der zwei Beschreibungs-Felder verwendet hat, so dass die Anzeige sehr groß wirkt. Ebenso kommt in der Beschreibung auch das Haupt-Keyword vor!

Sitelinks & Erweiterungen mit Zusatzfunktionen wurden ebenso genutzt, so dass hier noch mal mehr Werbefläche eingenommen wurde. Wichtig ist, dass ihr versucht so viele spezifische Erweiterungen mit rein zu nehmen, wie möglich.

Fazit:

Gelungene Anzeige mit allen notwendigen Erweiterungen!

Zusammenfassung:

Welche Anzeige finde ich besonders gut?

Für mich ist die dritte Anzeige sehr gut gelungen, da sie alle Elemente einer vollständigen Adwords Anzeige beinhaltet.

Auch wenn die Position zum aktuellen Zeitpunkt nur Platz 3 ist, kann das viele Ursachen haben. Ggf. arbeitet hier auch ein Profi und hat die maximalen Gebote genau so eingesteuert, dass gerade so Platz 2-3 realisiert werden, da dort der Mix zwischen Conversion und max. CPC in einer guten Balance stehen oder andererseits, dass die anderen beiden Hersteller einfach extrem hohe Gebote eingesteuert haben und so früh am Morgen – es ist 8:30 Uhr – noch ausreichend Werbebudget haben.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und bis zum nächsten Mal!

Kategorien
Grundlagen

Wie richte ich Adwords-Conversion-Tracking mit dem Google Tag Manager ein?

Conversion Tracking ist für deine Adwords-Kampagnen die wichtigste Steuerungsgröße überhaupt. Nur so kannst du einfach und genau nachvollziehen, welche Anzeigen & Kampagnen überhaupt zum Erfolg deiner Online-Marketing-Kampagne beigetragen haben. Die Einrichtung ist dagegen leider eine lästigere Aufgabe, da es ziemlich technisch wird und du einige Codes an den richtigen Stellen deiner Webseite einbetten musst. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um ein Tracking einzurichten und da kann schnell die Motivation im Keller sein. In diesem Beitrag möchte ich dir das Adwords-Conversion-Tracking für WordPress Seiten mit dem Google Tag Manager einmal vorstellen. Der Google Tag Manager ist für mich eines der besten und effizientesten Tools, um Conversions verhaltensbasiert in Marketing Systeme wie Google Ads oder Facebook Ads aufzunehmen und zurück zu spielen. Du wirst erstaunt sein, was damit alles möglich ist. Aber bevor wir dazu kommen, möchte ich dir in diesem Artikel erstmal eine Klick-für-Klick-Anleitung geben, wie du alles in den Grundfunktion für deine Webseite einrichten kannst.

Im Video findest du die gesamte Einrichtung und kannst sie auch noch mal im folgenden Blog nachlesen. Viel Spaß!

 

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Die Schritt für Schritt Anleitung für dein Adwords Conversion Tracking

Das Prinzip vom Conversion Tracking mit dem Google Tag Manager und Adwords möchte ich dir einmal in einer Grafik näherbringen, damit du es vollständig verstehst. Die Ausgangsfrage ist die folgende: Wie kann ich sicherstellen, dass ein gewünschtes Zielverhalten auf meiner WordPress Seite aufgenommen und zurück an Adwords gefüttert wird? Dabei soll das Wunschverhalten ein individuelles Ereignis sein, welches du auf deiner Seite definierst. Was könnte ein Wunschverhalten sein?

  • Klick eines bestimmten Knopfes (Anmeldeformular)
  • Besuch einer für dich relevanten Seite deiner Homepage (Danke Seite)
  • Eine bestimmte Aufenthaltsdauer auf einer Unterseite von dir
  • Der Interessent hat sich bestimmte Videos angeschaut
  • Es wurde ein gewünschtes E-Book heruntergeladen
  • …und noch viel mehr!

