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5 praxisnahe Tipps, wie du deine erste Adwords Kampagne vernünftig optimieren kannst

Die Anfragen mit denen ich häufig konfrontiert werde, sind entweder:

Ich möchte komplett neu mit Adwords anfangen und habe keinen vorhandenen Account ODER ich schalte bereits Adwords, bräuchte aber bitte ein Kampagnen-Audit um zu wissen, was ich optimieren kann.

Wir gehen in diesem Beitrag nun auf beide Themen ein: „Ich habe komplett neu mit Adwords angefangen und wie zur Hölle optimiere ich jetzt das was vor mir liegt?“

Dazu gebe ich dir ein paar praxisnahe Tipps, wie ich es selbst jeden Tag aufs Neue mit meinen eigenen Adwords, als auch mit denen meiner Kunden, mache.

Wichtig zu wissen für dich: In der Optimierung liegt tatsächlich der Erfolg deiner Kampagne und letztendlich der Erfolg von deinem Produkt. Hier verlieren sich die meisten, denn wenige haben wirklich Geduld sich inhaltlich mit den Zahlen auseinanderzusetzen. Was bedeutet das denn jetzt alles? Ich habe Klicks, aber was sagen mir die Klicks tatsächlich aus? Das ist doch alles nicht intuitiv! Ich stoppe Adwords!

…so soll es bei dir natürlich nicht klingen…Ich wäre eher für: GEIL! Neue Keywords gefunden! 🙂

Also erstmal für die UNGEDULDIGEN alle 5 Tipps zusammengefasst:

  • Tipp 1: Tatsächliche Suchbegriffe – anschauen, verstehen und optimieren!
  • Tipp 2: Negative / Auszuschließende Keywords – Notizzettel raus + rauskopieren + eliminieren als “weitgehend passend”
  • Tipp 3: Conversions: ja / nein? – Hier ist die Traffic-Qualität entscheidend! Wenn “nein” dann weitermachen! Wenn ja: war es ein Lucky-Shot? 
  • Tipp 4: Impressions – hast du welche oder hast du keine? Wenn du keine hast, dann Gebot & Qualitätsfaktor überprüfen. Gebote erhöhen. Qualität der LP auf die Keywords & Anzeige abstimmen. 
  • Tipp 5: Exakte Keywords überführen – In einem späteren Schritt wenn du Conversions hast: Überführe “Converters” in eigene Anzeigegruppen / Kampagnen bei hoher Relevanz!

Für die Video-Fans, sorry, ich werde zeitnah ein Video dazu erstellen!

TEIL 1: DIE ERSTE ADWORDS KAMPAGNE EINRICHTEN >

Tipp 1: Tatsächliche Suchbegriffe!

Wichtig hier ist die Qualität deines Traffics. Die bestimmt sich durch die ausgewählten Keywords und die damit erzeugten Suchbegriffe! Um dahin zu kommen:

Dazu klickst du deine SUCHKAMPAGNE an, gehst auf KEYWORDS und dort auf SUCHBEGRIFFE.

Hier gibt’s aber etwas zu unterscheiden:

  • ICH SEHE NICHTS: Wenn du keine Klicks erzeugt hast, dann gibt es auch keine Suchbegriffe. Sprich: Hier gab es keine Performance.
  • ICH SEHE WENIG: Wenn du Klicks erzeugt hast, dann wirst du Suchbegriffe sehen, die von deinen Keywords erzeugt worden sind. WICHTIG: Keywords sind UNGLEICH den Suchbegriffen, denn die Suchbegriffe sind das, was TATSÄCHLICH vom Interessenten eingegeben wurde.
  • OH GOTT, ICH SEHE VIEL: Wenn du wahnsinnig viele Suchbegriffe hast, scheint es mir so, dass du sehr breit (in den Match-Types ;)) gestartet bist. Normalerweise müsstest du z.B. nach 2-3 Tagen und 5€ Budget am Tag nicht viel Traffic erzeugt haben, da du ja maximal 5 Klicks am Tag bei 1€ pro Klick oder 10 Klicks bei 0,5€ pro Klick haben kannst.