Hier ist eine generelle Regel: Alles was Kaufimpulse aufzeigt, sollte unbedingt mit in dein Conversion Tracking integriert werden. Was du letztendlich davon dann als wirkliche Conversion an Adwords zurückspielst, ist dir überlassen. Besteht dein Kaufprozess aus 3-4 wichtigen Schritten (wie z.B. Interessent legt ein Produkt in den Warenkorb, Interessent besucht die Warenkorb-Seite und gibt seine Kontaktdaten ein), würde es an dieser Stelle auch Sinn machen, alle Schritte mit in dein Conversion Tracking aufzunehmen. Um jedoch einfach zu starten und es nicht unnötig kompliziert zu machen, würde ich dir hier empfehlen mit der wichtigsten Conversion zu starten. Das ist meistens der Kauf eines Produktes oder das Eintragen in ein Formular.

In meinem Beispiel ist es der Klick auf ein Anmeldeformular.

Adwords Conversion Tracking 1

Der Aufbau (Bild 1):

Der Google Tag Manager ist quasi wie ein Vermittler zu sehen. Er gibt Informationen, die er auf deiner Homepage erzeugt hat an Adwords weiter. Was er an Informationen erzeugen soll, definieren wir natürlich – dazu aber später mehr.

Wie geschieht die Informationsweitergabe? Durch das Einbetten von unterschiedlichen Codes auf deiner Seite. Diese Codes aktivieren die Aufzeichnungsmöglichkeiten durch den Google Tag Manager auf deiner eigenen Homepage. Keine Sorge, es wird erst was aufgezeichnet, wenn du auch die richtigen Befehle definiert hast. Standardmäßig wird nichts aufgezeichnet, sondern die Verknüpfung wird erst nach der Einbettung der Codes angelegt.

Im Bild 1 kannst du hier einmal die drei wichtigsten Bereiche im Conversion Tracking sehen:

  1. Deine WordPress Seite
  2. Der Google Tag Manager
  3. Deine Kampagnen bei Adwords

Gehen wir nun davon aus, dass wir einen Befehl im Google Tag Manager definiert haben und alles ist korrekt eingerichtet. Wir aktivieren wie im Bild 1 nun die Kampagnen, die dazu führen dass wir Traffic auf unsere Seite bekommen (Schritt 1). Unser oberstes Ziel mit der Kampagne ist es, dass wir Leute dazu bekommen sich in ein Anmeldeformular auf unserer Seite einzutragen. Dies könnte man als “Ziel Conversion” (unsere wichtigste Conversion) definieren. Diese Conversion muss einmal in Adwords, als auch im Google Tag Manager angelegt werden. Wie das funktioniert erfährst du weiter unten.

Adwords Conversion Tracking 2

Die Ziel Conversion (Bild 2):

Wir haben nun erfolgreich Webseitenbesucher durch Google Adwords auf unsere Zielseite geschickt, wo das Anmeldeformular eingebettet ist, welches wir mit dem Google Tag Manager markiert haben. Sobald jemand nun auf den Anmeldeknopf drückt, würde diese Information durch den Google Tag Manager an Adwords zurück gesendet werden.

Adwords Conversion Tracking 3

Die Informationsweitergabe (Bild 3):

Unsere Zielseite sowie unser Angebot war für die Webseitenbesucher also ziemlich interessant und jemand hat den Anmeldeknopf gedrückt. Jetzt wird der Google Tag Manager “aktiviert”, da nun das gewünschte Verhalten auf der Seite gezeigt wurde. Der Tag Manager gibt dann basierend auf seinen Einstellungen die Daten an die Google Ads Plattform zurück und kann die Conversion – vereinfacht gesagt – mit der richtigen Anzeige verknüpfen. Voilà, wir haben unsere erste Conversion verzeichnet und wissen aus welcher Anzeige diese Conversion kam!

Zwischenfazit:

Ich hoffe durch dieses Beispiel ist der generelle Prozess vom Adwords Conversion Tracking mit Hilfe des Google Tag Managers etwas klarer geworden. Es gibt drei Parteien, die dich dabei unterstützen deinen Ziel-Conversions nachzugehen. Es gibt die Adwords-Plattform worüber du den Traffic einkaufst, es gibt deine WordPress Webseite, auf der der Traffic landet und es gibt den Google Tag Manager als Verbindungsglied zwischen den beiden erst genannten Parteien.