Was sagt mir das nun?

Die Suchbegriffe zeigen dir die Qualität des Traffics an. Wenn du z.B. eine Iphone X Hülle in rot verkaufst und ständig Suchbegriffe wie „Iphone x hülle rot gebraucht“ „iphone x hülle rot online bestellen“ „iphone x hülle rot günstig kaufen“ erzeugst, spricht das dafür, dass dein Targeting schon scharf ist und du relevante Suchbegriffe erzeugst. Hier gilt es dann die Wörter die nicht zu deinem Angebot / Produkt passen, auszuschließen…was wir im folgenden beleuchten werden.

Tipp 2: Negative / Auszuschließende Keywords!

Ehrlich gesagt ist das ein grooooßeees Kapitel, welches ich nochmal separat im Zusammenhang mit Match-Types erörtern werde.

Um es an dieser Stelle pragmatisch für dich zu halten, in aller Kürze: Du solltest dir – parallel und während du die Suchbegriffe analysierst – diejenigen Satzteile merken, die absolut NICHTS mit deinem Produkt oder Service zutun haben.

Beispiel:

Dein Keyword: „Iphone X Hülle rot“

Erzeugter Suchbegriff: „iphone X hülle rot oder grün“ – Dafür wirst du ranken, wenn dein oben genanntes Keyword das Ausspielen dafür zulässt.

Hier handelt es sich offensichtlich um einen Interessenten, bei dem im Kaufzyklus noch nicht ganz klar ist, welche Farbe er tatsächlich haben möchte. Um dies für die Zukunft zu eliminieren und unnötig für so welche Suchbegriffe Geld auszugeben, sind negative Keywords nützlich.

Hinweis aus der Praxis: Bei einem Kunden habe ich auf artfremden Suchbegriffen tausende von Euro Werbebudget verbrannt gesehen, einfach weil meine Vorgänger vergessen haben, dass die Option “negative Keywords” überhaupt existiert. Eigentlich wird dadurch erst eine Adwords-Kampagne profitabel und zur ultimativen Traffic-Maschine.

Was solltest du hier tun:

1.) Nimm einen Notizzettel oder ein Word Dokument.

2.) Notiere dir NUR den artfremden Begriff, hier z.B. grün.

3.) Setze diesen Begriff in Anführungszeichen (phrase Match – Details dazu folgen). Das bedeutet lediglich soviel, dass Adwords das Wort „grün“ in keiner Suchanfrage mehr darstellen wird. Fertig!

Tipp 3: Conversions: ja / nein?

Warum kommen Conversions erst an dieser Stelle – dafür mache ich den ganzen Kram doch letztendlich?! Ja, richtig, aber dennoch falsch!

Mein Gedankengang dazu: Je besser die Traffic-Qualität wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Conversions erzeugt werden. Es kann immer mal vorkommen, dass du einige Lucky Shots hast. Das bedeutet, dass du einfach auf willkürliche Begriffe einen Abschluss bekommst. Ich rate dir, dich davon niemals beeinflussen zu lassen, da dies eine völlig falsche Fokussierung wäre. Gehe auf die wirklich wichtigen Suchbegriffe und nicht auf willkürliche Conversions!

Wenn du beispielsweise auf Samsung S6 Hülle eine Iphone X Hülle verkauft hast, dann kann dies unterschiedliche Gründe haben. Der Interessent hat ein Zweithandy, welches ein Iphone X ist oder möchte die Hülle für seine Freundin/Eltern/Kollegen, etc. kaufen…Hier die Frage: Wie häufig kommt sowas vor? Geringe Wahrscheinlichkeit! Also bitte lassen!

Wenn du jedoch ständig an der Qualität deines Traffics schraubst, dann kann es zwangsläufig nur dazu führen, dass du im Bereich Inbound-Marketing KEIN Problem mehr hast. Warum? Du sorgst ständig für den richtigen Traffic und die Realität ist: Wenn Leute nach einer Sache suchen, die es zu erwerben gibt und du dort erscheinst, werden zwangsläufig Conversions entstehen…NATÜRLICH UNTER DER VORAUSSETZUNG, DASS ALLES ANDERE STEHT. Wie z.B. deine Landing Page und/oder ein vernünftiger Checkout-Prozess. Gedanklich kannst du dann aber Adwords erstmal positiv abhaken, denn du weißt, dass die Suchanfragen STIMMEN!