Die technische Einrichtung vom Adwords Conversion Tracking

Jetzt wird es ein bisschen technischer, denn es geht um die Einrichtung des oben dargestellten Beispiels. Durch diese Anleitung solltest du aber keine Probleme haben dies auch für deine Seite umzusetzen. Halte dich einfach an die Anleitung und nutze ansonsten das Video als zweit Alternative, wenn du nicht weiter kommen solltest.

Das erste was wir nun machen ist, dass wir den Google Tag Manager in deine Seite einbinden.

Schritt 1: Einbindung vom Google Tag Manager Code

Gehe hierzu in den Google Tag Manager (https://tagmanager.google.com/) und richte dein Konto ein. Wie das geht, siehst du ja auch im Video. Nachdem du dein Konto eingerichtet hast, erhältst du einen Code. Der sieht in meinem Beispiel so aus:

GTM Code

Dieser Code ist einmal für den head-Tag und den body-tag auf deiner Seite. Keine Sorge, das ist nur halb so wild. Ich zeige dir, wo sich die befinden!

Nun gehen wir ins Backend von deiner WordPress-Seite. Das ist meistens „https://deineSeite.de/WP-ADMIN“ – das müsstest du von der Einrichtung deiner Homepage kennen.

Dort angekommen machen wir uns auf den Weg und suchen den EDITOR. Im Editor sind alle Codes deiner Webseite zu finden. Den EDITOR findest du bei DESIGN > EDITOR. Achtung: Es existiert noch ein weiterer Editor, der jedoch für deine Plugins benutzt wird. Diesen bitte nicht benutzen.

Wordpress Backend

So, nun suchen wir in deinem Editor nach der folgenden Datei: header.php.

Wenn du sie gefunden hast, bitte einmal draufklicken. Dann setzt du beide Codes aus dem Google Tag Manager in die jeweilige Lücke ein (siehe Bild) und klickst auf speichern.

Einmal für den HEAD Bereich:

Head Tag GTM

Und natürlich für den Body Bereich:

Head Tag GTM

Jetzt müsste dein Google Tag Manager erfolgreich eingerichtet sein. Du kannst nun folgendes tun, um zu verifizieren, ob der Tag Manager erfolgreich eingerichtet wurde. Dazu nutzt du das folgende Plugin für deinen Chrome Browser: Tag Assistant (by Google).

Tag Assistent by Google

Einfach installieren und auf deiner Seite aktivieren. Der Tag Assistent führt dazu, dass er sämtliche Tags auf deiner Seite aufnimmt und dir ausspielt, welche Tags installiert sind. So kannst du nicht nur checken, ob der Google Tag Manager erfolgreich installiert wurde, du siehst auch, ob Google Analytics existiert und sogar bei beiden die dazugehörige Tag Nummer.

Wurde dein Tag erfolgreich erkannt, müsste das in etwa so aussehen:

Tag Assistent

Bitte sei nicht irritiert, wenn dein Google Tag Manager ein rotes Smily zeigt. Das bedeutet lediglich, dass wir dort noch keine Funktionen eingebunden haben. Das machen wir jetzt!

Schritt 2: Tags im Google Tag Manager erstellen

Ein “Tag” im Google Tag Manager ist der Bereich, der ständig auf der Suche nach dem richtigen Verhalten vom Nutzer ist und sobald dies gezeigt wird, gibt er die gespeicherten Informationen automatisch zurück an Adwords. Man kann es wie einen Bademeister im Schwimmbad vergleichen. Dieser sitzt auf seinem Türmchen und beobachtet den “Traffic” im Schwimmbad. Sobald jemand in den tieferen Bereich schwimmt oder unterhalb des 10-Meter-Turms, ertönt sofort sein Lautsprecher und er meldet den Vorfall. Idealerweise schreibt sich der Bademeister diese Information in sein Büchlein mit der Notiz “10:33:23 Uhr – Wieder jemand von den Anfängern im Profi-Schwimmbecken”. Diese Notiz wird eventuell auch seinen Kollegen mitgeteilt. Es ist also eine “Schwimm Conversion” verzeichnet worden, die außerhalb des Toleranz-Bereichs gewesen ist. Dabei ist der Bademeister das “TAG” und die Conversion wäre, wenn jemand entweder ins Profi-Schwimmbecken schwimmt oder unter dem 10-Meter-Turm ist.  Ich hoffe, dass das Konzept vom “TAG” somit etwas klarer geworden ist.