Tipp 4: Impressions

Impressionen geben dir extrem gute Anhaltspunkte zu deinem Gebot und somit deinem Wettbewerbs-Umfeld. Erzeugst du z.B. gar keine Impressionen auf einige Keywords hat das Gründe:

  1. Andere Keywords saugen dein Budget auf – zu breit oder sehr hoch im Verhältnis zu deinem Tagesbudget.
  2. Dein Gebot ist zu gering – 5€ im Durchschnitt aber du bietest nur 1€.
  3. Das Suchvolumen ist extrem gering – wo nichts ist, kann nichts geboten werden.

Hier ein PRO Tipp:

Gehe in deine Spalteneinstellung und aktiviere die Spalte „Anteil an möglichen Impressionen im SN“. Diese Spalte nutzt fast niemand, wobei sie SO wichtig ist. Die Kennzahl bedeutet einfach wie viele ECHTE Ausspielungen du gehabt hast und wie viele möglich wären, wenn…dein Gebot bzw. der Qualitätsfaktor gestimmt hätten! 

Du kannst entweder aufgrund eines zu niedrigen Gebotes oder durch Googles Bewertungsfaktoren – Qualitätsfaktor – an Sichtbarkeit verlieren.

  • Verlust aufgrund des Gebotes: Wäre der Durchschnittliche CPC 5€ und du bietest 3€, ist es kein Wunder warum bei dir <10% stehen oder gar nichts stehen wird.
  • Verlust aufgrund vom Rang: Der Dreiklang zwischen Anzeigenqualität, Keyword und Landing Page Erfahrung ergibt den Qualitätsfaktor (Quality Score – QS). Das lustige am QS ist, wenn du dort eine volle 10 schaffen solltest, bezahlst du auf einmal weniger für den Klick und bekommst höhere Rankings!

Wie geht das? Das behandel ich in einem anderen Artikel.

Tipp 5: Exakte Keywords überführen:

Irgendwann ist es soweit und du bekommst die ersten Conversions rein. Was machst du dann? Hier ist es sinnvoll eine separate Anzeigengruppe zu erstellen oder auch eine Kampagne mit eigenem Budget (würde ich empfehlen wenn es deutlich mehr als 5-10 Keywords sind).

Was überführst du, wenn du z.B. eine neue Anzeigengruppe erstellst. Schau dir den Suchbaum genau an und schaue über die gesamte Laufzeit wie viele Impressions dieser Suchbegriff hat. Ist es ein Suchbegriff, der nur eine Impression, einen Klick und damit eine Conversion erzeugt hat, würde ich die wesentlichen Bestandteile von dem Suchbegriff als Phrase-Match mit aufbauen.

Beispiel: „Iphone x Hülle rot online kaufen und zuschicken lassen

Hier siehst du, dass womöglich niemand mehr so einen langen Satz eingibt. Deswegen wären Signalwörter für mich: „online“ und „kaufen“. Ich würde das dann folgendermaßen aufbauen:

„Iphone x Hülle rot x online kaufen“

Hier zu beachten: Achte auf die Reihenfolge der Wörter. Da wir hier eine passende Wortgruppe aufbauen, bedeutet das, dass Google auch alle Suchanfragen in genau der Reihenfolge als Ausspielung nutzt. Google könnte hier aber auch ausspielen für:

Iphone x Hülle rot x online kaufen amazon

Iphone x Hülle rot x online kaufen günstig

Iphone x Hülle rot x online kaufen ebay

Hat dir der Artikel geholfen? Was möchtest du sonst noch für Tipps haben?

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Die 5 häufigsten Adwords Fehler: Bitte unbedingt vermeiden!

Die Nutzung von Google Ads (damals Adwords) ist besonders für Anfänger nicht gerade intuitiv. Es gibt zahlreiche Einstellungen und man ist ziemlich schnell mit den schier unendlichen Möglichkeiten überfordert.