Wenn wir beim Beispiel bleiben, müssen wir ja nun auch einen Auslöser/Trigger definieren. Im Bademeister-Beispiel ist der Auslöser seiner Meldung “das Betreten vom Profi-Schwimmbecken” oder “das Schwimmen unterhalb des 10-Meter-Turms”. Es gibt also ZWEI Auslöser.

Angewendet auf unser Webseiten-Beispiel ist es das “Drücken eines Anmeldeknopfes”. Dafür müssen wir nun einen sogenannten Trigger – den Auslöser – festlegen. Bevor wir jedoch den Trigger festlegen, fehlt noch eine kleine Aktivierung: Die sogenannten integrierten Variablen. Integrierte Variablen (Build-in Variables) sind dafür zuständig zusätzliche Informationen mit aufzuzeichnen. Standardmäßig zeichnet der Google Tag Manager keine Klicks, Besuche von Webseiten URLs, etc. auf.

Aber es ist genau das, wonach wir suchen! Unser Conversion Tracking soll genau den KLICK auf einen Knopf und den Besuch einer gewissen Webseite aufzeichnen und als positives Signal an Adwords zurück geben.

Lange Rede kurzer Sinn: Geh im Google Tag Manager in den Bereich VARIABLEN > KONFIGUIEREN > AKTIVIERE ALLE HÄKCHEN BEI KLICKS

Trigger Einbauen

Nachdem wir die Klicks aktiviert haben, gehen wir in den Reiter „TRIGGER“.

Drücke auf NEU und benenne deinen Trigger (z.B. Klick Absenden), so dass du ihn wiederfinden kannst.

Wähle dann auch hier als Trigger-Typ KLICKS aus und dort ALLE ELEMENTE. In der Trigger-Konfiguration kommen nun die VARIABLEN ins Spiel, die wir eben hinzugefügt haben.

Wähle CLICK TEXT und gib den Text ein, der auf deinem Anmeldeknopf deiner Webseite steht. In unserem Fall ist es „Absenden“.

…dein Trigger sollte nun so aussehen: 

Perfekt, wir haben nun erfolgreich die Variablen UND den Trigger eingerichtet! Nun geht es darum deinen TAG – den Bademeister – einzurichten! Dafür benötigen wir einmal den Trigger sowie die Conversion-Informationen aus dem Adwords-Dashboard.

TIPP: GOOGLE TAG MANAGER ADVANCED: DATA LAYERS EINRICHTEN >

Adwords Conversion einrichten:

Wir müssen ebenso bei Adwords eine Conversion einrichten, da Adwords selbst ja nicht weiß, was für uns auf unserer Webseite wichtig ist. Deswegen gehen wir hier ins Adwords Backend und gehen wie auf dem Bild gezeigt auf TOOLS und dann auf CONVERSIONS.

So gelangst du zu der Einrichtung von Adwords Conversions.

Adwords Conversion

Dort angelangt, klickst du auf das „+“ Zeichen, um eine Conversion zu erstellen.

Conversion erstellen

Erstelle nun eine Conversion für deine Webseite. Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit Conversions zu importieren (z.B. Google Analytics, aber da kommen wir in einem anderen Artikel zu), wir nutzen hier aber die WEBSITE und fahren nun wie folgt fort:

Adwords Einrichtung

Gib deiner Conversion einen Namen, wähle die Kategorie aus (in unserem Fall “Anmeldung”), nutze als Zählmethode „Eine“ und belasse den Rest so wie er ist. Klicke dann auf Weiter und du wirst nun gefragt, wie du deine Conversion einbinden willst. Wähle hier den Google Tag Manager aus und du bekommst folgende Ansicht:

Adwords Conversion

Dort sind zwei Dinge für die Einrichtung unseres Tags extrem wichtig:

  • Conversion ID
  • Conversion Label

Lass ruhig diese Seite aus dem Adwords Dashoard auf und wir wechseln wieder in den Tag Manager, denn jetzt legen wir deinen ersten Tag an! (Ja, wir haben es bald :))

Dein erstes TAG erstellen

Erstelle nun im Reiter „TAGS“ ein neues Tag und wähle dort auf der rechten Seite „Google-Ads-Conversion-Tracking“ aus. Nun kommen dir zwei Zeilen sicherlich bekannt vor: Conversion ID und Conversion Label. Dort trage bitte die Daten aus Adwords ein!

Tags einrichten

Drücke auch gleichzeitig auf TRIGGER und verwende nun den TRIGGER, den wir extra dafür angelegt haben: “Klick Absenden”.

Warum machen wir das? So werden die Informationen „Klick auf Absenden“ durch genau diesen neu angelegten Tag mit Hilfe der richtigen Google Befehle an Adwords gesendet! So kommunizieren alle drei Systeme miteinander. WordPress stellt die Plattform bereit, auf der sich dein Webseiten-Besucher befindet. Sobald er nun den Knopf „Absenden“ drückt, übersetzt der Google Tag Manager diese Aktion in die Sprache von Adwords und Adwords notiert sich dies dann in den Kampagnen. So müsste es bei dir nun aussehen:

Tag eingerichtet

Der LIVE Test bevor wir starten:

Bevor wir nun live gehen und teuren Traffic einkaufen, ist es ungeheuer wichtig, dass wir alles durchgetestet haben. Mit Live Test meine ich, einmal zu kontrollieren, ob dein neues TAG auch 100% dann ausgelöst wird, wenn du es willst. Dazu nutzen wir nun den „Vorschau-Modus“. Den Vorschau-Modus erkennst du daran, dass nun in deinem Google Tag Manager eine orangefarbene Box aufpoppt.

Vorschaumodus

Durch diese Box wissen wir nun, dass deine Homepage in eine Art „Bearbeitungsmodus“ gestellt wird. Dies erkennst du an der Box, die sich auf jeder Seite deiner Webseite am unteren Rand öffnet. Sollte dies nicht funktionieren, ist entweder der Google Tag Manager falsch installiert, oder du solltest einmal den CACHE deiner Seite leeren. Im Endeffekt müsste es dann so aussehen:

Tag Manager aktiv

Was du nun sehen kannst, sind die aufgezeichneten Events, die auf deiner Seite durch den Google Tag Manager aufgenommen werden. Klickst du irgendwo hin, zeichnet der Tag Manager dies auf und füllt unsere einst definierten Variablen. Jetzt siehst du die wahre Macht vom Tag Manager und kannst die Brücke zwischen all dem erkennen, was wir in den letzten Abschnitten eingerichtet haben. Sobald nun die richtigen Knöpfe oder Seiten aufgerufen werden, sendet der Google Tag Manager die Informationen zurück an Google Adwords: Dein Conversion Tracking wäre folglich richtig eingerichtet! Das erkennst du daran, ob der vorhin definierte Tag tatsächlich auch feuert! Das siehst du hier:

Jetzt sollte alles richtig installiert sein. Falls nicht, schau dir hier noch mal die Schritt-für-Schritt-Anleitung im Video an. Sobald die Tags so feuern wie wir wollen, ist unser Ziel erreicht. Wir gehen nun zurück in den Tag Manager, schalten den Vorschaumodus ab und veröffentlichen unsere Änderung nun endgültig, so dass diese live sind.

Natürlich kannst du jederzeit zurück zur Ursprungsversion wechseln, wenn du das Conversion Tracking ausschalten willst. Du kannst aber auch einfach den Google Tag Manager Code aus dem Editor entfernen.

So, jetzt hast du gelernt wie man ein Tag einbaut und kannst jetzt dein neu vorhandenes Wissen nutzen, um weitere Tags zu bauen. Sei es z.B. der Besuch einer wichtigen Webseite, die du erfassen willst, alles wird dann zurück in Adwords gefüttert und du hast bessere Eindrücke über den Erfolg deiner Kampagnen.

Im Video findest du auch noch die Einbettung eines weiteren Tags. Schau es dir gerne an, um zu erfahren wie man eine Page URL verknüpft.

Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß beim Tracking und bei der Optimierung!

Viele Grüße!

Khang

Hinweise zum Schluss:

AKTUALISIERUNGEN: Achte darauf, dass der Google Tag Manager Code nach jedem Update von WordPress wieder eingebettet wird. Alternativ kannst du auch ein Plugin dafür nutzen. Dort einfach die Google Tag Manager Plugins von WordPress durchforsten. Es gibt viele, die umsonst sind und gut laufen.