Häufig geben Anfänger sehr viel Geld innerhalb kürzester Zeit aus. Bei begrenzten Werbebudgets, sowie genereller Unsicherheit, ob die Plattform überhaupt Potenzial für dein Unternehmen hat, ist dies natürlich ein unsanfter Einstieg…

Um unnötige Ausgaben zu vermeiden und jeden einzelnen Euro in deiner Kampagne sinnvoll zu nutzen, hier die häufigsten Fehler, die sicherlich fast jeder einmal gemacht hat:

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  • Keyword Match Types – Vermeide „weitgehend passende“ Keywords am Anfang!

Keyword Types

Die Wahl der richtigen Keyword Match Types (hier mehr dazu) ist mit Abstand das häufigste Problem beim Start von Adwords Kampagnen. Das ist auch kein Wunder, denn es gibt nirgendwo einen präzisen Hinweis darüber, was hier explizit zu beachten ist. Was ist das Problem? Es wird sehr häufig die breiteste Keyword Option „weitgehend passend“ und oftmals auch nur ein einziger Suchbegriff eingestellt. Somit wird garantiert, dass Google dein Budget innerhalb von Sekunden verbrennt, denn einzelne Suchbegriffe haben nicht nur extrem viel Suchvolumen, sondern Google sucht durch die Keyword Option „weitgehend passend“ auch Synonyme dafür. So kann es sein, dass du bei auch für Handy, Apple Iphone, Telefonbuch, Dasörtliche und eine Million anderer Synonyme angezeigt wirst.

Lösung: Anfangs erstmal mit den präzisesten Keyword Optionen, wie „genau passend“ oder „passende Wortgruppe“ starten (wie das geht werde ich dir hier zeigen), damit hast du die beste Kontrolle über deine Ausgaben und kannst dir sicher sein, dass du auch nur dafür Geld ausgibst.

  • Negative Keywords: bitte nutzen!

negative keywords

Und schon wieder sind wir bei den Keywords und zwar bei ungewollten Keywords, die Google aufgrund seiner Optimierung mit einstellt. Negative Keywords sind Keywords, die du aus deiner Kampagne ausschließen solltest, da diese nichts mit deinem Produkt oder Service zu tun haben.

Tipp 1: Recherchiere unbedingt vor dem Aufsetzen deiner Kampagne die negativen Keywords. Das geht mit dem Keyword Planner von Google oder anderen Tools wie keyword.io.

Tipp 2: Erstelle eine negative Keyword Liste, um das Pflegen einfacher zu halten.

Tipp 3: Geh täglich in deine neu aufgesetzten Kampagnen und schaue dir die Suchbegriffe an. Scanne deine Suchbegriffe nach Richtigkeit und schließe ALLES aus, was nicht dazu passt.

  • Conversion Tracking: bitte sauber einrichten!

Conversion Trackinga

Dieser Fehler kann dich extrem viel Umsatz kosten, denn was nicht gemessen wird, kann auch nicht verbessert werden! Das erste wonach die meisten Kampagnenmanager schauen, denn daran wird ihr Erfolg gemessen, sind die Conversions. Wenn diese nicht eindeutig und sauber erfasst sind, bringt die gesamte Kampagne nichts. Conversion Tracking ermöglicht es dir, auf die Anzeige genau, festzuhalten was tatsächlich einen Verkauf, eine Anmeldung oder einen Anruf erzeugt hat. Du kannst genau sehen was funktioniert hat und was nicht. Deswegen ist es so wichtig dies einzurichten.

Tipp 1: Richte deine Conversions am Zielvorhaben aus, das für dich am wertvollsten ist. Ist es der Verkauf eines Produktes? Gut, nimm dieses Event als Conversion-Event mit in dein Tracking.

Tipp 2: Wenn du aus irgendeinem Grund nicht an dein Hauptziel – den Verkauf deines Produktes – rankommst, nimm vorgelagerte Events wie z.B. das hinzufügen eines Produktes zum Warenkorb.

Tipp 3: Nutze Google Tag Manager und verbinde diesen mit deinem Adwords Account für perfektes Tracking.

  • Tests: splittteste so viel wie möglich! 

Google Ads ist keine Plattform auf der das Prinzip „set it and forget it“ ist. Dafür ist der Algorithmus noch nicht schlau genug und es Bedarf immer manueller Eingriffe. Das vergessen viele und lassen Kampagnen über Monate mit demselben „Fehler“ laufen und man fragt sich wieso keine oder immer dieselben Ergebnisse eingefahren werden. Google Adwords ist eine Plattform, die zum Testen  prädestiniert ist. Testen von Anzeigentexten, neuen Keywords, neuen Kampagnen…du kannst JEDE Variable verändern. Für viele ist das ein Alptraum, da es zu viele Auswahlmöglichkeiten gibt. Deswegen hier ein paar Tipps, um die richtigen Stellschrauben am Anfang zu testen:

Tipp 1: Teste immer deinen Anzeigentext aus, bevor du an andere Dinge gehst.

Tipp 2: Teste dein Angebot aus und probiere es zu variieren. Schaue dir dazu deinen Wettbewerb an und leite ab was gut funktionieren könnte. Wenn alle kostenlose Beratungsgespräche anbieten, dann checke ob du das auch machen kannst. Schaue danach, ob du dies vielleicht nicht sogar noch toppen kannst, indem du ggfs. die Zeitdauer von 30 Minuten auf 45 Minuten erhöhst. Oder du verbesserst das Angebot, dadurch dass das Beratungsgespräch zusätzlich auch eine Webseitenanalyse beinhaltet.

  • Search-Kampagnen-Ausrichtung: niemals Search & Display in einer Kampagne

Search Kampagne

Das heimtückische an der Adwords Plattform sind die Voreinstellungen. Ein Haken zu viel gesetzt kann gleich ein Pulverfass bedeuten. So ist das auch bei der Suchnetzwerk-Kampagne der Fall. Bei der Erstellung von Suchnetzwerk-Kampagnen ist die Ausrichtung auf gleich zwei Plattformen voreingestellt: Auf das Suchnetzwerk, sowie das Displaynetzwerk. Das erste von beiden wollen wir nutzen, das Letztere ist das versteckte Pulverfass. Das Problem bei dieser Einstellung ist die Art und Weise wie beide Netzwerke funktionieren und wie eine Ausspielung stattfinden kann. Beim Suchnetzwerk wissen wir, dass es einzig und alleine über Schlüsselwörter funktioniert, deswegen haben wir es ja gestartet. Nun funktionieren Keywords bei beiden Netzwerken unterschiedlich. Beim Displaynetzwerk bedeutet ein eingestelltes Schlüsselwort: Suche mir Synonyme / Webseiten, die damit was zu tun haben. Das Millionen von Webseiten zum Displaynetzwerk gehören, ist hier die Gefahr. Die Chancen sind sehr gering, dass wir auf Anhieb – ohne weitere Einschränkungen in den Einstellungen – hier die richtigen Interessenten treffen, da die Anzahl an Treffern einfach viel zu groß ist.

Ebenso ermöglicht das Displaynetzwerk nicht, dass wir genau die Leute erreichen, die in Echtzeit unseren Service bei google.de eingeben. Deshalb der folgende Tipp bzw. Lösungsansatz:

Trenne IMMER Suchnetzwerk-Kampagnen von Displaynetzwerk-Kampagnen. Vermeide das Setzen vom Haken in der Suchnetzwerk-Kampagne. Das führt zu unkontrollierbarem Ausspielen deiner Anzeige und dadurch einer sehr hohen Budget-Belastung!

Fazit:

Um mit Google Adwords einen erfolgreichen Start hinzulegen, reicht es leider nicht aus, dass man einfach in die Plattform reinspringt, Kampagnen anlegt und sofort mit Anfragen überschüttet wird. Es Bedarf einer sehr guten Vorbereitung, sowie auch der strategischen Ausrichtung, welche Kampagnenart für dein Unternehmen im ersten Schritt das beste ist.