Kategorien
Grundlagen

Adwords Tutorial: Deine erste Search Kampagne!

Du hast dich also dafür entschieden mit Google Ads zu starten, bist schon ganz ungeduldig darauf die ersten Ergebnisse zu erzielen und möchtest idealerweise eine Vorlage haben, wie du deine erste Suchnetzwerk Kampagne starten kannst?

Sehr gut! Dann ist das unten stehende Video genau richtig für dich. Denn im Video zeige ich dir nicht nur wie du Schritt für Schritt deine erste Search Kampagne anlegen kannst, sondern auch gleich, wie dies an einem Beispiel für ein kleines Café aussehen könnte. Hinweis: Das Beispiel ist natürlich fiktiv und es bedarf einer noch intensiveren Vorbereitung um loszulegen. Es soll dir dennoch die Gedankengänge offenlegen, so dass du diese idealerweise „vervollständigen“ kannst.

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was du bei deiner ersten Suchnetzwerk Kampagne unbedingt beachten solltest:

Bei der ersten Einrichtung ohne Vorwissen wirst du zwangsläufig auf eine Menge unbekannte Variablen stoßen. Du wirst dich fragen, ob du die Einstellungen überspringen kannst oder dich noch tiefer einarbeiten solltest, um zu starten.

Wenn du dich an meine im Video dargestellte Struktur hältst, kannst du am Anfang nicht wirklich viel falsch machen – es sei denn du erhöhst unkontrolliert deine Gebote und das Budget. Ansonsten findest du hier noch mal eine ausformulierte Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  • Kampagnentyp „Suchnetzwerk“:

Suchnetzwerk

Wähle Suchnetzwerk aus, um mit einer Suchnetzwerk Kampagne zu starten.

  • Wähle dein Kampagnenziel aus.

Kampagnenziel

Ich wähle hier immer „kein Ziel“ aus, da ich bei den ersten Kampagnen immer erstmal Daten sammeln und keine systemischen Optimierungen einleiten möchte.

  • Kampagnenname:

Titel

Hier ist es dir überlassen, wie du die Syntax deiner Kampagnen nennen möchtest. Es ist immer sinnvoll eindeutige LEICHT identifizierbare Namen zu nutzen, denn stell dir vor du hast 10-20 Kampagnen und diese Kampagnen haben ebenso noch Anzeigengruppen und noch Anzeigen. Du könntest schnell die Übersicht verlieren und es spart ungeheuer Zeit, wenn du anhand des Kampagnennamens auf Anhieb erkennen kannst, was du in der Kampagne als Ziel verfolgt hast. Tipp von meiner Seite: Ich trenne Kampagnen immer auf Basis vom Kampagnentyp (Suchnetzwerk, Youtube, Display) und segmentiere trotzdem noch, ob es sich um „kalten traffic“ oder „heißen traffic“ handelt. Das gibt mir immer die Möglichkeit zu schauen wie denn eigentlich eine völlig kalte Kampagne performt und ich kann diese gegenüber Retargeting-Kampagnen vergleichen. In der Regel müssten Retargeting-Kampagnen bessere Conversion Rates und Conversion Costs haben als „kalte“ Kampagnen.

  • Budget:

Gebotsstrategie adwords

Hier gibt es eine einfache Regel: Wie viel Klicks benötigst du in etwa um eine Conversion zu erzielen? Wenn du dies weißt und auch weißt wie teuer ein Klick in etwa ist, dann nimm das als Ausgangspunkt für dein Werbebudget. Beispiel: Wenn wir 1000 Klicks einkaufen und annehmen, dass 1% davon unsere Dienstleistung in Anspruch nimmt und der Klickpreis 1€ ist, bedeutet dies: 1000 x 1€ = 1000€ Werbebudget. Diese 1000€ Werbebudget erzeugen 10 Conversions (1%). Wenn du einen Kurs für 99€ verkaufst wären das 99€ x 10 Conversions = 990€. Du machst also erstmal „Miese“, hast dafür aber 10 Kunden. Wenn diese 10 Kunden ein Folgeprodukt von dir kaufen / buchen, wärst du im Plus. Um diese 1000€ nun zu verteilen wäre eine Möglichkeit 30€ pro Tag für einen Monat laufen zu lassen. Wenn es dein Suchvolumen zulässt kannst du auch 60€/Tag definieren und dann nur zwei Wochen lang schalten.