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6 einfache Tipps um Keywords zu finden

Keywords sind der Hauptbestandteil deiner Adwords Kampagne. Besonders im Suchnetzwerk bekommen Schlüsselwörter noch mal eine besondere Bedeutung, da sie sowohl über das Suchvolumen als auch Conversions entscheiden. Je breiter du deine Keyword-Einstellungen setzt, desto mehr Volumen bekommt deine Kampagne. Gleichzeitig gibst du auch mehr Geld dafür aus. Je exakter deine Keywords gewählt sind, desto höher die Klickpreise und desto höher die Chance zum Abschluss zu kommen.

Um gute Keywords – vor allem für den Start deiner ersten Kampagne – zu finden, bedarf es einer sehr intensiven Recherche. Letztendlich legt die Recherche sowie die Qualität der ausgewählten Keywords maßgeblich den Erfolg deiner Suchnetzwerk-Kampagne fest.

In diesem Artikel möchte ich dir 6 einfache Tipps & Tricks an die Hand geben, damit du wirklich einfach sehr gute Keywords recherchieren kannst.

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  • Keyword Planer – die erste Anlaufstelle

Der Keyword Planer ist wohl das bekannteste Tool, um effektiv Keywords zu suchen. Das wichtige hieran ist, dass dieser komplett kostenlos ist! So gewährleistet google, dass Werbetreibende auch mit den besten Informationen versorgt werden, um natürlich langfristig Werbebudgets in die Plattform zu schieben.

Du findest ihn in deinem Adwords Dashboard unter Tools > Kategorie „Planung“ > Keyword-Planer.

Keyword Planner

Dort gehst du dann auf „Neue Keywords Ermitteln“ und gibst dort dann entweder dein Haupt-Keyword, eine Wortgruppe oder eine ähnliche URL ein und Google spuckt dir dann auf Anhieb Keyword Ideen aus. Beispiel:

Das Keyword „café Hamburg“ zeigt dann folgende Ergebnisse:

café hamburg

Du kannst auch gleichzeitig eine Webseite eingeben. Ein bekanntes Café in Hamburg ist das Black Delight. Wenn du die Webseite eingibst bekommst du dann folgende Keyword Ideen:

Keyword Ideen URL

Ubersuggest ist ebenfalls ein kostenloses Keyword-Recherche-Tool, wo du neben Suchanfragen pro Monat auch noch zwei andere Kennzahl mitgeliefert bekommst:

  • SEO Difficulty (SEO Schwierigkeitsgrad) und
  • PAID DIFFICULTY (Keyword-Schwierigkeitsgrad)

…die vom Schwierigkeitsgrad „einfach“ bis „schwer“ gehen.

Ubersuggest

Letztendlich sind die Informationen momentan ähnlich wie zum Keyword Planer. Beim Keyword Planer ist die PAID DIFFICULTY gleich mit der Spalte „Wettbewerb“ zu setzen. Das was zusätzlichen Wert bei Ubersuggest schafft, sind sowohl die SEO Difficulty, also wie schwierig es ist deine Seite organisch bei Google zu ranken, als auch die SERP ANALYSE.

SERP Analyse

Die SERP Analyse zeigt dir die Webseiten an, die ebenfalls für das Keyword auf den unterschiedlichen Positionen bei Google ranken. Da siehst du welche Domain von Google am höchsten gerankt wird. Es gibt dazu sogar „geschätzte Seitenaufrufe“ (pro Monat) sowie Social Shares und einen Domain Score, der sicherlich intern vom Tool ermittelt wird.

Je höher die Social Shares sind, desto höher der Domain Score. Also sehr sinnvoll, um sich einmal die organischen Wettbewerber anzuschauen. Du kannst dir bei Keyword Ideen zu jeder Idee die damit verbundenen Google Suchseiten anschauen. Also super nützlich, um einen sehr guten Überblick über deinen Markt zu bekommen.