  • Gebote:

Manueller CPC

Gebote sind auch eine eigene Philosophie. Ich würde hier einfach ganz simpel mit „manueller CPC“ starten. Maximale Kontrolle ist das was wir am Anfang haben wollen.

  • Sitelink-Erweiterung, Anruferweiterung, Erweiterungen mit Zusatzinformationen & Snippet-Erweiterungen…etc.

Sitelink Erweiterung

Ich weiß, dass kann am Anfang ziemlich nervig sein, denn man möchte einfach nur simpel starten. Nimm dir aber dennoch die Zeit um zu verstehen warum es diese Erweiterungen gibt. Im Prinzip geht es um die größtmögliche Anzeigenfläche im Suchnetzwerk. Je größer deine Anzeige erscheint, desto höher die Chance dass sie geklickt wird. Durch die Erweiterungen kannst du sicherstellen das eine Chance besteht, dass deine Anzeige größer erscheint. Schaue hier im Video die Beispiele an, die ich aufgelistet habe.

  • Anzeigegruppen:

Anzeigegruppen

Anzeigengruppen sind eine wichtige Steuerungsgröße bei Google Adwords. „Eine Anzeigengruppe umfasst eine oder mehrere Anzeigen, denen dieselben Keywords zugeordnet sind“ – so ist die Google Definition. Anzeigengruppen bilden die Struktur deiner Kampagne. Vermarktest du z.B. ein kleines Café, wäre dein Sortiment an Kaffee & Kuchen die erste Anzeigengruppe. Dort sind Suchbegriffe drin wie „bestes Café in Hamburg“ „bestes Café mit Kuchen Hamburg“. Eine weitere Anzeigengruppe wäre dann dein Frühstücks-/Brunch-Angebot – sofern du das anbietest. Eine dritte Anzeigengruppe wäre z.B. dein Kaffee-Seminar. Dort nutzt du Keywords wie „Barista Schulung“ oder „Espresso Verkostung“.

Wie du siehst sind Anzeigengruppen nichts weiteres als eine Segmentierung an Themen, wonach Leute suchen könnten. Dementsprechend sind auch Keywords und Anzeigentexte pro Anzeigengruppe individualisierbar.

  • Anzeigen:

Anzeige

Der kreative Teil einer Kampagne… Bis hierhin ist alles gut vorbereitbar und schnell zu klicken. Bei der Anzeigentext-Gestaltung würde ich mir extra viel Zeit nehmen – gerne auch getrennt von der Kampagnenerstellung. Warum? Nun, es gibt unendlich viele Wege um schöne, überzeugende Anzeigentexte zu schreiben. Oftmals kann es auch nur EIN Wort sein, das deine Klickraten drastisch erhöht. Mit dem Anzeigentext möchtest du idealerweise den „inneren Dialog von deinem Interessenten“ auffassen und ihn dazu bringen auf deine Anzeige zu klicken, um sich dein Angebot anzuschauen. Deswegen ist es immer sinnvoll sich für diese anspruchsvolle Aufgabe Zeit zu nehmen.

Glückwunsch! Du hast soeben deine erste eigene Suchnetzwerk-Kampagne erstellt und dir Gedanken über deine erste Online-Vermarktung gemacht! Eine Herausforderung jagt die nächste, so dass der schwierige Teil erst noch kommen wird: Die Interpretation der Ergebnisse. Bevor es jedoch soweit ist, schau dir gerne diesen Beitrag an, denn dort habe ich die wichtigsten Fehler aufgelistet, die du idealerweise vermeiden solltest, so dass du jeden einzelnen Euro sinnvoll investieren kannst!

 TEIL 2: DEINE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE OPTIMIEREN >

Google AdWords für Anfänger


Google AdWords für Anfänger
2018/11/04
Tutorial: Wie du deine erste Google AdWords Search Kampagne anlegen kannst.