  • Auto Suggest – Google.de

Auto Suggest Google

Häufig unterschätzt bzw. nicht genutzt: Die Auto-Vervollständigung bei Google.de! Jeder der Google.de am Tag nutzt kennt sie. Du gibst die ersten Buchstaben deiner Suchanfrage ein und wie von Magie weiß Google sofort wonach du suchst. Wenn das passiert, weißt du, dass du nicht der einzige bist, der danach sucht. Dein Suchbegriff oder deine Wortgruppe „bestes café in Hamburg“ scheint wohl sehr beliebt zu sein! Hierbei ist zu beachten: Je weiter oben das Ergebnis angezeigt wird, desto höher das Suchvolumen. Super mächtig und super simpel!

  • Ähnliche Suchanfragen – Google.de

Auf einer Suchergebnisseite von Google gibt es extrem viele Informationen zu Keywords! Man muss sie nur kennen. „Ähnliche Suchanfragen“ sind ähnlich wie die Auto Suggest Keyword Ideen extrem simpel zu finden und gleichzeitig SO wertvoll! Die ähnlichen Suchanfragen findest du entweder ganz unten auf deiner Suchseite bei Google.de oder unterhalb von den aufgeführten Seiten nachdem du drauf geklickt hast und wieder zurück kommst!

Ähnliche Suchanfragen

Einfach ganz nach unten scrollen und tadaaaa! Warum ich Suchanfragen so gut finde? Dort kannst du auf SYNONYME stoßen, die ebenfalls mit deinem Haupt-Keyword zu tun haben. Und es kommen zusätzlich noch viele andere Keyword-Ideen dazu, an die man nie gedacht hätte. In meinem Café-Beispiel kamen Schlüsselwörter, wie „hipster café“ vor. Es zeigt auch in welchem Muster Menschen nach deinem Schlüsselwort (im Beispiel: Cafés) suchen: Sie suchen einerseits in Stadtteilen (Schanze, Eppendorf, Innenstadt) oder in Superlativen (Bestes, Gemütlichstes). Für Leute, die sich eine Kategorie das erste Mal anschauen, natürlich SUPER hilfreich.

  • Wettbewerber Analyse – Google.de

Wettbewerber Analyse

Dies ist auch ein Tipp, den ich sehr häufig empfehle! Es ist so einfach und es haben sich bereits andere Menschen den Kopf darüber zerbrochen, warum nicht einfach das kopieren, was momentan vorhanden ist? Ich bezeichne es als das “Stalken” von Wettbewerbern auf Google Suchergebnis-Seiten. Da haben wir ja gerade gelernt, dass wir sowohl Ubersuggest nutzen können (eigentlich an der Stelle sehr zu empfehlen, da es eine Menge Zeit spart), als auch die normalen Ergebnisseiten bei Google.

Wonach suchen wir? Wir suchen nach Schlüsselwörtern und Wortgruppen, die von unserer Konkurrenz sowohl in den Werbeanzeigen, als auch in den Ergebnis-Seiten dargestellt werden. Diese nutzen wir dann sowohl für unsere Anzeigengestaltung als auch als Synonyme für unsere Keyword-Liste.

  • BONUS: Nicht im Video erwähnt! Keyword.io – Kostenloses Keyword Research Tool

Keyword.io

Bei Keyword.io kannst du ebenso nach Keywords auf unterschiedlichen Plattformen (Ebay, Amazon, etc.) suchen. Hier bekommst du jedoch kein Suchvolumen angezeigt, sondern lediglich Ideen alphabetisch sortiert. Wozu nutze ich Keyword.io? Nun, ich gehe ab und zu durch das Tool um sowohl Keyword Ideen zu finden, als auch negative Keywords zu suchen. Nützlich ist hier auch, dass du eine Ideenliste aufbauen und diese dann exportieren kannst.

Fazit:

Das Internet ist voller versteckter Keyword-Ideen, man muss nur wissen, wo diese versteckt sind. Es gibt eine Menge an kostenlosen Tools, die dir bei der Suche behilflich sein können.

Letztendlich entscheidet die Keyword-Recherche größtenteils über den Erfolg deiner ersten Kampagne. Erstelle dir eine Liste, trage die Keywords ein und nutze diese als “lebende” Liste, so dass du auch Keywords wegstreichen oder archivieren kannst.

Viel Spaß bei der Recherche! 🙂